Kennzahlen TUI Travel
| Mio € | Q2 2009 | Q2 2008 angepasst | Veränd. % | H1 2009 angepasst | H1 2008 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 4 007,9 | 4 575,5 | - 12,4 | 6 922,3 | 8 041,2 | - 13,9 |
| Sparten-EBITA | 55,2 | - 159,7 | n. a. | - 309,1 | - 484,8 | + 36,2 |
| Abgangsergebnisse | – | – | – | – | ||
| Restrukturierung | + 7,4 | + 190,6 | + 34,9 | + 217,7 | ||
| Kaufpreisallokation | + 11,1 | + 13,9 | + 21,6 | + 56,5 | ||
| Einzelsachverhalte | + 24,3 | + 27,6 | + 61,4 | + 43,3 | ||
| Bereinigtes Sparten-EBITA | 98,0 | 72,4 | + 35,4 | - 191,2 | - 167,3 | - 14,3 |
| Investitionen | 62,4 | 85,9 | - 27,4 | 117,1 | 150,4 | - 22,1 |
| Mitarbeiter (30.6.) | – | – | – | 50 391 | 51 230 | - 1,6 |
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Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der TUI Travel nahm im zweiten Quartal 2009 um 12 % gegenüber dem Vorjahresquartal ab. Ursächlich für den Umsatzrückgang waren vor allem rückläufige Gästezahlen im Volumengeschäft, denen mit den erfolgten Kapazitätskürzungen entgegen gewirkt wurde, sowie der im Vorjahresvergleich schwächere Wechselkurs des Britischen Pfund im Vergleich zum Euro. Kumuliert für das erste Halbjahr lag der Umsatz mit 6,9 Mrd. € um 14 % unter dem Vorjahresniveau.
Das operative Ergebnis von TUI Travel verbesserte sich im zweiten Quartal um 26 Mio. € gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus der Verlagerung des Ostergeschäfts in das zweite Quartal. Kumuliert für das erste Halbjahr war eine Verschlechterung des Ergebnisses um 24 Mio. € auf - 191 Mio. € zu verzeichnen.
Auch im zweiten Quartal war wie erwartet in allen Volumenmärkten die Nachfrage nach Urlaubsreisen von den konjunkturellen Rahmenbedingungen belastet. Trotz rückläufiger Buchungen konnten durch ein aktives Kapazitätsmanagement die Preisqualität sowie die Auslastung der fest eingekauften Kapazitäten auf hohem Niveau gehalten werden.
Im zweiten Quartal 2009 waren bei TUI Travel die folgenden Sondereffekte in Höhe von insgesamt 43 Mio. € zu bereinigen:
- Restrukturierungskosten in Höhe von 7 Mio. €, insbesondere aus der Reorganisation der Veranstalteraktivitäten in Frankreich
- Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 11 Mio. € und
- Einzelsachverhalte in Höhe von 24 Mio. €, insbesondere Integrationskosten für die Veranstalter- und Zielgebietsaktivitäten.
Das berichtete Ergebnis von TUI Travel nahm im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 215 Mio. € auf 55 Mio. € zu, was wesentlich auf die im Vorjahr enthaltenen Belastungen aus der strategischen Neuausrichtung des Flugbetriebs von TUI Travel zurückzuführen ist. Kumuliert für das erste Halbjahr 2009 betrug der Anstieg 176 Mio. €.
Mainstream
Mainstream, der größte Bereich innerhalb der TUI Travel, umfasst den Verkauf von Flug- und Unterkunfts- sowie sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Quellmärkten Europa Mitte, Region Nord und Europa West.
Gästezahlen Mainstream
Tsd | Q2 2009 | Q2 2008 angepasst | Veränd. % | H1 2009 | H1 2008 angepasst | Veränd. % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Europa Mitte | 2 650 | 2 957 | - 10,4 | 4 183 | 4 912 | - 14,8 |
| Region Nord | 1 908 | 2 387 | - 20,1 | 3 095 | 3 782 | - 18,2 |
| Europa West | 1 407 | 1 577 | - 10,8 | 2 172 | 2 579 | - 15,8 |
| Gesamt | 5 965 | 6 921 | - 13,8 | 9 450 | 11 273 | - 16,2 |
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Europa Mitte
Im Bereich Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen mit der Fluggesellschaft TUIfly) nahm die Anzahl der Gäste im zweiten Quartal bei einer geringeren Kapazität der Fluglinie TUIfly gegenüber dem Vorjahresquartal um 10 % ab. Neben höheren Deckungsbeiträgen infolge einer Verringerung preisreduzierter Angebote wirkte sich das in das zweite Quartal fallende Ostergeschäft positiv aus. Bei TUI Suisse führte der verstärkte Wettbewerb im Schweizer Reisemarkt auch im zweiten Quartal zu geringeren Margen. In Österreich profitierte TUI Austria bei einem rückläufigen Gästevolumen von Synergien aus der Zusammenlegung der TUI Aktivitäten mit First Choice. TUI Poland verzeichnete nach dem deutlichen Wachstum im Vorjahr im zweiten Quartal 2009 eine geringere Nachfrage, die insbesondere auf den schwächeren Kurs des polnischen Zloty gegenüber dem Euro zurückzuführen war.
Region Nord
Im Bereich Region Nord (Großbritannien, Irland, Kanada, Nordische Länder mit den Fluggesellschaften First Choice Airways, Thomsonfly und TUIfly Nordic) nahm die Anzahl der Gäste im zweiten Quartal 2009 mit 20 % in einem vergleichbaren Umfang wie die Kapazitäten ab. In Großbritannien führte ein starkes Kurzfristgeschäft zu verbesserten Margen und einer über dem Vorjahreszeitraum liegenden Flugauslastung. Das Geschäft der nordischen TUI Veranstalter dagegen wurde weiterhin durch das eingetrübte Konsumklima in Schweden und Dänemark belastet. Gegenüber der Wintersaison ist jedoch für den Sommer 2009 eine deutliche Verbesserung der Buchungssituation festzustellen. Weiterhin nicht zufrieden stellend verlief das Geschäft in dem durch Überkapazitäten geprägten kanadischen Reisemarkt.
Die Integration der Aktivitäten im englischen Markt verlief im zweiten Quartal weiterhin planmäßig, entsprechend konnten die erwarteten Synergien realisiert werden.
Europa West
Im Bereich Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien mit den Fluggesellschaften Corsairfly, Arkefly und Jetairfly) gingen im zweiten Quartal 2009 die Gästezahlen um 11 % zurück. Die TUI Veranstalter in Frankreich registrierten neben einer schwächeren Nachfrage auf Grund des wirtschaftlichen Umfelds weiterhin auch negative Auswirkungen infolge der politischen Unruhen in Guadeloupe und Madagaskar. Auch die TUI Veranstalter in den Niederlanden berichteten über Volumenrückgänge. Die TUI Aktivitäten in Belgien profitierten von einer stabilen Nachfrage sowie einer verbesserten Kostenbasis der eigenen Fluglinie und verzeichneten einen positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal.
Specialist & Emerging Markets
Der Bereich Specialist & Emerging Markets, in dem Spezialveranstalter in Europa, Nordamerika und Wachstumsmärkte, wie beispielsweise Russland, geführt werden, verzeichnete im zweiten Quartal 2009 mit 293 Tsd. Gästen eine um 11 % unter dem Vorjahr liegende Gästezahl. Die Länderspezialisten in Kontinentaleuropa berichteten über einen positiven Geschäftsverlauf. Das Premium-Segment in Großbritannien entwickelte sich im zweiten Quartal weiter positiv. Als Folge der Integration der ehemaligen TUI Einheiten und First Choice konnten hier insbesondere die Fernreisen zulegen. Bei gegenüber dem Vorjahresniveau reduzierten Kapazitäten wurde das Geschäft der TUI Travel in Nordamerika durch eine geringere Nachfrage nach Expeditionsreisen belastet.
Activity
Im Bereich Activity, der Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Marine, Adventure sowie Ski, Student & Sport umfasst, entwickelte sich das Geschäft im zweiten Quartal deutlich positiv. Das Wachstum resultierte im Wesentlichen aus den Ergebnisbeiträgen der im Vorjahr neuerworbenen Veranstalter. Daneben trugen die vollzogene Integration des Skigeschäfts von TUI und First Choice und Kosteneinsparungen zu der Steigerung bei.
Accommodation and Destination (A&D)
Die ehemals im Bereich „Online Destination Services“ gebündelten Online-Services und Zielgebietsagenturen werden ab dem zweiten Quartal 2009 unter der Bereichsbezeichnung Accommodation and Destination (A&D) geführt. Die Online-Services knüpften an die gute Entwicklung des Vorjahres an. Das Ergebnis der Zielgebietsagenturen fiel auf Grund rückläufiger Gästezahlen und eines schwächeren Ausflugsgeschäfts in Spanien geringer aus als im Vorjahr.