TUI Aktiengesellschaft
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Aufgegebener Geschäftsbereich

Aufgegebener Geschäftsbereich

Mit der am 17. März 2008 getroffenen Entscheidung, sich von der Container­schifffahrt zu trennen, wird dieser Bereich gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Er umfasst neben den Aktivitäten der Containerschifffahrt die strategischen Beteiligungen an den Container­terminals in Altenwerder und in Montreal, Kanada (Montreal Gateway Terminals).

Kennzahlen Aufgegebener Geschäftsbereich

Mio € Q1 2008 Q1 2007 Veränd. %
Umsatz 1 451,2 1 423,7 + 1,9
EAT - 11 102 n. a.
Nettozinsergebnis/Steuern 12 35 n. a.
Sparten-EBITA 1 137 - 99,3
Abgangsergebnisse 0 - 196  
Restrukturierung 0 0  
Kaufpreisallokation + 19 + 21  
Einzelsachverhalte - 2 + 2  
Bereinigtes Sparten-EBITA 18 - 36 n. a.
       
Investitionen 128,6 105,2 + 22,2
Mitarbeiter (31.3.) 7 599 8 290 - 8,3
       
 



Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der umgegliederten Containerschifffahrtsaktivitäten nahm im ersten Quartal 2008 leicht um 1,9 % auf rund 1,5 Mrd. € zu. Dies resultierte bei stabilen Mengen aus einem deutlich verbesserten Frachtratenniveau, dem eine deutliche Abschwächung des US-Dollar gegenüber dem Euro von 14,4 % gegenüberstand.

Das Ergebnis nahm um 136 Mio. € auf 1 Mio. € ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresquartal die Abgangsgewinne aus dem mehrheitlichen Verkauf der Montreal Gateway Terminals in Höhe von 181 Mio. € und aus dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung der Hapag-Lloyd AG an der „Germanischer Lloyd AG“ in Höhe von 15 Mio. € enthielt, dem Einmalaufwendungen aus der Integration von CP Ships in Höhe von 2 Mio. € gegenüberstanden. Im ersten Quartal 2008 waren der Aufwand aus der Kaufpreisallokation und ein kleinerer Einmalertrag aus der Auflösung einer Rückstellung aus der Integration von CP Ships zu bereinigen. Nach Bereinigung der Sondereffekte ergab sich ein Ergebnis von 18 Mio. € für die Containerschifffahrt im ersten Quartal 2008, was einem Ergebnisanstieg von 54 Mio. € gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal entspricht.


Entwicklung in den Fahrtgebieten


Transportmengen Hapag-Lloyd

Tsd TEU Q1 2008 Q1 2007 Veränd. %
Fernost 330 335 - 1,5
Transpazifik 265 243 + 8,9
Atlantik 339 370 - 8,3
Lateinamerika 206 214 - 3,7
Australasien 178 152 + 16,6
Gesamt 1 318 1 315 + 0,3
       
 


Frachtraten Hapag-Lloyd

US-$/TEU Q1 2008 Q1 2007 Veränd. %
Fernost 1 645 1 234 + 33,3
Transpazifik 1 511 1 381 + 9,4
Atlantik 1 653 1 466 + 12,7
Lateinamerika 1 506 1 392 + 8,2
Australasien 1 203 1 179 + 2,0
Ø über alle Fahrtgebiete 1 539 1 346 + 14,3
       
 



Hapag-Lloyd erzielte im ersten Quartal ein nur leichtes Mengenwachstum von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zwar konnten die Transportmengen in den Fahrtgebieten Transpazifik und Australasien gesteigert werden, jedoch blieben die Mengen in den Fahrtgebieten Fernost, Atlantik und Lateinamerika hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Ein deutlicher Anstieg ergab sich bei den erzielten Frachtraten, die in allen Fahrtgebieten zulegten und sich insgesamt um 14,3 % im Vergleich zum ersten Quartal 2007 verbesserten.

Fernost
Im Fahrtgebiet Fernost sank die Transportmenge zum vergleichbaren Vorjahresquartal leicht um 1,5 %. Neben dem verhaltenen Anlauf der Exportwirtschaft nach dem chinesischen Neujahrsfest verursachte der extreme Wintereinbruch in China Produktionsausfälle, so dass die Transportmengen nach Europa geringer ausfielen. Mit einem Zuwachs von 33,3 % wies das Fahrtgebiet Fernost im ersten Quartal den höchsten Frachtratenanstieg auf. Sowohl die Frachtraten von Asien nach Europa als auch diejenigen auf der Gegenrichtung konnten erheblich gesteigert werden. Die erzielten Frachtratensteigerungen resultierten im Wesentlichen aus einem Anstieg der Basisfrachtraten sowie der verstärkten Durchsetzung von Frachtratenzuschlägen für gestiegene Bunkerpreise.

Transpazifik
Mit einem Plus von 8,9 % wurden im Fahrtgebiet Transpazifik über dem vergleichbaren Vorjahresquartal liegende Transportmengen erzielt. Dies ist auf das gestiegene Transportvolumen auf den Verkehren von Nordamerika nach Asien zurückzuführen. Der schwächere US-Dollar führte im asiatischen Raum zu einer verstärkten Nachfrage nach amerikanischen Erzeugnissen. Auch in diesem Fahrt­­gebiet verbesserte sich das Frachtratenniveau um 9,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Fracht­­ratenerhöhungen waren vor allem in den Verkehren von Nordamerika nach Asien durchsetzbar.

Atlantik
Im Fahrtgebiet Atlantik lag das durchschnittliche Frachtratenniveau um 12,7 % über dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Höhere Frachtraten konnten insbesondere in den Verkehren von Nordamerika nach Europa durchgesetzt werden, da die Nachfrage nach amerikanischen Erzeugnissen auf Grund des schwächeren US-Dollar-Kurses gegenüber dem Euro gestiegen ist. Dagegen lagen die transportierten Mengen um 8,3 % unter denen des Vorjahres. Ein dafür wesentlicher Faktor war die Aufwertung des Euro gegen­­über dem US-Dollar. In Verbindung mit der aktuellen wirtschaftlich angespannten Situation, die aus der Immobilienkrise in den USA hervorging, wurde dadurch die Nachfrage amerikanischer Konsumenten nach europäischen Gütern negativ beeinflusst.

Lateinamerika
Im Fahrtgebiet Lateinamerika lag das Transportvolumen des ersten Quartals 2008 um 3,7 % unter dem des Vorjahres. Ursächlich hierfür war ein Rückgang der Transportmenge von Lateinamerika nach Nordamerika auf Grund des schwächeren US-Dollar. Das Frachtratenniveau in dem Fahrtgebiet Latein­amerika verbesserte sich auf Grund gestiegener Frachtraten bei den Importen aus Asien, Europa und Nordamerika um 8,2 % im Vergleich zum Vorjahr.

Australasien
Die größte Mengensteigerung wies mit 16,6 % das Fahrtgebiet Australasien auf, da die innerasiatischen Transporte den Wert des Vorjahres deutlich übertrafen. Die Frachtraten für das Fahrtgebiet Australasien stiegen um 2,0 % gegenüber Vorjahr, was insbesondere auf die höheren Frachtraten in den inner­asiatischen Verkehren zurückzuführen war.