Die Bilanzsumme des Konzerns nahm gegenüber dem Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2009 um 14 % auf 15,4 Mrd. € zu. Die Veränderungen in der Konzernbilanz im Vergleich zum 30. September 2009 sind in erster Linie durch den touristischen Saisonverlauf bedingt.
Vermögens- und Kapitalstruktur
Mio € | 30.6.2010 | 30.9.2009 angepasst | Veränd. % |
| Langfristige Vermögenswerte | 10 188,7 | 9 100,2 | + 12,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5 182,9 | 4 426,2 | + 17,1 |
| Aktiva | 15 371,6 | 13 526,4 | + 13,6 |
| Eigenkapital | 2 190,8 | 2 363,3 | - 7,3 |
| Rückstellungen | 2 389,1 | 2 220,6 | + 7,6 |
| Finanzschulden | 4 579,2 | 3 714,8 | + 23,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 6 212,5 | 5 227,7 | + 18,8 |
| Passiva | 15 371,6 | 13 526,4 | + 13,6 |
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Langfristige Vermögenswerte
Zum 30. Juni 2010 hatten die langfristigen Vermögenswerte einen Anteil von 66 % am Gesamtvermögen, zum 30. September 2009 betrug der Anteil 67 %. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtszeitraum von 9,1 Mrd. € auf 10,2 Mrd. €. Zu der Erhöhung trugen unter anderem gestiegene Geschäfts- oder Firmenwerte bei; deren Anstieg war im Wesentlichen durch die Umrechung von Goodwills in Euro bedingt, die nicht in der Funktionalwährung des TUI Konzerns geführt werden. Die Position Nach der Equity-Position bewertete Unternehmen erhöhte sich insbesondere durch Zugänge, durch Umrechnungseffekte sowie das verbessertes Quartalsergebnis der Containerschifffahrt.
Kurzfristige Vermögenswerte
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 34 % zum 30. Juni 2010 nach 33 % zum 30. September 2009. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen von 4,4 Mrd. € zum 30. September 2009 auf 5,2 Mrd. € zum 30. Juni 2010 zu. Ursächlich für den Anstieg war im Wesentlichen der touristische Saisonverlauf.
Eigenkapital
Zum 30. Juni 2010 betrug das Eigenkapital 2,2 Mrd. €, die Eigenkapitalquote lag mit 14 % unter dem Niveau des Bilanzstichtags am 30. September 2009. Auf die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Detail im Anhang dieses Zwischenberichts eingegangen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, effektive und latente Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken. Sie betrugen zum 30. Juni 2010 insgesamt 2,4 Mrd. € und lagen damit um 8 % über dem Wert des Bilanzstichtags zum 30. September 2009.
Finanzschulden
Die Finanzschulden setzten sich zum 30. Juni 2010 aus langfristigen Finanzschulden in Höhe von 2,9 Mrd. € und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 1,7 Mrd. € zusammen. Zum 30. September 2009 beliefen sich die langfristigen Finanzschulden auf 3,2 Mrd. € und die kurzfristigen Finanzschulden auf 0,5 Mrd. €. Die Veränderungen resultierten unter anderem aus der Umgliederung der im Dezember 2010 bzw. Mai 2011 fällig werdenden Schuldverschreibungen von den langfristigen in die kurzfristigen Finanzschulden sowie aus der Bilanzierung der im Oktober bzw. November 2009 und im April 2010 von der TUI Travel bzw. der TUI AG begebenen Wandelschuldverschreibungen und des Weiteren aus der Bilanzierung der von TUI Travel im zweiten Quartal neu aufgenommenen Bankverbindlichkeiten als langfristige Finanzschulden.
Übrige Verbindlichkeiten
Die übrigen Verbindlichkeiten lagen zum 30. Juni 2010 mit 6,2 Mrd. € um 19 % über dem Wert zum 30. September 2009. Die Zunahme resultierte insbesondere aus Veränderungen im Zusammenhang mit der Saisonalität des touristischen Geschäfts.