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Wie TUI die Klimadebatte versteht

Wie TUI die Klimadebatte versteht

Seit Ende der 80er Jahre hat sich der Klimaschutz als fester Bestandteil internationaler und nationaler Politik etabliert. Die wissenschaftliche und politische Diskussion zu Klimawandel, Treibhauseffekt sowie der Entwicklung einer entsprechenden Klimaschutzpolitik werden auf internationaler Ebene von den Vereinten Nationen begleitet und koordiniert. So beschäftigt sich unter anderem die UN-Organisation für die zivile Luftfahrt ICAO (International Civil Aviation Organisation) mit Fragen zu Luftverkehr und Klimawandel.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fragestellungen zum Thema Klimaveränderung und Globale Erwärmung werden auf UN-Ebene vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) diskutiert, zusammengefaßt und der internationalen Staatengemeinschaft als Grundlage für das politische Handeln zur Verfügung gestellt.

Auf politischer Ebene hat die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der Klimarahmenkonvention und dem daraus folgenden Kyoto-Protokoll Instrumente für den Klimaschutz entwickelt, die zu einer weltweiten Reduzierung der Treibhausgasemissionen genutzt werden können: Emissionshandel, „Clean Development Mechanism“ und „Joint Implementation“. Als Treibhausgase sind im Kyoto-Protokoll sechs Gase, darunter Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und FCKW, definiert.

Damit sind jedoch nicht all jene Emissionen aus dem Flugverkehr abgedeckt, denen klimarelevante Eigenschaften zugesprochen werden, so zum Beispiel Wasserdampf (Kondensstreifen), Stickoxide (bzw. Ozon), Schwefeloxid und Aerosole. Zum Teil besteht hinsichtlich der Klimarelevanz mancher Emissionen noch weitreichender Forschungsbedarf, so daß eine verläßliche Quantifizierung der Klimawirkung noch nicht möglich ist.


Aerosole
In der Luft schwebende Teilchen, die fest (z.B. Ruß) oder flüssig (z.B. Schwefelsäuretröpfchen) sein können. Aerosole haben zwei gegensätzliche Effekte auf das Klima: Zum einen reflektieren Aerosole Sonneneinstrahlung und bewirken so eine Abkühlung der Erdoberfläche. Zum anderen bieten sie sich als Oberfläche an, an der Wasserdampf kondensieren kann und fördern somit die Bildung von Wolken und Kondensstreifen. Diese bewirken eine Erwärmung der Erdoberfläche. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen vor allem Ruß und Sulphat-aerosole. Während Rußpartikel zum Treibhauseffekt beitragen, bewirken Sulphataerosole eine Abkühlung. Der Effekt von Sulphataerosolen ist lokal begrenzt. zurück

Clean Development Mechanism
Einer der Reduktionsmechanismen laut Kyoto-Protokoll. ER sieht vor, daß laut Kyoto zur Emissionsreduktion verpflichtete Staaten (meist Industrienationen) zusätzliche Emissionsrechte erwerben können, indem sie in Entwicklungsländern in Klimaschutztechnologien investieren und so zur globalen Verringerung von Emissionen beitragen. zurück

Emissionshandel
Einer der Reduktionsmechanismen laut Kyoto-Protokoll. Dabei wird eine maximale Emissionsmenge für Treibhausgase festgelegt. Von staatlicher Seite werden Emissionsberechtigungen (Zertifikate) für diese maximale Emissionsmenge an Emittenten weitergegeben, die diese untereinander handeln können. Innerhalb der EU ist der Emissionshandel am 1. Februar 2005 für stationäre Anlagen angelaufen. Rechtliche Grundlage für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in Europa ist die sogenannte Emissionshandels-Richtlinie 2003/87/EG. Auch für den internationalen Flugverkehr wird ein Emissionshandelssystem zur Zeit diskutiert. Die International Civil Aviation Organisation (ICAO) wird bis 2007, neben Vorschlägen zur Emissionsreduktion durch Verbesserung der Infrastruktur und des Flug-Management, Vorschläge für ein international verbindliches Handelssystem erarbeiten. zurück

FCKW
Vollhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die natürlich nicht vorkommen; Sie wurden unter anderem als Kühlmittel in Kühl- und Gefrierschränken und in Klimaanlagen verwendet. FCKW werden als sehr wirksame Treibhausgase eingestuft. Sie gelten ebenfalls als Hauptverursacher des Abbaus der Ozonschicht in der Stratosphäre, der seit 1980 beobachtet wird. zurück

ICAO
Die International Civil Aviation Organisation (ICAO) wurde 1954 als Unterorganisation der Vereinten Nationen für die zivile Luftfahrt gegründet und ist für die Planung des Zivilverkehrs zuständig. Wichtige Aufgaben der ICAO sind die Regelung der internationalen Verkehrsrechte, Standardisierung, Erarbeitung von Empfehlungen und Richtlinien, Sicherheit, Umweltschutz ist und Entwicklung von Infrastruktur. Das Committee on Aviation Environmental Protection (CAEP) erarbeitet als Arbeitsgruppe der ICAO Vorschläge zu umweltbezogenen Problemstellungen, wie zum Beispiel Emissionen aus dem Flugverkehr oder Fluglärm. zurück

IPCC
Intergovernmental Panel on Climate Change, 1988 gegründet von der World Meteorological Organization (WMO) und dem United Nations Environment Programme (UNEP). Als wissenschaftliches Expertengremium hat das IPCC die Aufgabe, wissenschaftliche Informationen zu einem anthropogen verursachten Klimawandel und seinen möglichen Auswirkungen auszuwerten. Zu den Auswirkungen des Flugverkehr auf das Klima wurde 1999 ein Bericht mit dem Titel „Aviation and the Global Atmosphere“ veröffentlicht. www.ipcc.ch zurück

Joint Implementation (JI)
Einer der Reduktionsmechanismen laut Koyoto-Protokoll. Er sieht vor, daß laut Kyoto zur Emissionsreduktion verpflichtete Staaten (meist Industrienationen) einen Teil ihrer Reduktionsverpflichtungen durch die Durchführung von Projekten in einem anderen Land, das ebenfalls Reduktionsverpflichtungen laut Kyoto eingegangen ist, erreicht. zurück

Klimarelevante Emissionen aus dem Flugverkehr
IPCC berechnet die Klimawirksamkeit unter Berücksichtigung folgender Emissionen:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Stickoxide (NOX) (begünstigen die Bildung von Ozon und gleichzeitig den Abbau von Methan)
  • Wasserdampf (Kondensstreifen)
  • Cirrus Wolken
  • Sulphataerosole
  • Rußpartikel
Dabei unterstützen jedoch nicht alle Emissionen einen Treibhauseffekt – Sulfataerosole haben einen kühlenden Effekt und NOX-Emissionen tragen unter anderem zum Abbau des Treibhausgases Methan bei. zurück

Klimaveränderung und globale Erwärmung
Der Begriff Klimaveränderung bezeichnet Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum, wie sie seit Bestehen der Erde, teilweise in bedeutendem Ausmaß, stattfinden. Aus der Forschung sind Schwankungen der globalen mittleren Temperatur in den letzten Millionen Jahren zwischen 9 0 C und 16 0 C bekannt. Der Begriff globale Erwärmung beschreibt ein weltweites Klimaphänomen, das den Anstieg der durchschnittlichen, globalen Oberflächentemperatur bezeichnet. Dabei wird nicht die Klimageschichte der Erde in ihrer Gesamtheit betrachtet, sondern insbesondere die letzten 150 Jahre. Seit Beginn der Industrialisierung ab ca. 1860 wurde ein deutlicher Anstieg der mittleren Jahrestemperatur beobachtet und gerade in den letzten Jahren außergewöhnlich hohe Durchschnittstemperaturen gemessen. Um dieses Phänomen zu erklären, werden sowohl natürliche als auch durch den Menschen verursachte Gründe in Betracht gezogen. Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler (IPCC) geht inzwischen davon aus, dass der anthropogene (menschengemachte) Treibhauseffekt die hauptsächliche Ursache für die globale Erwärmung ist. Dabei spielen der Anstieg der Konzentration von Treibhausgasen wie CO2 und Methan in der Atmosphäre durch das Verbrennen fossiler Energien (Kohle, Erdöl, Erdgas) eine entscheidende Rolle. zurück

Kohlendioxid (CO2)
Gas, das in natürlich in der Atmosphäre in Konzentration von derzeit etwa 370 ppm vorkommt und eine Verweildauer von ca. 100 Jahren hat. Es entsteht bei der Verbrennung oder Zersetzung von Biomasse (Pflanzen, fossile Energieträger (Öl, Kohle, Erdgas, u.a.) sowie bei der Atmung von Menschen und Tieren. Seit Beginn der Industrialisierung ist die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre angestiegen, was Wissenschaftler vor allem auf die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen zurückführen. CO2 trägt bedeutend zum natürlichen Treibhauseffekt bei. Der Abbau atmosphärischen Kohlendioxides verläuft sehr langsam: Die durchschnittliche Aufenthaltszeit in der Atmosphäre liegt in der Größenordnung von 100 Jahren. Wissenschaftler des IPCC führen auch die Erwärmung der Atmosphäre, die über den natürlichen Treibhauseffekt hinausgeht, unter anderem auf vom Menschen verursachte CO2-Emissionen zurück. Der internationale Luftverkehr trägt zur Zeit 2 Prozent der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen bei. Der Gesamtbeitrag zum Global Warming, ohne Berücksichtigung von Wasserdampf-Emissionen wird auf ca. 3,5 Prozent geschätzt. [mehr...] zurück

Kohlenmonoxid (CO)
Gas, das aus der unvollständigen Verbrennung organischer Verbindungen entsteht. An der Luft wird es relativ schnell zu Kohlendioxid oxidiert. Im Luftverkehr hängt die Emission von Kohlenmonoxid vom Lastzustand der Flugzeugtriebwerke ab. Im Steigflug und in der Reiseflughöhe sind die Emissionen geringer als während dem Landeanflug und im Leerlauf (Rollen). zurück

Kondensstreifen
Unter bestimmten meteorologischen Bedingungen können Wasserdampf- und Partikelemissionen aus Flugzeugtriebwerken zur Bildung von Kondensstreifen führen, deren Lebensdauer gelegentlich mehrere Stunden betragen kann. Wissenschaftler (IPCC) gehen davon aus, daß Kondensstreifen den Strahlungshaushalt der Erde beeinflussen, indem sie die Rückstrahlung von Wärme in den Weltraum behindern. Die zusätzliche hohe Bewölkung, die durch linienhafte Kondensstreifen hervorgerufen wird, macht über West- und Mitteleuropa 0,5 Prozent und über den USA 1,3 Prozent aus. Hochrechnungen von regionalen Beobachtungen auf einen weltweiten Mittelwert ergeben einen Wert von etwa 0,07 Prozent. Nach aktuellen Berechnungen des DLR macht dies – verglichen mit den CO2-Emissionen des Luftverkehrs – einen geringeren Klimaeffekt aus. Das DLR hat kürzlich in Modellsimulationen herausgefunden, dass der Einfluss auf den Strahlungshaushalt aufgrund der Kondensstreifen um etwa einen Faktor 5 kleiner ist, als das IPCC 1999 abschätzte, oder um etwa einen Faktor 5 kleiner als der des luftverkehrsbedingten CO2. Die Wirkung von Cirruswolken, die aus Kondensstreifen (Contrail-Cirrus-Bewölkung) entstehen können, ist Gegenstand aktueller Forschungsaktivitäten. Von Seiten des IPCC wurde noch keine Zahlenangabe veröffentlicht, da die bisherigen Forschungsergebnisse noch mit hohen Unsicherheiten behaftet sind. Diese Unsicherheiten rühren daher, daß es sich um höchst komplexe, zum Teil untereinander gekoppelte, oft nur kurzfristige und auf rel. engen Raum konzentrierte Effekte handelt, dazu noch in einer zeitlich und räumlich stark unterschiedlichen Umgebung (z.B. unterschiedlicher Gehalt an Ozon und unterschiedliche Wirkung in verschiedenen Höhen). zurück

Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll wurde 1992 im japanischen Kyoto von der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention angenommen und bis heute von 89 Staaten unterzeichnet. Es ist am 16. Februar 2005 in Kraft getreten. Im Kyoto-Protokoll haben sich die Industrieländer auf eine weltweite Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 5,2% gegenüber 1990 verständigt. Europa hat sich bereit erklärt, seine Treibhausgasemissionen um 8% (ca. 0,35 Mrd. Tonnen) gegenüber 1990 zu verringern. Dieses Reduktionsziel wurde auf die einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft unterschiedlich verteilt (Burden Sharing). Deutschland trägt mit etwa 75% des europäischen Minderungsziels die Hauptlast und muss seine Treibhausgasemissionen um 21% gegenüber 1990 reduzieren. Im Kyoto-Protokoll sind auch die Reduktionsmechanismen Emissionshandel, Clean-Development Mechanism und Joint Implementation beschrieben. Der internationale Flugverkehr und die internationale Schiffahrt wurden bei den Reduktionsverpflichtungen im Kyoto-Protokoll nicht berücksichtigt. zurück

Ozon
Ozon entsteht nicht direkt aus der Verbrennung von Kerosin, sondern über chemische Reaktionen von Stickoxidemissionen. In Reiseflughöhe wirkt Ozon als Treibhausgas (im langwelligen Spektrum) und absorbiert Strahlung im solaren (kurzwelligen) Bereich des Spektrums. Wissenschaftler haben die Erhöhung der Ozonkonzentration in Reisehöhe durch den Flugverkehr auf 3-4% beziffert. zurück

Schwefeldioxid (SO2)
entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger aus dem in Kohle, Öl und Gas enthaltenen Schwefel. SO2 wird in der Atmosphäre zu Schwefelsäure und schwefliger Säure umgewandelt, aus denen Sulphataerosole entstehen. Sulphat-Aerosole streuen die solare Einstrahlung und haben somit einen kühlenden Effekt. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen ca. 0,5 Kilogramm Schwefelverbindungen pro Tonne Treibstoff, wenn man von dem in internationalen Normen festgelegten Höchstwert für den Schwefelgehalt in Kerosin ausgeht. Dank besserer Kraftstoffqualität dürfte der tatsächliche Wert jedoch deutlich niedriger sein. Das DLR geht beispielsweise für die deutschen Raffinerien von einem Schwefelgehalt von 0,03 kg/Tonne oder weniger aus. zurück

Stickoxide (NOX)
NOX umfasst die NO und NO2 als Verbindungen zwischen Stickstoff- und Sauerstoffatomen. Klimarelevant sind Stickoxide zum einen, da sie die Oxidation von Sauerstoff zu Ozon, einem Treibhausgas, bewirken und zum anderen, weil sie zum Abbau von Methan, ebenfalls ein Treibhausgas, beitragen. Laut IPCC überwiegt die erwärmende Klimawirkung von Stickoxiden. Die Wirkung ist auf die Emissionsregion beschränkt und überwiegt in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre. Natürliche Quellen für Stickoxide sind Blitze und Mikroben im Erdboden. Bei Verbrennungsprozessen in Flugzeugtriebwerken entstehen Stickoxide unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen. In modernen Triebwerken wurden jedoch sowohl Druck als auch die Temperatur beim Verbrennungsprozess gesenkt und so Emissionen an Kohlenmonoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen spürbar verringert. Auch Stickoxidemissionen könnten durch neuartige Brennkammern um bis zu 85% verringert werden. Stickoxidemissionen bewegen sich abhängig von Flugzeugtyp und Einsatzspektrum zwischen 6 und 20 Gramm pro Kilogramm verbranntem Kerosin. Insgesamt verursacht der Luftverkehr 2-3% der anthropogenen (menschengemachten) Stickoxidemissionen. zurück

Treibhauseffekt
Natürlicher Treibhauseffekt Wasserdampf und atmosphärische Spurengase wie Kohlendioxid, Distickstoffoxid, Methan und Ozon lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre weitgehend ungehindert auf die Erde passieren, absorbieren aber die von der Erde abgegebene längerwellige Wärmestrahlung. Hierdurch erwärmt sich die Erde ähnlich wie in einem Treibhaus auf eine globale Durchschnittstemperatur von 15°C. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es um ca. 33°C kälter und die Erde für die meisten Lebewesen unbewohnbar. zurück

Anthropogener (von Menschen verursachter) Treibhauseffekt
Menschliche Aktivitäten führen zu einem Anstieg der Konzentration natürlicher Treibhausgase in der Atmosphäre und zusätzlich zur Freisetzung, industriell hergestellter klimawirksamer Gase, die sich in der Atmosphäre anreichern. Dadurch wird zusätzlich zum natürlichen Treibhauseffekt ein anthropogen verstärkter Treibhauseffekt verursacht. In der Folge steigt die globale Durchschnittstemperatur. Die Emissionen aus dem Luftverkehr nehmen dabei eine besondere Stellung ein: Zwar ist der Anteil der Emissionen von CO2, CO, NOX, VOC und CO im Vergleich zum Gesamtverkehr gering – der Hauptanteil der Emissionen erfolgt jedoch in der Reiseflughöhe von 8-12 km Höhe. In diesem Höhenbereichen ist die Verweildauer der Gase in der Atmosphäre deutlich höher als nahe der Erdoberfläche. Darüber hinaus herrschen sehr niedrige Temperaturen. Dies bewirkt, daß die Emission von Gasen, die Wärmestrahlen absorbieren, einen stärkeren Treibhauseffekt hervorruft, als eine vergleichbare Emission nahe der Erdoberfläche. zurück

Wasserdampf
Ist das wichtigste Treibhausgas mit einer höheren Klimawirksamkeit als Kohlendioxid. Wasserdampf ist für zwei Drittel des natürlichen Treibhauseffektes verantwortlich - ohne das Gas wäre es ca. 22 Grad Celsius kälter auf der Erdoberfläche. Wasserdampf entsteht zum Beispiel in den Triebwerken von Flugzeugen als Verbrennungsprodukt (ca. 1,1 kg pro Liter Kerosin). Anders als beim Kohlendioxid sind die vom Menschen verursachten Wasserdampfemissionen gegenüber den natürlichen Quellen (Verdunstung) jedoch klein. Pro Kilogramm Kerosin entstehen 1,24 Kilogramm Wasserdampf. Befürchtungen, der gegenwärtige Luftverkehr erhöhe den Wasserdampfgehalt der Stratosphäre und verändere so das Klima, haben einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standgehalten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kam zu dem Ergebnis, dass bei der heutigen Flugwegführung/-höhe selbst die 100fache Menge des heute vom Luftverkehr freigesetzten Wasserdampfes noch kein nachweisbares Klimasignal erzeugt. zurück

Entstanden innerhalb der Zusammenarbeit von TUI und Lufthansa mit inhaltlicher Unterstützung der Lufthansa AG, Abteilung Umweltkonzepte