TUI Aktiengesellschaft
http://www.tui-group.com/fp/de/2008/abschluss_konzern/anhang/erlaeuterungen_zur_konzerngewinn_und_verlustrechnung.html

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden Erläuterungen
zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterungen zur Konzernbilanz
     
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen  
     


Auf Grund der seit März 2008 vorgenommenen Klassifizierung der Containerschifffahrt als aufgegebener Geschäftsbereich nach IFRS 5 wird das Ergebnis dieses Bereichs nunmehr unter der Position „Ergebnis aus aufgegebenem Geschäfts­bereich“ und nicht mehr unter den fortzuführenden Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahresangaben wurden gemäß IFRS 5 entsprechend angepasst.

Die Entwicklung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der fortzuführenden Geschäftsbereiche gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres ist weiterhin im Wesentlichen durch die Einbeziehung der im September 2007 erworbenen First Choice Holidays-Gruppe geprägt. Im Geschäftsjahr 2008 werden die Ergebnisse der First Choice Holidays-Gruppe seit Beginn des Geschäftsjahres einbezogen, wohingegen in den Vergleichsperioden des Vorjahres nur die Monate September bis Dezember 2007 einbezogen wurden.

(1) Umsatzerlöse


Umsatz des Konzerns nach Geschäftstätigkeit


Mio €
2008

2007
angepasst
Touristische Dienstleistungen 18 522,5 15 674,2
Transportdienstleistungen 36,0 58,6
Handel mit Waren 24,4 33,9
Vermietung und Verpachtung 42,5 29,0
Sonstige Umsätze 63,2 102,9
Umsätze mit dem aufgegebenen Bereich Containerschifffahrt 25,7 33,5
Gesamt 18 714,3 15 932,1
     
 
 
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Insgesamt konnten die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 2 782,2 Mio. € gesteigert werden. Der Umsatzbeitrag 2008 der First Choice Holidays-Gruppe beläuft sich auf rund 4 712,5 Mio. € (für 4 Monate im Vorjahr: 1.342,5 Mio. €). Bereinigt um diesen Effekt haben sich die Umsatzerlöse daher im Vergleich zum Vorjahr um 587,8 Mio. € verringert, was insbesondere auch auf das im Jahresdurchschnitt schwächere Britische Pfund zurückzuführen war.

Sonstige Umsätze beinhalten unter anderem weiterberechnete Kosten an Hotels und Reisebüros für Katalogwerbung und Werbematerialien, Kosten, die für die BKK TUI anfallen, und betriebliche Nebenerträge, wie z.B. Erträge aus der Vermietung von Fluggerät.

(2) Umsatzkosten und Verwaltungs­auf­wendungen

In den Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen sind enthalten:

Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen


Mio €
2008

2007
angepasst
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen aus langfristigen Verträgen 675,2 657,7
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen aus kurzfristigen Verträgen 40,0 38,2
Gesamt 715,2 695,9
     
 
 
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Stehen die Miet- und Pachtaufwendungen aus operativen Leasingverträgen in unmittelbarem Zusammenhang mit den erzielten Umsatzerlösen, werden diese Aufwendungen unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Handelt es sich hingegen um Miet- und Pachtaufwendungen für Verwaltungsgebäude werden diese entsprechend unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Der Anstieg bei den Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen im Geschäftsjahr 2008 ist einerseits auf die ganzjährige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe, andererseits auf die im zweiten Halbjahr 2008 abgeschlossene strategische Neuausrichtung der Flugaktivitäten der TUI Travel-Gruppe zurückzuführen. Diese Zunahme wurde durch Kapazitätsreduzierungen im Fluggeschäft sowie durch Währungseffekte auf Grund der Entwicklung des Britischen Pfund teilweise kompensiert.

Personalaufwand


Mio €
2008

2007
angepasst
Löhne und Gehälter 1 960,1 1 603,5
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 360,0 369,4
Gesamt 2 320,1 1 972,9
     
 
 
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Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten unter anderem den Aufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Der Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird dem Finanzierungscharakter entsprechend als Finanz­aufwand erfasst. Die erwarteten Erträge aus dem zugehörigen Fondsvermögen werden als Finanzerträge ausgewiesen. Die Darstellung der Pensionszusagen wird detailliert unter der Ziffer 31 erläutert.

Der gesamte Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 347,2 Mio. € erhöht. Der durch die ganzjährige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe verursachte Anstieg wurde einerseits durch Restrukturierungsmaßnahmen, vor allem bei TUI UK und bei der TUI AG, reduziert. Andererseits hat sich auch die Abschwächung des Britischen Pfund positiv auf die Personalkosten ausgewirkt.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereichs erhöhte sich um 12 125 Mitarbeiter auf nunmehr 66 825 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). In der Containerschifffahrt verringerte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 8 031 auf 7 744 im Geschäftsjahr 2008.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)


2008

2007
angepasst
Fortzuführender Bereich 66 825 54 700
Aufgegebener Bereich 7 744 8 031
Gesamt 74 569 62 731
     
 
 
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Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Planmäßige Abschreibungen enthalten sowohl Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als auch Abschreibungen auf als Finanz­investition gehaltene Immobilien. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten konzerneinheitlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern sowie die Grundsätze für außerplanmäßige Wertminderungen sind in den Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung dargestellt.

Abschreibungen


Mio €
2008

2007
angepasst
Planmäßige Abschreibung 464,2 437,1
Außerplanmäßige Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,0 53,0
Gesamt 485,2 490,1
     
 
 
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Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 27,1 Mio. € auf 464,2 Mio. €. Der Anstieg aus der Integration der First Choice Holidays-Gruppe wurde durch einen Rückgang der Abschreibungen auf Grund von Restrukturierungen im Bereich Europa Nord sowie der strategischen Neuausrichtung der Flugaktivitäten (Sale-and-Lease-Back-Verträge) abgeschwächt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren insgesamt 21,0 Mio. € außerplanmäßige Wert­minderungen von Sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorzunehmen, davon allein 19,8 Mio. € für TUI Northern Europe. Im Wesentlichen wurden diese außerplanmäßigen Wertminderungen auf zum Verkauf bestimmte Flugzeuge und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Die restlichen 1,2 Mio. € betreffen Wertminderungen des sonstigen Sachanlagevermögens der Touristik.

(3) Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen


Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen


Mio €
2008

2007
angepasst
Sonstige Erträge 61,8 294,3
Andere Aufwendungen 129,0 12,1
Gesamt - 67,2 282,2
     
 
 
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Die Sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus Buchgewinnen im Zusammenhang mit Sale-and-Lease-Back-Verträgen des Flugbereichs und dem Verkauf von Flugzeugersatzteilen (insgesamt 32,9 Mio. €), aus Abgangserträgen im Immobilienbereich (6,0 Mio. €) sowie aus dem Verkauf von Schiffscontainern (11,0 Mio. €).

Die Sonstigen Erträge 2007 enthalten einmalige Gewinne aus der Desinvestition der Vermögenswerte und Schulden der kanadischen Montreal Gateway Terminals sowie der Minderheitsbeteiligung an der Germanischer Lloyd AG in Höhe von insgesamt 200,5 Mio. €. Darüber hinaus sind im Vorjahr unter anderem Abgangserträge aus dem Flugbereich (31,1 Mio. €), dem Hotelbereich aus dem Verkauf von Immobilien der Riu-Gruppe (12,1 Mio. €) sowie dem Immobilienbereich (13,5 Mio. €) enthalten.

In den Anderen Aufwendungen der Berichtsperiode sind vor allem Buchverluste aus dem Abschluss von Sale-and-Lease-Back-Verträgen in Höhe von 102,0 Mio. € enthalten. Die Sale-and-Lease-Back-Verträge wurden im Rahmen der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Flugaktivitäten der TUI Travel-Gruppe mit der Leasinggesellschaft AerCap Holdings NV und der Fondsgesellschaft Deucalion Aviation Funds für 19 bisher im Eigentum der TUI Travel befindliche Flugzeugen abgeschlossen.

(4) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmen­werte

Die Durchführung der Werthaltigkeitstests führte im Geschäftsjahr 2008 wie auch im Vorjahr zu Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten im Geschäftsbereich Touristik.

Im Einzelnen entfielen die Wertminderungen auf die folgenden Bereiche:

Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte



Mio €

Erfasste
Wert-
minderung
Um 0,50 %
p.a.
geminderte
Wachs-
tumsrate
Um 0,50 %
p.a.
erhöhter
Zinssatz
TUI Travel PLC      
„TUI Fly“ 72,7
TUI Hotels & Resorts      
Tarajal Properties, S.L. 5,0
Tenuta di Castelfalfi, S.p.A. 29,5 31,3
       
 
 
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Die Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes der „TUI Fly“ ist auf die unterjährig vorübergehende Klassifizierung als Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 zurückzuführen. Diese Umgliederung stand im Zusammenhang mit der Absicht, die Flug­linie in ein neu zu gründendes Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Die Wertminderung wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten unter den Bedingungen des geplanten Joint Ventures berechnet. Auf Grund des Abbruchs der Verhandlungen wurde der Ausweis als Veräußerungsgruppe im dritten Quartal 2008 wieder zurückgenommen. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2008 wurde für die gesamte Zahlungsmittel generierende Einheit der TUI Travel PLC in­klusive der Vermögenswerte der „TUI Fly“ ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die Berechnung erfolgte anhand der in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen dargestellten Parameter und führte zu keinem Wertminderungsbedarf dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Die Wertminderung der Tarajal Properties, S.L. ist ebenfalls das Ergebnis der unterjährigen Klassifizierung als Veräußerungsgruppe nach IFRS 5 und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Die vorgenommene Abschreibung beläuft sich auf die Gesamthöhe des Goodwills. Bei Abschluss der Transaktion im Dezember 2008 wurde zusätzlich ein Buchverlust in Höhe von 3,8 Mio. € erfasst.

Insbesondere zur Berücksichtigung zeitlicher Risiken im Hinblick auf die Umsetzung des Projektes in der Toskana sind die für den Impairment-Test angesetzten Zinssätze in entsprechender Staffelung insbesondere für Teile des Gesamtvorhabens deutlich erhöht worden. Die sich danach hauptsächlich aus den hohen Risiken von zeitlichen Verschiebungen ergebende Wertberichtigung des Geschäfts- oder Firmenwertes „Castelfalfi“ beträgt 29,5 Mio. €.

(5) Finanzerträge


Finanzerträge


Mio €
2008

2007
angepasst
Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 2,5 1,4
Erträge aus sonstigen Beteiligungsunternehmen 1,5 2,8
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 4,5 3,3
Beteiligungserträge 8,5 7,5
Übrige Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 6,8 6,9
Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 0,4 0,5
Zinserträge aus Fondsvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen 84,3 90,2
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 110,4 82,4
Zinserträge 201,9 180,0
Erträge aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten 17,0
Gesamt 210,4 204,5
     
 
 
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Die Erträge und Aufwendungen aus der Wertentwicklung derivativer Finanzinstrumente enthalten Bewertungsergebnisse von Sicherungsinstrumenten, die nicht den strengen Kriterien des IAS 39 entsprechen und die nicht auf Grund der zugrunde liegenden Geschäfte anderen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet werden können.

(6) Finanzaufwendungen


Finanzaufwendungen


Mio €
2008

2007
angepasst
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 0,0 1,6
Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen 8,7 24,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene nicht konsolidierte Unternehmen 1,9 2,9
Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen 115,1 114,1
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 383,5 307,3
Zinsaufwendungen 500,5 424,3
Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten 1,2 0,9
Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten 24,3
Gesamt 534,7 450,9
     
 
 
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Im Geschäftsjahr 2008 ausgewiesene Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen betreffen in voller Höhe außerplanmäßige Wertminderungen. In den Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten sind 16,0 Mio. € aus der Abwicklung der mit der Wandelanleihe 2003/08 erworbenen derivativen Finanzinstrumente (Call Spreads) enthalten.

(7) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen


Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen


Mio €
2008

2007
angepasst
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen 0,3 2,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen 33,4 37,1
Gesamt 33,7 39,1
     
 
 
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Das Equity-Ergebnis enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Wertminderungen von Equity-Gesellschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren im Equity-Ergebnis keine Wertminderungen zu erfassen. Im Geschäftsjahr wurden anteilige Verluste von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nicht realisiert, da diese den Wert des Beteiligungs­anteils übersteigen. Kumuliert betragen die im Rahmen der Equity-Bewertung noch nicht realisierten Verluste 5,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €).

Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei Gemeinschaftsunternehmen


Mio €
2008

2007
angepasst
Betriebliche Erträge 409,7 384,0
Betriebliche Aufwendungen 359,6 331,5
Betriebsergebnis 50,1 52,5
Finanzergebnis - 6,3 - 5,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 43,8 47,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,4 10,0
Jahresüberschuss 33,4 37,1
Wertminderungen von Equity-Gesellschaften 0,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen 33,4 37,1
     
 
 
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Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei assoziierten Unternehmen


Mio €
2008

2007
angepasst
Betriebliche Erträge 51,5 33,1
Betriebliche Aufwendungen 49,4 29,8
Betriebsergebnis 2,1 3,3
Finanzergebnis - 1,0 - 0,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1,1 2,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 0,7
Jahresüberschuss 0,3 2,0
Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen 0,3 2,0
     
 
 
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(8) Bereinigungen

Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum bereinigten Ergebnis übergeleitet. Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Entkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokationen sämtliche Effekte auf das EBITA. Ein weiterer Bestandteil dieser Überleitung sind die im Folgenden dargestellten Einzelsachverhalte.

Einzelsachverhalte nach Bereichen


Mio €
2008

2007
angepasst
Touristik 156,6 120,4
TUI Travel 146,8 83,1
  davon First Choice Holidays 69,3 14,9
TUI Hotels & Resorts 9,8 37,3
Kreuzfahrten
Zentralbereich - 32,0
Gesamt 156,6 88,4
     
 

Im Geschäftsjahr 2008 angefallene Sonderbelastungen im Bereich Touristik resultieren mit 85,3 Mio. € aus der Zusammenführung der britischen Aktivitäten in der TUI Travel PLC, mit 34,2 Mio. € aus einmaligen Sicherungsgeschäften und Währungsverlusten im Flugbereich und mit 24,4 Mio. € aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Flugbereichs.

Die im Geschäftsjahr 2008 ausgewiesenen Einzelsachverhalte des Bereichs TUI Hotels & Resorts in Höhe von 9,8 Mio. € stehen im Zusammenhang mit der Reorganisation der Magic Life-Gruppe.

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


Zusammensetzung des Ertragsteueraufwandes


Mio €
2008

2007
angepasst
Effektive Steuern vom Einkommen und vom Ertrag    
Inland 8,9 19,8
Ausland 79,0 78,5
Latenter Steuerertrag - 48,1 - 128,6
Gesamt 39,8 - 30,3
     
 
 
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Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegene Steueraufwand steht u.a. im Zusammenhang mit der Übertragung des maritimen Vermögens von der TUI AG auf die Hapag-Lloyd AG, wodurch es zu einer Minderung des latenten Steuerertrags kommt. Darüber hinaus bestanden im Vorjahr Einmaleffekte aus der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation der deutschen in die TUI Travel PLC eingebrachten Gesellschaften sowie aus den Auswirkungen der in 2007 begebenen Wandelanleihe. Diese führte im Vorjahr zu einer höheren Aktivierung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen innerhalb der inländischen Organkreise.

Der gesamte Ertragsteueraufwand im Berichtsjahr in Höhe von 39,8 Mio. € (Vorjahr - 30,3 Mio. €) leitet sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes der TUI AG als Mutterunternehmen (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand


Mio €
2008

2007
angepasst
Ergebnis vor Ertragsteuern der fortzuführenden Geschäftsbereiche - 360,8 105,3
Erwarteter Ertragsteueraufwand
(Steuersatz 31,0 %, Vorjahr 40,0 %)
- 111,8 42,1
Unterschied aus der Differenz der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif 125,7 - 4,2
Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen 0,0 4,3
Steuerfrei wirksame Erträge - 61,6 - 110,5
Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen 90,4 88,7
Effekte aus Verlustvorträgen - 6,6 - 47,5
Temporäre Differenzen, für die keine latente Steuer erfasst wurde 18,0 - 2,2
Effektive periodenfremde Steuererträge - 14,3 - 6,2
Sonstige Abweichungen 0,0 5,2
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 39,8 - 30,3
     
 
 
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Die Steuereffekte aus dem Unterschied der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif in Höhe von 125,7 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus Ergebnissen im Zusammenhang mit der Übertragung des maritimen Vermögens von der TUI AG in das Tonnagesteuerregime der Hapag-Lloyd AG zur Vorbereitung des mehrheitlichen Verkaufs der Containerschifffahrt.

Die Steuereffekte aus der Anpassung von Verlustvorträgen des Vorjahres enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Aktivierung von Verlustvorträgen, die bisher als nicht werthaltig erachtet wurden.

(10) Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich Containerschifffahrt

Nachdem im März des letzten Jahres Vorstand und Aufsichtsrat den Beschluss gefasst hatten, die Trennung der Containerschifffahrt vom TUI Konzern vorzubereiten, konnte im Oktober 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein Vertrag über den Verkauf sämtlicher Aktien der Hapag-Lloyd AG an „Albert Ballin“ Holding GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft des Konsortiums Albert Ballin KG, abgeschlossen werden. Gleichzeitig mit der Veräußerung wird nunmehr für einen Kaufpreis in Höhe von 910 Mio. € eine unternehmerische Beteiligung der TUI AG mit 43,33 % an der Erwerbsgesellschaft erworben werden. Die Transaktion ist am 6. Februar 2009 u.a. durch die EU-Kommission freigegeben worden, nachdem bereits am 1. Dezember 2008 die Federal Trade Commission in den USA dem Verkauf zugestimmt hatte. Der Vollzug des Vertrags ist für März 2009 vorgesehen.

Entsprechend den Vorschriften des IFRS 5 wird der Bereich Containerschifffahrt seit dem 31. März 2008 daher als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Der aufgegebene Geschäftsbereich umfasst neben den Aktivitäten der Containerschifffahrt auch die Beteiligungen an den Containerterminals in Altenwerder und in Montreal, Kanada. Im TUI Konzernverbund verbleibt hingegen der Bereich Kreuzfahrten, der bislang in der Sparte Schifffahrt geführt wurde und ab Beginn des Geschäftsjahrs 2008 der Touristik zugeordnet ist.

Nach dem Verkauf der Containerschifffahrt wird der TUI Konzern ausschließlich in der Touristik tätig und mit einem maßgeblichen Einfluss (43,33 %) an dem Geschäft der Containerschifffahrt beteiligt sein.

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 wurden keine aufgegebenen Bereiche ausgewiesen, jedoch wurden die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend den Vorschriften des IFRS 5 angepasst.

Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des aufgegebenen Geschäftsbereichs

Mio € 2008 2007
Umsatzerlöse 6 219,8 5 964,5
Umsatzkosten 5 788,9 5 721,7
Verwaltungsaufwendungen 131,5 184,5
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen 7,3 53,8
Finanzerträge 4,7 7,1
Finanzaufwendungen 26,2 19,7
Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen 5,6 25,6
Ergebnis vor Ertragssteuern 290,8 125,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32,0 28,9
  davon latente Steuererträge bzw. -aufwendungen - 35,9 23,8
Ergebnis nach Ertragsteuern
(Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich)
258,8 96,2
     
 
 
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Die Umsatzerlöse des aufgegebenen Geschäftsbereichs Containerschifffahrt stiegen im Geschäftsjahres 2008 trotz des schwächeren US-Dollar-Euro Kurses auf Grund deutlich höherer Frachtraten in US-Dollar und der im Gesamtjahreszeitraum gestiegenen Transportmengen im Vergleich zum Vorjahr um 255,3 Mio. €. Die geschäftliche Entwicklung des vierten Quartals war jedoch von einem erstmaligen Rückgang der transportierten Mengen gegenüber dem Vorjahr auf Grund der weltweiten Produktionsreduktionen als Folge der Finanzkrise geprägt.

Nach den Regelungen des IFRS 5 waren ab dem 31. März 2008 die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen (ausgewiesen als Umsatzkosten) auszusetzen. Dadurch erhöhte sich das Ergebnis um 206,7 Mio. €. Ebenso war die Equity-Bewertung der Beteiligungen der Containerschifffahrt nicht fortzusetzen. Unter Einbeziehung der Equity-Bewertung der Beteiligungen wäre das Ergebnis um 27,6 Mio. € höher ausgefallen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die Steuereffekte aus der Übertragung des maritimen Vermögens der TUI AG auf die Hapag-Lloyd AG, welche dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzuordnen sind. Die Übertragung steht im Zusammenhang mit dem mehrheitlichen Verkauf der Containerschifffahrt.

Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs


Mio €
Container-
schifffahrt
31.12.2008
Anlagevermögen 3 175,3
Langfristige Forderungen 27,1
Langfristige Vermögenswerte 60,2
Vorräte 79,9
Kurzfristige Forderungen 485,4
Kurzfristige Vermögenswerte 10,2
Finanzmittel 123,9
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 3 962,0
Langfristige Rückstellungen 128,2
Langfristige Finanzschulden 1 098,5
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 6,9
Kurzfristige Rückstellungen 93,8
Kurzfristige Finanzschulden 179,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 717,0
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 251,5
Schulden i. Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2 474,9
   
 

Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden enthalten 514,8 Mio. € für im Geschäftsjahr aufgenommene Finanzierungen zum Erwerb des maritimen Vermögens von der TUI AG. Des Weiteren sind in diesem Zusammenhang bereits bestehende Finanzierungsverträge in Höhe von 458,7 Mio. € von der TUI AG übernommen worden.

Die direkt im Eigenkapital erfassten kumulativen Aufwendungen und Erträge des aufgegebenen Geschäftsbereichs belaufen sich auf - 348,8 Mio. €.

Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit

Mio € 2008 2007
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes + 26,0 - 8,9
Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit + 287,7 + 338,1
Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit - 333,4 - 479,6
Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit + 329,7 + 76,6
Veränderung des Finanzmittelbestandes + 310,0 - 73,8
     
 
 
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(11) Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis

Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzernergebnis verringerte sich von 172,7 Mio. € im Vorjahr auf -121,3 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr.

(12) Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis


Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis


Mio €
2008

2007
angepasst
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 245,7 59,1
Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust 266,2 0,0
Gesamt - 20,5 59,1
     
 
 
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Die anderen Gesellschaftern zustehenden Jahresergebnisse entfallen vornehmlich auf einbezogene Tochterunternehmen in der Sparte Touristik, hier insbesondere auf die Gesellschaften der TUI Travel PLC-Gruppe und der RIUSA II-Gruppe.

(13) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der TUI AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Namensaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl ergibt sich aus den Aktien zu Anfang des Geschäftsjahres (251 245 575 Aktien) und der zeitanteiligen Berücksichtigung der ausgegebenen Belegschaftsaktien (198 730 Aktien, 23 Tage).

Die Dividende auf das Hybridkapital wird analog IAS 33.12 mit ihrem Betrag nach Steuern von dem Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital darstellt, aber keinen Anteil der Aktionäre der TUI AG verkörpert. Für das Hybridkapital sind zum Bilanzstichtag 21,7 Mio. € (2007: 23,2 Mio. €) aufgelaufene Dividendenverpflichtungen in den Finanzschulden enthalten, die im Januar 2009 ausgezahlt wurden.

Ergebnis je Aktie


2008

2007
angepasst
Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis
(in Mio €)
- 121,3 172,7
Effekt der Dividende auf das Hybridkapital nach Ertragsteuern
(in Mio €)
- 21,7 - 23,2
Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) - 143,0 149,5
Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl 251 258 098 251 030 397
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
(in €)
- 0,57 0,60
Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) - 143,0 149,5
Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandelschuldverschreibungen (nach Ertragsteuern)
(in Mio €)
33,8 27,8
Verwässerter und bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) - 109,2 177,3
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 251 258 098 251 030 397
Verwässerungseffekt aus unterstellter Ausübung von Wandelrechten 41 333 203 34 011 266
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) 292 591 301 285 041 663
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) - 0,57 0,60
     
 

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten erhöht wird. Auf Grund des negativen unverwässerten Ergebnisses je Aktie ergibt sich für das Geschäftsjahr 2008 kein Verwässerungseffekt.

Für das Geschäftsjahr 2007 wurde sowohl die im Oktober 2003 begebene und in 2008 zurückbezahlte Wandelschuldverschreibung, als auch die im Juni 2007 begebene Wandelschuldverschreibung auf Verwässerungseffekte untersucht. Die Wandelrechte beider Anleihen waren jederzeit ausübbar. Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses wurde eine vollständige Wandlung und entsprechende Ausgabe der Aktien zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres unterstellt. Da beide Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2007 keine verwässernde Wirkung erzeugen, waren auch das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie des vergangenen Jahres identisch.