TUI Travel
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Kennzahlen TUI Travel
| Mio € | Q2 2008 | Q2 2007 | Veränd. % | H1 2008 | H1 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 4 575,2 | 3 553,6 | + 28,7 | 8 046,6 | 6 058,9 | + 32,8 |
| Sparten-EBITA | - 159 | - 3 | n. a. | - 483 | - 257 | - 87,9 |
| Abgangsergebnisse | – | – | – | – | ||
| Restrukturierung | + 190 | + 3 | + 217 | + 5 | ||
| Kaufpreisallokation | + 12 | – | + 54 | – | ||
| Einzelsachverhalte | + 28 | + 31 | + 43 | + 39 | ||
| Bereinigtes Sparten-EBITA | 71 | 31 | + 129,0 | - 169 | - 213 | + 20,7 |
| Investitionen | 85,9 | 38,0 | + 126,1 | 150,4 | 69,4 | + 116,7 |
| Mitarbeiter (30.6.) | – | – | – | 51 230 | 36 251 | + 41,3 |
Umsatz und Ertragslage
Der Umsatz der TUI Travel stieg im zweiten Quartal durch die erstmalige Einbeziehung der Aktivitäten von First Choice um 28,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um diesen Effekt war bei den ehemaligen TUI Einheiten ein Umsatzrückgang um 4,5 % zu verzeichnen. Kumuliert für das erste Halbjahr übertraf der Umsatz der TUI Travel den Vorjahreswert um 32,8 %, bereinigt lag er um 1,9 % unter dem Vorjahreswert. Bedingt durch die Einbeziehung von First Choice und die aus der strategischen Neuausrichtung der Flugaktivitäten der TUI Travel resultierenden Belastungen nahm das Ergebnis im zweiten Quartal 2008 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 156 Mio. € ab.
Das bereinigte Sparten-EBITA der TUI Travel verbesserte sich hingegen im zweiten Quartal 2008 um 40 Mio. € auf 71 Mio. €. Kumuliert für das erste Halbjahr ging das Ergebnis um 87,9 % im Vergleich zum Vorjahr zurück, bereinigt um die Sondereinflüsse wurde ein um 20,7 % höheres Ergebnis erzielt.
Mainstream
Mainstream Holidays, der größte Bereich innerhalb der TUI Travel, umfasst den Verkauf von Flug- und Unterkunfts- sowie sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Quellmärkten Europa Mitte, Europa Nord und Europa West.
Im ersten Quartal 2008 wurden die kanadischen Veranstalteraktivitäten sowie der französische Veranstalter Marmara vom Bereich Specialist Holidays in den Bereich Mainstream umgegliedert. Die kanadischen Aktivitäten werden seitdem in Europa Nord geführt, und Marmara ist Europa West zugeordnet.
Gästezahlen Mainstream
| Tsd | Q2 2008 | Q2 2007 | Veränd. % | H1 2008 | H1 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa Mitte | 2 918 | 3 203 | - 8,9 | 4 862 | 5 110 | - 4,9 |
| Europa Nord | 2 475 | 1 916 | + 29,2 | 4 151 | 3 198 | + 29,8 |
| davon First Choice Holidays | (833) | 0 | – | (1 304) | 0 | – |
| Europa West | 1 542 | 1 227 | + 25,7 | 2 534 | 2 040 | + 24,2 |
| davon First Choice Holidays | (304) | 0 | – | (426) | 0 | – |
| Gesamt | 6 935 | 6 346 | + 9,3 | 11 547 | 10 348 | + 11,6 |
Europa Mitte
Im Bereich Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz sowie die Fluggesellschaft TUIfly.com) nahm die Anzahl der Gäste im zweiten Quartal 2008 um 8,9 % und im ersten Halbjahr 2008 um 4,9 % ab. Dieser Rückgang war wesentlich auf ein vermindertes Angebot an Flugeinzelplätzen nach der im zweiten Quartal 2008 vorgenommenen Verkleinerung der TUIfly Flotte um acht Maschinen zurückzuführen. Die deutschen Veranstalter verzeichneten im zweiten Quartal eine weiterhin gute Nachfrage nach werthaltigen Katalogprodukten, die sich bei verringerten Kapazitäten in verbesserten durchschnittlichen Margen und einer gestiegenen Flugauslastung niederschlug. Im Flugeinzelplatzgeschäft der Fluglinie TUIfly standen der gestiegenen Auslastung auf Grund der geringeren Flugkapazität im zweiten Quartal Belastungen aus höheren Kerosinkosten gegenüber, die in dem aktuellen Wettbewerbsumfeld nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. TUI Suisse profitierte in einem
weiterhin positiven Marktumfeld von dem für den Schweizer Markt sehr attraktiven Preisbild ihrer Reiseangebote. In Österreich konnte TUI Austria in einem stabilen Gesamtmarkt ein geringeres Gästevolumen durch höhere Margen kompensieren.
Europa Nord
Im Bereich Europa Nord (Großbritannien, Irland, Kanada, Nordische Länder sowie die Fluggesellschaften First Choice Airways, Thomsonfly, TUIfly Nordic) nahm die Anzahl der Gäste konsolidierungsbedingt im zweiten Quartal 2008 um 29,2 % und im ersten Halbjahr um 29,8 % zu. Bereinigt um die erstmalige Einbeziehung von First Choice sank die Gästezahl um 14,2 % im zweiten Quartal und um 10,9 % im ersten Halbjahr 2008. Der Rückgang war wesentlich auf das deutlich verringerte Angebot an Städteverbindungen im Einzelplatzgeschäft der Fluglinie Thomsonfly zurückzuführen. Seit dem 1. Mai 2008 operieren die englischen Fluggesellschaften Thomsonfly und First Choice Airways unter einer gemeinsamen Fluglizenz (Airline Operating Certificate). Hierdurch konnten Überschneidungen beim Flugprogramm vermieden und trotz verringerter Kapazitäten ein stabiles Flugprogramm angeboten werden. Durch die Aufgabe nicht rentabler Städteverbindungen wurde das Flugangebot stärker am touristischen Bedarf ausgerichtet. Der hierdurch verminderte Anteil preisreduzierter Angebote am Umsatz und die gestiegene Flugauslastung führten zu einer gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich verbesserten Margenqualität. TUI Nordic profitierte bei einem weiterhin positiven Marktumfeld insbesondere von seinem erfolgreichen exklusiven Hotelprogramm. Dagegen litten die Aktivitäten in Kanada auch im zweiten Quartal unter dem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt. Während den Aktivitäten in Kanada in den dort reisestarken Wintermonaten auch durch die Flugzeugbeschäftigung aus anderen Quellmärkten eine strategische Bedeutung zukommt, hat das Sommergeschäft im kanadischen Reisemarkt traditionell eine nur geringe Bedeutung.
Die Integration der Aktivitäten im englischen Markt verlief weiterhin planmäßig, entsprechend konnten die erwarteten Synergiepotenziale realisiert werden.
Europa West
Der Bereich Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien sowie die Fluggesellschaften Corsairfly, Arkefly und Jetairfly) verzeichnete 2008 einen konsolidierungsbedingten Anstieg der Gästezahlen im zweiten Quartal um 25,7 % bzw. um 24,2 % im ersten Halbjahr. Ohne die Einbeziehung der Gäste des französischen Veranstalters Marmara ergab sich im zweiten Quartal eine leichte Steigerung um 0,9 % bzw. im ersten Halbjahr 2008 um 3,3 %. Der französische Reisemarkt war im zweiten Quartal durch eine stabile Entwicklung gekennzeichnet. Die französischen TUI Veranstalter entwickelten sich im zweiten Quartal durch die vorgenommene Straffung ihrer Produktpalette positiv. Daneben wurden Effekte aus rückläufigen Gästezahlen für einzelne Destinationen wie Marokko und Kenia durch eine gestiegene Nachfrage nach Flugeinzelplätzen bei Corsair und durch erzielte Kosteneinsparungen ausgeglichen. Die Veranstalter in Belgien und den Niederlanden verzeichneten im zweiten Quartal eine gute Nachfrage nach Reisen.
Specialist Holidays
Der Bereich Specialist Holidays, in dem verschiedene Spezialreiseveranstalter für die Unterbereiche Länderspezialisten, Premiumreisen und Lifestages geführt werden, erreichte mit 370 Tsd. Gästen im zweiten Quartal 2008 bzw. 544 Tsd. Gästen im ersten Halbjahr eine leichte Steigerung gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Länderspezialisten in Kontinentaleuropa verzeichneten einen positiven Geschäftsverlauf. Das Premiumsegment in Großbritannien entwickelte sich im zweiten Quartal weiter positiv, insbesondere Fernreisen konnten hier zulegen. Im Unterbereich Lifestages wirkte sich die schwächere wirtschaftliche Lage in den USA im zweiten Quartal negativ auf die Nachfrage nach organisierten Studentenreisen aus.
Activity
Im Bereich Activity, der Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Yacht-, Abenteuer- und Erlebnisurlaub umfasst, entwickelte sich das Geschäft im zweiten Quartal weiter positiv. Neben der guten operativen Entwicklung trugen positive Ergebnisbeiträge aus im Geschäftsjahr 2007 getätigten Akquisitionen in den Feldern Abenteuer- und Erlebnisurlaub zu dem guten Abschneiden bei.
Online Destination Services
Im Bereich Online Destination Services sind Online-Services und klassische Zielgebietsleistungen gebündelt. Die Online Services konnten an die gute Entwicklung des Vorjahresquartals anknüpfen. Das Ergebnis der Zielgebietsagenturen fiel auf Grund geringerer Gästezahlen für die Destination Marokko und eines schwächeren Ausflugsgeschäftes in Spanien etwas geringer aus als im Vorjahresquartal.
