Die TUI AG hat den Verkauf der Hapag-Lloyd AG an die „Albert Ballin“ Holding GmbH & Co. KG im ersten Quartal 2009 abgeschlossen. Die Reederei wurde zu einem Unternehmenswert von 4,45 Mrd. € veräußert. Im Gegenzug beteiligte sich die TUI AG an der Erwerbergesellschaft mit 43,33 %. Aus der Verkaufstransaktion wurde ein Buchgewinn von rund 1 Mrd. € im Konzern realisiert.
Mit dem Eigentumsübergang floss der TUI AG Liquidität in Höhe von 1,6 Mrd. € zu. Um die finanzielle Stabilität der Hapag-Lloyd Gruppe auch nach der Eigentumsübertragung zu gewährleisten, stellt die TUI AG für einen begrenzten Zeitraum und zu marktüblichen Konditionen einen zusätzlichen Liquiditätsrahmen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,1 Mrd. € zur Verfügung. TUI erwartet, dass dieser Rahmen weitgehend in Anspruch genommen wird.
Die TUI Travel PLC und die Air Berlin PLC haben im ersten Quartal 2009 für ihr deutsches Fluggeschäft eine langfristig ausgerichtete strategische Partnerschaft vereinbart. Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist, dass das bisherige City-Geschäft der TUIfly zum Winterflugplan 2009/10 in die kommerzielle Verantwortung von Air Berlin übergeht. Von den insgesamt 38 Flugzeugen, die TUIfly ab 2010 beschäftigen will, werden 17 Maschinen inklusive der Besatzungen über einen langfristigen Leasingvertrag an Air Berlin verchartert. 21 Flugzeuge fliegen weiterhin unter der Marke TUIfly und werden für den Bedarf der TUI Deutschland eingesetzt.
In diesem Zusammenhang ist auch eine Überkreuzbeteiligung geplant, bei der sich die TUI Travel PLC über eine Tochtergesellschaft mit 19,9 % an der Air Berlin PLC beteiligt und umgekehrt die Air Berlin PLC mit 19,9 % an der Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH (TUIfly). Sofern die Kartellbehörden dem Vorhaben zustimmen, soll es mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2009 umgesetzt werden.