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Investor Relations > Finanzberichte > 1. Quartal 2009 > Sparten > Touristik > TUI Travel
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TUI Travel

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Kennzahlen TUI Travel

Mio € Q1 2009 Q1 2008 Veränd. %
Umsatz 2 914,4 3 465,7 - 15,9
Sparten EBITA - 363,8 - 325,1 - 11,9
   Abgangsergebnisse – –  
   Restrukturierung + 27,5 + 27,1  
   Kaufpreisallokation + 10,5 + 42,6  
   Einzelsachverhalte + 37,1 + 15,7  
Bereinigtes Sparten-EBITA - 288,7 - 239,7 - 20,4
       
Investitionen 54,7 64,5 - 15,2
Mitarbeiter (31.3.) 48 667 47 919 + 1,6
       

Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der TUI Travel nahm im ersten Quartal 2009 um 16 % gegenüber dem Vorjahresquartal ab. Ursächlich für den Umsatzrückgang waren die vor allem im Volumengeschäft erfolgten Kapazitätskürzungen sowie der im Vorjahresvergleich schwächere Wechselkurs des britischen Pfund im Vergleich zum Euro. Daneben führte auch der in 2009 erst in das zweite Quartal fallende Ostertermin zu geringeren Umsätzen von TUI Travel.

Das operative Ergebnis von TUI Travel fiel im ersten Quartal saisonbedingt negativ aus. Der Fehlbetrag lag mit - 289 Mio. € um 49 Mio. € über dem entsprechenden Vorjahreswert. Dieser Rückgang war neben dem fehlenden Ostergeschäft vor allem auf externe Reisebeeinträchtigungen für einige Ferndestinationen zurückzuführen, die insbesondere die Quellmärkte Frankreich und Nordische Länder belasteten: Die im ersten Quartal 2009 durch politische Unruhen geprägten französischen Antillen und Madagaskar sind wichtige Winterziele für den französischen Reisemarkt. Für das Langstreckengeschäft der nordischen Veranstalter hat auch Thailand, das ebenfalls von zivilen Unruhen betroffen war, als Fernziel eine hohe Bedeutung.

In allen Volumenmärkten nahm wie erwartet im ersten Quartal die Nachfrage nach Urlaubsreisen konjunkturbedingt ab. Durch ein aktives Kapazitätsmanagement konnten jedoch die erzielte Preisqualität sowie die Auslastung der fest eingekauften Kapazitäten trotz rückläufiger Buchungen auf hohem Niveau gehalten werden.

Im ersten Quartal 2009 waren bei TUI Travel Sondereffekte in Höhe von insgesamt 75 Mio. € zu bereinigen. Im Ergebnis des ersten Quartals waren im Wesentlichen folgende Sachverhalte zu bereinigen:

  • Restrukturierungskosten in Höhe von 28 Mio. €, insbesondere aus der Aufgabe von vier gepachteten Hotelanlagen in der Türkei und Griechenland sowie dem Umbau der Veranstalteraktivitäten in Frankreich;
  • Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 11 Mio. € und
  • Einzelsachverhalte in Höhe von 37 Mio. €, insbesondere Integrationskosten für die Veranstalter- und Zielgebietsaktivitäten in Großbritannien bzw. Spanien.

Das berichtete Ergebnis von TUI Travel nahm dementsprechend um 12 % auf - 364 Mio. € ab.

Mainstream
Mainstream, der größte Bereich innerhalb der TUI Travel, umfasst den Verkauf von Flug- und Unterkunfts- sowie sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Quellmärkten Europa Mitte, Europa Nord und Europa West.

Gästezahlen TUI Travel Mainstream

Tsd Q1 2009 Q1 2008 Veränd. %
Europa Mitte 1 533 1 955 - 21,6
Europa Nord 1 187 1 395 - 14,9
Europa West 765 1 002 - 23,7
Gesamt 3 485 4 352 - 19,9
       

Europa Mitte
Im Bereich Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen sowie die Flug­gesellschaft TUIfly) nahm die Anzahl der Gäste im ersten Quartal auf Grund des späten Ostertermins in 2009 sowie der geringeren Kapazität der Fluglinie TUIfly gegenüber dem Vorjahresquartal um 22 % ab. Das fehlende Ostergeschäft führte ­insbesondere bei TUI Deutschland zu einem geringeren Ergebnisbeitrag im ersten Quartal, obwohl sich die Preisqualität der verkauften Reisen durch einen geringeren Anteil preisreduzierter Angebote gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbesserte. Bei TUI Suisse führte der anziehende Wettbewerb im Schweizer Reisemarkt im ersten Quartal zu geringeren Margen. In Österreich profitierte TUI Austria bei einem rückläufigen Gästevolumen von Synergien aus dem Zusammengehen der TUI und First Choice-Aktivitäten sowie reduzierten Hotelkontingenten. TUI Poland verzeichnete nach dem deutlichen Wachstum im Vorjahr im ersten Quartal 2009 eine geringere Nachfrage, die insbesondere auf den schwächeren Kurs des polnischen Zloty gegenüber dem Euro zurückzuführen war.

Europa Nord
Im Bereich Europa Nord (Großbritannien, Irland, Kanada, Nordische Länder sowie die Fluggesellschaften First Choice Airways, Thomsonfly und TUIfly Nordic) nahm die Anzahl der Gäste im ersten Quartal 2009 mit 15 % in einem vergleichbaren Umfang ab wie die Kapazitäten. In Großbritannien führte ein starkes Kurzfristgeschäft zum Ende des ersten Quartals zu verbesserten Margen und einer über dem Vorjahreszeitraum liegenden Flugauslastung. Das Geschäft der nordischen TUI Veranstalter wurde dagegen durch das eingetrübte Konsumklima in Schweden und Dänemark und die Unruhen in dem beliebten Winterziel Thailand belastet. Weiterhin nicht zufrieden stellend verlief das Geschäft in dem durch Überkapazitäten geprägten kanadischen Reisemarkt. Hier gelang es den TUI Veranstaltern in der für den kanadischen Markt entscheidenden Wintersaison nicht, die gestiegenen Einstandspreise, insbesondere für Kerosin, an ihre Kunden weiterzugeben.

Die Integration der Aktivitäten im englischen Markt verlief im ersten Quartal weiterhin planmäßig, entsprechend konnten die erwarteten Synergien realisiert werden.

Europa West
Der Bereich Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien sowie die Fluggesellschaften Corsairfly, Arkefly und Jetairfly) verzeichnete im ersten Quartal 2009 einen Rückgang der Gäste um 24 %. Die Nachfrage in Frankreich war von den Auswirkungen ziviler Unruhen in den für den französischen Reisemarkt wichtigen Winterzielen Guadeloupe, Martinique und Madagaskar betroffen, die zu einer mehrwöchigen Beeinträchtigung des Reisebetriebs in diese Zielgebiete und Zusatzkosten für die Rückholung bereits gereister Gäste führten. In den Niederlanden konnte TUI Nederland besser abschneiden als im Vorjahresquartal, das von erhöhten Wartungskosten geprägt war. TUI Belgium zeigte weiterhin eine gute Entwicklung und konnte durch eine starke Nachfrage in den ersten beiden Monaten des Jahres trotz des im Vergleich zum Vorjahr späteren Ostertermins zulegen.

Specialist & Emerging Markets
Der Bereich Specialist & Emerging Markets, in dem Spezialveranstalter in Europa, Nordamerika und Wachstumsmärkten, wie beispielsweise Russland, geführt werden, berichtete mit 173 Tsd. Gästen im ersten Quartal 2009 eine um 16 % unter dem Vorjahr liegende Gästezahl. Die Länderspezialisten in Kontinentaleuropa verzeich­neten einen positiven Geschäftsverlauf. Das Premiumsegment in Großbritannien entwickelte sich im ersten Quartal weiter positiv. Als Folge der Integration der ehemaligen TUI Einheiten und First Choice konnten hier insbesondere die Fernreisen zulegen. Dagegen wurde das Ge­­schäft der TUI Travel in Nordamerika im ersten Quartal weiter durch die schwächere wirtschaftliche Lage in den USA belastet.

Activity
Im Bereich Activity, der Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Marine-, Adventure sowie Ski, Student & Sport umfasst, entwickelte sich das Geschäft im ersten Quartal leicht rückläufig. Insbesondere das nordamerikanische Yachtchartergeschäft verzeichnete einen Rückgang der Nachfrage. Auch im Skigeschäft wurde mit einer Rücknahme des Angebots auf eine schwächere Nachfrage reagiert, was in der Wintersaison zu steigenden durchschnittlichen Reisepreisen führte.

Online Destination Services ODS
Im Bereich Online Destination Services sind Online-Services und klassische Zielgebietsleistungen gebündelt. Die Online Services konnten an die gute Entwicklung des Vorjahresquartals anknüpfen. Das Ergebnis der Zielgebietsagenturen fiel auf Grund geringerer Gästezahlen und eines schwächeren Ausflugsgeschäfts in Spanien etwas geringer aus als im Vorjahresquartal.

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