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Investor Relations > Finanzberichte > 1. Quartal 2009 > Zwischenabschluss > Grundlagen und Methoden
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Grundlagen und Methoden

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Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2009 wird in Übereinstimmung mit dem IAS 34: „Zwischenberichterstattung“ in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht. Vom Prinzip der historischen Anschaffungs­kosten wurde nur bei der Bewertung von Finanzinstrumenten abgewichen.

Der Zwischenabschluss zum 31. März 2009 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 zugrunde lagen.

Darüber hinaus waren beginnend mit dem Geschäftsjahr 2009 folgende durch das IASB überarbeitete bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden:

  • IFRS 8: „Geschäftssegmente“
  • Änderungen des IAS 1: „Darstellung des Abschlusses“
  • Änderungen des IAS 23: „Fremdkapitalkosten“ bezüglich der Aufhebung des Wahlrechts zur Aktivierung von Fremdkapitalkosten
  • IFRIC 13: „Kundenbindungsprogramme“
  • Änderungen des IFRS 2: “Aktienbasierte Vergütungen“ bezüglich der Definition von Ausübungsbedingungen und Behandlung von Annullierungen
  • Änderungen des IAS 32: „Finanzinstrumente: Darstellung“ und Folgeänderung des IAS 1: „Darstellung des Abschlusses“ bezüglich kündbarer Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehender Verpflichtungen
  • Änderungen des IFRS 1: „Erstmalige Anwendung der IFRS“ und des IAS 27: „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ hinsichtlich der Bestimmung von Anschaffungskosten einer Beteiligung, eines Gemeinschaftsunternehmens oder eines assoziierten Unternehmens
  • Jährliches Verbesserungsprojekt

IFRS 8 ersetzt die bisherigen Vorschriften des IAS 14 zur Segmentberichterstattung. Die wesentliche Änderung beinhaltet, dass der Aufbau der Segmentberichterstattung der von den Entscheidungsträgern intern verwendeten Berichtsstruktur folgt (Management Approach). Zusätzlich werden ausschließlich zum Abschluss eines Geschäftsjahres Angaben zu geographischen Bereichen und wesentlichen Kunden gefordert.

Ebenfalls im vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt wurden die Änderungen des IAS 1 betreffend der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für IFRS Abschlüsse. Dementsprechend wird nun eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt und die Eigenkapitalveränderungsrechnung als separater Bestandteil des Abschlusses gezeigt. Die Gesamtergebnisrechnung umfasst den Konzerngewinn und -verlust und die sonstigen Ergebnisse, die den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen entsprechen. Zusätzlich zu der bisherigen Darstellung werden in der Bilanz im Falle von retrospektiven Anpassungen als weitere Spalte auch die Eröffnungswerte der Vorperiode gezeigt.

Die Änderungen des IAS 23 zur nun verpflichtenden Aktivierung von Fremdkapitalkosten haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da im TUI Konzern bereits das bisherige Wahlrecht zur Aktivierung der Fremdkapital­kosten ausgeübt wurde.

Die Bilanzierung von Bonusprogrammen für Kunden (z.B. Flugmeilen) wurde den Anforderungen des IFRIC 13 angepasst. Prämiengutschriften wird daher nun ein Zeitwert beigemessen und dieser bis zur Einlösung der Gutschrift von den Umsatz­erlösen abgegrenzt. Die Anwendung dieser Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage des TUI Konzerns. Im Folgenden sind die Auswirkungen auf die Posten der Konzernbilanz dargestellt:

Auswirkungen des IFRIC 13 auf die Konzernbilanz

Mio € 31.3.2009 31.12.2008 1.1.2008
Aktive latente Steuern + 0,4 + 0,4 + 0,4
Eigenkapital - 0,9 - 0,8 - 0,8
Rückstellungen - 4,0 - 4,0 - 3,2
Sonstige Verbindlichkeiten (inkl. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten) + 5,3 + 5,2 + 4,4
       

Aus der verpflichtenden Anwendung aller weiteren angeführten Änderungen bzw. Verbesserungen von Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des TUI Konzerns.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die TUI AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- oder Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass der Konzern aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zieht.

In den Zwischenabschluss zum 31. März 2009 wurden neben der TUI AG insgesamt 43 inländische und 672 ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Seit dem 1. Januar 2009 wurde eine neu gegründete touristische Gesellschaft in den Konsolidierungskreis aufgenommen und zwei touristische Gesellschaften haben auf Grund von Fusion bzw. Geschäftsreduktion den Konsolidierungskreis verlassen. Auf Grund des im ersten Quartal 2009 abgeschlossenen Verkaufs der Containerschifffahrt sind im Vergleich zum Jahresende 2008 insgesamt 47 Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Akquisitionen – Desinvestitionen
Im vorliegenden Abschluss wurden die Kaufpreisallokationen der im ersten Quartal 2008 erworbenen Active Safary-Gruppe, der Destination Florida-Gruppe, der Gullivers-Gruppe und der Your Sporting Challenge Ltd. entsprechend den Vorschriften des IFRS 3 innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Monate abgeschlossen. Aus diesen abgeschlossenen Kaufpreisallokationen entstanden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Am 23. März 2009 veräußerte die TUI AG die gesamte Containerschifffahrt. Sämtliche Aktien der Hapag-Lloyd AG wurden an die „Albert Ballin“ Holding GmbH & Co. KG, eine mittelbare Tochtergesellschaft des Konsortiums „Albert Ballin“ GmbH & Co. KG, verkauft. Die Containerschifffahrt erwirtschaftete bis Ende März des laufenden Geschäftsjahres bei Umsatzerlösen von 1 118,9 Mio. € ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von - 197,9 Mio. €. Die Veräußerung der insgesamt 47 Tochtergesellschaften erfolgte zu einem Unternehmenswert (ohne Immobilien) von 4,3 Mrd. €. Nach Abzug der Veräußerungs­kosten resultierte aus dem Verkauf in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009 insgesamt ein positives Ergebnis nach Ertragsteuern von 989,5 Mio. €.

Entkonsolidierungsbilanz der Containerschifffahrt

Mio € März 2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 3 494,9 3 262,6
Kurzfristige Vermögenswerte 1 186,3 699,4
Vermögenswerte 4 681,2 3 962,0
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1 669,6 1 233,6
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1 401,3 1 241,3
Schulden 3 070,9 2 474,9
Eigenkapital 1 610,3 1 487,1
   Anteil der Aktionäre der TUI AG am Eigenkapital 1 609,9 1 486,8
   Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital 0,4 0,3
     

Die zum 31. Dezember 2008 ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden der Containterschifffahrt wurden in der Vorjahresbilanz jeweils in separaten Bilanz­posten dargestellt.

Die TUI AG erwarb mittelbar eine unternehmerische Beteiligung in Höhe von 43,33 % an der „Albert Ballin“ Joint Venture GmbH & Co KG, die alleinige Gesellschafterin der „Albert Ballin“ Holding GmbH & Co KG ist.

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