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Investor Relations > Finanzberichte > 2. Quartal 2009 > Ausblick
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Ausblick

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Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin in einer Rezession. Für das Jahr 2009 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook, Juli 2009) einen Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %. Dabei hat sich der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität im zweiten Quartal 2009 verlangsamt. Weltweit haben sich außerdem wichtige Indikatoren stabilisiert, so dass eine Bodenbildung im zweiten Halbjahr 2009 möglich erscheint. Kernprobleme für eine Erholung der Weltwirtschaft bleiben die nach wie vor noch bestehende Verunsicherung an den Finanzmärkten und der anhaltende Rückgang vieler Vermögenswerte, insbesondere bei Immobilien. Dies belastet weltweit die Finanzierungsbedingungen für die Realwirtschaft und dämpft die Investitionstätigkeit. Auch die Schwäche des internationalen Handels, für den der IWF in 2009 einen Rückgang von rund 12 % erwartet, trägt zur Krise bei und trifft vor allem exportorientierte Länder wie Deutschland und Japan sowie Staaten aus Mittel- und Osteuropa und kleinere asiatische Schwellenländer. Insgesamt wird damit gerechnet, dass sich die Weltkonjunktur nur allmählich erholen wird. In den Industrieländern wird eine spürbare Zunahme der Produktion erst gegen Ende dieses Jahres erwartet, wobei für die Eurozone eine langsamere Erholung als für die USA und Japan prognostiziert wird. Der private Konsum wird angesichts der sinkenden Beschäftigung und der wieder anziehenden Energiepreise vorerst kaum expandieren. Insbesondere die Belastungen auf dem Arbeitsmarkt dürften in den kommenden Monaten weiter zunehmen. Die Unternehmensinvestitionen dürften angesichts der extrem niedrigen Kapazitätsauslastung und schwierigen Finanzierungsbedingungen vorerst weiter deutlich eingeschränkt bleiben. Verbessert haben sich die Aussichten für einen baldigen Produktionsanstieg dadurch, dass die Lagerhaltung in den vergangenen Quartalen deutlich reduziert worden ist. Ein Umschwung bei den Lagerdispositionen könnte kurzfristig die Produktion merklich beleben und damit für eine deutlichere konjunkturelle Erholung sorgen. Auf der anderen Seite bestehen aber nach wie vor gravierende Abwärtsrisiken, die vor allem aus der Entwicklung an den Finanzmärkten resultieren.

Im Hinblick auf die von der Hauptversammlung der TUI AG am 13. Mai 2009 beschlossene Umstellung des Geschäftsjahres und die damit verbundene Bildung eines Rumpfgeschäftsjahres in 2009 beziehen sich die nachfolgenden Aussagen auf die voraussichtliche Umsatz- und operative Ergebnisentwicklung (bereinigtes Sparten-EBITA) des TUI Konzerns für den Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 30. September 2009.

Touristik
Nach Schätzungen der UNWTO (World Tourism Barometer, Juni 2009) sind die weltweiten Ankünfte in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 um 8 % zurückgegangen. Damit hat sich der negative Trend aus der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres in 2009 fortgesetzt. Für das Gesamtjahr 2009 hat die UNWTO ihre Einschätzung nach unten revidiert und erwartet nunmehr einen um 4 bis 6 % rückläufigen touristischen Markt. Risiken für die Touristik bestehen nach Einschätzung der UNWTO neben der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in den weiteren Auswirkungen der „Schweinegrippe“.

Im ersten Halbjahr 2009 hat das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld im Volumengeschäft von TUI Travel zu den erwarteten schwächeren Buchungseingängen geführt. Für die Sommersaison liegen die gebuchten Umsätze um 10 % und die Gästezahlen um 11 % unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig hat TUI Travel die Kapazitäten für die Sommersaison 2009 um 15 % verringert. Dieses aktive Kapazitäts­management hat sich im bisherigen Jahresverlauf bewährt. Für die anstehende Sommersaison geht TUI Travel daher davon aus, die geplanten Preis- und Auslastungsziele in einem insgesamt rückläufigen Markt erreichen zu können. Den im ersten Halbjahr 2009 verbuchten Ergebnisbelastungen durch externe Reisebeeinträchtigungen in einzelnen Zielgebieten stehen im weiteren Jahresverlauf Kosteneinsparungen und realisierte Synergien aus der Integration der touristischen Aktivitäten gegenüber. In der Endstufe werden sich diese auf 200 Mio. Britische Pfund belaufen. TUI Travel geht davon aus, trotz des Ergebnisrückstands zum ersten Halbjahr, im Rumpfgeschäftsjahr ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums zu erreichen, wozu insbesondere ein verbessertes Kurzfristgeschäft und die Kosteneinsparungen auf Grund der Integrationsmaßnahmen des Vorjahres beitragen.

TUI Hotels & Resorts erwartet für das laufende Rumpfgeschäftsjahr eine leicht rückläufige Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Die abnehmenden Gästezahlen aus den großen Quellmärkten werden zu schwächeren Auslastungen der Hotels in Spanien und Portugal führen. Zudem werden die Auslastungen in Mexiko auf Grund der „Schweinegrippe“ noch eine Zeit lang hinter dem gewohnten Niveau zurückbleiben.

Die Kreuzschifffahrtaktivitäten werden insbesondere auf Grund der Anlaufkosten für TUI Cruises das Vorjahresergebnis nicht erreichen.

Ausgehend von den derzeitigen Ergebniseinschätzungen für TUI Travel, TUI Hotels & Resorts und Kreuzfahrten erwartet der TUI Konzern im Kerngeschäft Touristik ein leicht unter dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis. Dabei hängt die Ergebnisentwicklung maßgeblich vom weiteren Verlauf des Kurzfristgeschäfts für die Sommer­monate Juli bis September 2009 ab.

Fortzuführende Geschäftsbereiche
Insgesamt erwartet der Vorstand für die fortzuführenden Geschäftsbereiche (Tou­ristik und Zentralbereich) des TUI Konzerns einen Rückgang des Umsatzes im Rumpfgeschäftsjahr 2009, der auf geringeres Geschäftsvolumen in der Touristik sowie auf den weiterhin schwachen Kurs des Britischen Pfund zurückzuführen ist.

Bei einem insgesamt leicht unter dem Vorjahr erwarteten Ergebnis der Touristik wird das bereinigte Ergebnis der fortzuführenden Geschäftsbereiche des TUI Konzerns auf Grund im Vorjahr enthaltener Erträge des Zentralbereichs aus der Auflösung nicht mehr benötigter Vorsorgen für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums erwartet.

Konzernergebnis
Das ausgewiesene Konzernergebnis wird im Rumpfgeschäftsjahr 2009 wesentlich von dem realisierten Abgangsergebnis aus der Containerschifffahrt nach Abzug von Belastungen aus Zinseffekten auf die der „Albert Ballin“/Hapag-Lloyd Gruppe gewährten Darlehen beeinflusst. Unter Einbeziehung der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Integrationsaufwendungen in der Touristik und einer Belastung aus den negativen Equity-Ergebnisbeiträgen der Containerschifffahrt wird ein positives Konzernergebnis erwartet.

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