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Die Weltkonjunktur hat im Laufe des zweiten Quartals 2008 spürbar an Schwung verloren. Für die zweite Jahreshälfte erwarten Experten, dass die Wachstumsdynamik weiter nachlässt. Der Konjunkturmotor USA fällt infolge der Krise des Immobilien- und des Finanzsektors weitgehend aus. Bremsend wirken neben der anhaltenden Unsicherheit auf den Finanzmärkten die negativen Vermögenseffekte sinkender Hauspreise und Aktienkurse, die hohe Verbraucherpreisinflation sowie die zuletzt weiter stark gestiegenen Preise für Rohöl. Somit wird das Wachstumstempo in den Industrieländern Prognosen zufolge zwar noch Zuwachsraten aufweisen, diese sollen jedoch unterhalb des langfristigen Trends liegen. Auf Grund dieser Tendenzen wird auch für den Euroraum erwartet, dass in den kommenden Monaten der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts abflacht. In den Schwellenländern wird sich das Tempo des Produktionsanstiegs insbesondere im asiatischen Raum merklich vermindern, ursächlich ist auch hier die inflationäre Entwicklung vor allem bei Nahrungsmitteln und Rohstoffen.
Nach Schätzungen der UNWTO (World Tourism Barometer, Juni 2008) bewegte sich das Wachstum der weltweiten touristischen Ankünfte in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres mit 5 % um einen Prozentpunkt über dem langfristigen Durchschnitt. Damit erwies sich die touristische Nachfrage trotz einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes in allen Regionen als stabil. Für das Gesamtjahr 2008 prognostiziert die UNWTO ein gegenüber dem Jahresbeginn verlangsamtes Wachstum des touristischen Gesamtmarktes, wobei die Entwicklung in den einzelnen Regionen unterschiedlich ausfallen soll.
Touristik
TUI Travel hat die Wintersaison ihren Erwartungen entsprechend abgeschlossen. Für die aktuelle Sommersaison 2008 liegen die gebuchten Umsätze im Mainstream-Geschäft der TUI Travel mit 3 % über den vergleichbaren Vorjahreswerten, die Gästezahlen liegen bei um 7 % verringerten Kapazitäten um 5 % unter dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr 2008 führten die reduzierten Kapazitäten im Bereich Mainstream und eine anhaltend gute Nachfrage nach Reiseangeboten zu einer verbesserten Risikoauslastung und einem geringeren Anteil preisreduzierter Angebote. Die hierdurch gestiegene Ergebnisqualität trug ebenso wie die verbesserte Kostensituation positiv zu der Ergebnisentwicklung bei. Effekte aus den im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Energiepreisen konnten durch Sicherungsgeschäfte und Preiszuschläge begrenzt werden. Das Synergiepotenzial konnte planmäßig gehoben werden. Auch TUI Hotels & Resorts und die Kreuzfahrten wurden durch die gute Entwicklung des ersten Halbjahres in ihren Erwartungen für das Gesamtjahr 2008 bestätigt.
Für die Ertragsentwicklung (Bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte [Bereinigtes Sparten-EBITA]) zeichnet sich nach Abschluss des ersten Halbjahres folgender Trend für das Geschäftsjahr 2008 ab:
Die touristischen Einheiten TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten rechnen in 2008 im Vergleich zum Vorjahr mit deutlich besseren Ergebnissen. Wesentliche Ergebnistreiber bei der TUI Travel sind die erwarteten Synergien aus der Zusammenführung von TUI und First Choice, Margenverbesserungen durch die eingeleiteten Kapazitäts- und Produktmaßnahmen im Bereich Mainstream sowie ein weiteres Wachstum der Bereiche Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. TUI Hotels & Resorts plant eine weitere Steigerung der Übernachtungen, die von der erwarteten positiven Entwicklung in Fernzielen sowie im östlichen Mittelmeer getragen wird. Die Kreuzfahrten rechnen mit einer guten Nachfrage nach Schiffsreisen und stabilen politischen Rahmenbedingungen in den Zielgebieten.
Zentralbereich
Der Zentralbereich wird aus heutiger Sicht bei erzielten Einsparungen trotz der im Vorjahr enthaltenen positiven Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsgeschäften in etwa in Höhe des Vorjahresniveaus abschließen.
Aufgegebener Geschäftsbereich
Die Ergebnissituation in der Containerschifffahrt im ersten Halbjahr 2008 war von einem deutlichen Anstieg des Frachtratenniveaus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 geprägt. Dagegen lagen die transportierten Mengen im ersten Halbjahr unter den Erwartungen. Risiken für das Gesamtjahr liegen in diesem Zusammenhang weiterhin in der noch nicht abschließend zu beurteilenden Auswirkung der Finanzmarktkrise auf die Entwicklung des Welthandels. Daneben spielt auch die Entwicklung des Preises für Schiffsbunker für die Ertragssituation eine Rolle. Der Bunkerpreis war im zweiten Quartal 2008 durch einen weiteren Anstieg gekennzeichnet. Schließlich wird auch die weitere Kursentwicklung des US-Dollar zum Euro einen Einfluss auf die Ertragsentwicklung in der Containerschifffahrt haben. Trotz eingetrübter Umfeldfaktoren erwarten wir für das Geschäftsjahr 2008 eine deutliche Steigerung des Ertragsniveaus im Vergleich zum Vorjahr.
Fortzuführende
Geschäftsbereiche/Konzern
Insgesamt erwartet der Vorstand für die fortzuführenden Bereiche (Touristik und Zentralbereich) des TUI Konzerns eine deutliche Steigerung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2008, die wesentlich auf die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der Aktivitäten von First Choice zurückzuführen sein wird. Ausgehend vom Ergebnisziel für die ehemaligen touristischen Einheiten der TUI unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten Ergebnisbeiträge der ehemaligen First Choice-Einheiten sowie erster Synergieerfolge erwartet der Konzern für die Touristik weiterhin einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses in 2008.
Die Ergebnisentwicklung des Konzerns insgesamt im Jahr 2008 kann aus heutiger Sicht auf Grund der geplanten Trennung von der Containerschifffahrt nicht abschließend eingeschätzt werden.
