Finanzlage
Finanzlage
| Service |
In Vorbereitung der Trennung von der Containerschifffahrt hat TUI AG in 2008 die von ihr gehaltenen Containerschiffe und -boxen auf Hapag-Lloyd AG zu Marktwerten übertragen. Hapag-Lloyd hat auf Grundlage dieser Vermögenswerte externe Finanzverschuldungen aufgenommen, um die aus dem Übertragungsvorgang generierten innerkonzernlichen Schulden bei TUI AG zum größten Teil abzulösen.
Im Januar 2008 hat TUI AG eine auf dem teilweisen Aktienbestand an TUI Travel PLC basierende Finanzverschuldung über 450 Mio. € begeben und in diesem Zusammenhang eine nicht in Anspruch genommene Kreditfazilität über 1,0 Mrd. € gekündigt. Des weiteren wurde eine im Dezember 2008 endfällige Wandelanleihe über 385 Mio. € zurückgezahlt.
Finanzlage des Konzerns
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Grundsätze
Das Finanzmanagement im TUI Konzern erfolgt grundsätzlich zentral durch TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen TUI AG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken. Weiterhin besteht die Aufgabenteilung zwischen der TUI AG und der TUI Travel PLC, die im Zuge der Bündelung des touristischen Geschäfts der TUI und der First Choice im Jahr 2007 stattgefunden hat. Das Finanzmanagement des Geschäftsbereichs Touristik wird von TUI Travel PLC, das Finanzmanagement der anderen Aktivitäten des Konzerns von der TUI AG ausgeübt.
Ziele
Die Ziele des Finanzmanagements der TUI umfassen die ausreichende Liquiditätsversorgung der TUI AG und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen, Zinsen und Rohstoffpreisen. Das finanzwirtschaftliche Handeln verfolgt die Zielsetzung einer Unterstützung von Maßnahmen zur Verbesserung des derzeitigen Credit Rating.
Liquiditätssicherung
Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:
- Im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt.
- Durch syndizierte Kreditfazilitäten und bilaterale Bankkreditlinien sowie den Bestand an flüssigen Mitteln sichert sich die TUI eine ausreichende Liquiditätsreserve. Grundlage für die Dispositionen mit den Banken ist ein monatliches, rollierendes Liquiditätsplanungssystem.
Die Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der TUI Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken im Wesentlichen durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Die Geschäfte der Konzerngesellschaften werden hauptsächlich in Euro, in US-Dollar sowie in Britischen Pfund abgewickelt; daneben sind Schweizer Franken und Schwedische Kronen von Bedeutung.
Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen für die Grundgeschäfte werden Sicherungsgeschäfte in insgesamt über 20 Fremdwährungen getätigt. Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die durch die Liquiditätsbeschaffung an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten entstehen, werden im Rahmen des Zinsmanagements fallweise derivative Zinssicherungsinstrumente eingesetzt. Rohstoffpreisänderungen wirken sich im TUI Konzern insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen, wie Kerosin und Bunkeröl, aus. Sofern es nicht möglich ist, Preissteigerungen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen an Kunden weiterzugeben, werden Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen sowohl in der Touristik als auch in der Schifffahrt überwiegend durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.
Weitere Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten der „Risikobericht“ des Lageberichts und der Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Kapitalstruktur des Konzerns
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 7 339,5 | 11 527,7 | - 36,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9 365,9 | 4 757,2 | + 96,9 |
| Aktiva | 16 705,4 | 16 284,9 | + 2,6 |
| Gezeichnetes Kapital | 642,8 | 642,3 | + 0,1 |
| Rücklagen inklusive Bilanzgewinn | 999,9 | 1 857,9 | - 46,2 |
| Hybridkapital | 294,8 | 294,8 | – |
| Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital | 305,8 | 297,4 | + 2,8 |
| Eigenkapital | 2 243,3 | 3 092,4 | - 27,5 |
| Langfristige Rückstellungen | 1 589,0 | 1 817,6 | - 12,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 567,1 | 629,1 | - 9,9 |
| Rückstellungen | 2 156,1 | 2 446,7 | - 11,9 |
| Langfristige Finanzschulden | 3 965,4 | 4 732,8 | - 16,2 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 1 009,3 | 798,5 | + 26,4 |
| Finanzschulden | 4 974,7 | 5 531,3 | - 10,1 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 241,8 | 256,8 | - 5,8 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 4 588,9 | 4 957,7 | - 7,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4 830,7 | 5 214,5 | - 7,4 |
| Verbindlichkeiten i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 2 500,6 | – | n. a. |
| Passiva | 16 705,4 | 16 284,9 | + 2,6 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Kapitalstruktur
Die Entwicklung der Kapitalstruktur des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2008 wurde im Wesentlichen durch die nach IFRS vorgenommenen Umgliederungen der Aktivitäten der Containerschifffahrt in die „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte“ und die damit in Verbindung stehenden Schuldpositionen beeinflusst. Die Vorjahreswerte wurden nach Abschluss der Kaufpreisallokation in 2008 angepasst.
Insgesamt nahm das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um 19 % auf 8 040 Mio. € ab, relativ zur Bilanzsumme nahm es um 13 Prozentpunkte auf 48 % ab. Die Eigenkapitalquote sank auf 13 % nach 19 % im Vorjahr. Eigenkapital und langfristige Finanzschulden machten am Bilanzstichtag, nach 48 % im Vorjahr, 37 % der Bilanzsumme aus.
Das Verhältnis der durchschnittlichen Netto-Finanzschulden zum durchschnittlichen Eigenkapital (Gearing) erhöhte sich auf 131 %, im Vorjahr betrug es 99 %.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital stieg durch die Ausgabe von 198 730 Belegschaftsaktien im Dezember 2008 um rund 0,5 Mio. € auf 643 Mio. €. Der Kapitalrücklage, die nur Einstellungen aus Aufgeldern enthält, wurde im Berichtsjahr 1 503 Mio. € zum Ausgleich des Bilanzergebnisses entnommen, sie verminderte sich auf 969 Mio. €. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich um 645 Mio. € auf 31 Mio. €. Im Eigenkapital ist die im Dezember 2005 begebene Hybridanleihe in Höhe von 295 Mio. € enthalten. Andere Aktionäre hatten einen Anteil am Eigenkapital von 306 Mio. €.
Rückstellungen
Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, effektive und latente Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken, die je nach Eintrittserwartung als kurzfristig oder langfristig klassifiziert wurden. Sie ergaben am Bilanzstichtag insgesamt 2 156 Mio. € und lagen damit um 291 Mio. € bzw. 12 % unter dem Wert des Vorjahrs.
Finanzschulden
Die Finanzschulden der fortzuführenden Geschäftsbereiche verminderten sich um insgesamt 557 Mio. € auf 4 975 Mio. €. Der Betrag setzte sich aus Anleihen in Höhe von 2 601 Mio. €, 1 898 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 239 Mio. € Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und 236 Mio. € übrigen Finanzschulden zusammen. Im Berichtsjahr wurde eine mit Aktien der TUI Travel PLC unterlegte Finanzierung über 450 Mio. € neu aufgenommen. Reduzierend wirkte die Rückzahlung einer Wandelanleihe über 385 Mio. € sowie die Umgliederung von Verbindlichkeiten gegenüber Banken in die Position „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten“, die zum 31. Dezember 2007 388 Mio. € betrugen. Ergänzt um die im Berichtsjahr neu aufgenommenen Finanzschulden der Containerschifffahrt werden insgesamt Finanzschulden in Höhe von 1 278 Mio. € als „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten“ in 2008 ausgewiesen. Die Zuordnung zu kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt nach ihrer Fälligkeit. Weitere Informationen, insbesondere zu den Restlaufzeiten, enthält die Position „Finanzschulden“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 4 831 Mio. € um 384 Mio. € bzw. 7 % unter dem Vorjahr. Bestimmend für den Rückgang war auch hier die nach IFRS 5 vorgenommenen Umgliederungen der Aktivitäten der Containerschifffahrt.
Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s
Im Geschäftsjahr 2008 wurden die Credit Ratings der TUI AG durch die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s angepasst. Das Unternehmens-Rating bei Standard & Poor’s wurde auf „B+ (stable outlook)“ und bei Moody’s auf „B1 (under review for possible downgrade)“ geändert.
Die in den Jahren 2004 und 2005 begebenen Anleihen (Senior Notes) über rund 2,0 Mrd. € sowie die im Jahr 2007 begebene Wandelanleihe über rund 0,7 Mrd. € wiesen seitens Standard & Poor’s ein Rating von „B“ und seitens Moody’s von „B3 (LGD 5)“ auf. Die im Dezember 2005 begebene Hybridanleihe wird auf Grund ihrer Nachrangigkeit zu anderen Finanzschulden und ihrer im Grundsatz unbegrenzten Laufzeit partiell wie Eigenkapital behandelt und wurde daher von Standard & Poor’s mit „ CCC+“ und von Moody’s mit „B3 (LGD 6)“ eingestuft.
Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen
Die Kapitalstruktur der Finanzschulden im Geschäftsjahr 2008 war insbesondere durch den Abschluss einer auf den Aktienbestand an TUI Travel PLC gestützten Finanzierung sowie die Rückzahlung einer Wandelanleihe geprägt.
Begebung einer Umtauschanleihe
Mitte Januar 2008 hat TUI AG eine mit Aktien der TUI Travel PLC aus ihrem Bestand unterlegte Finanzierung begeben. Das Volumen dieser Finanzierung beträgt 450 Mio. € und hat eine Laufzeit bis April 2013. TUI AG hat dazu mit Deutsche Bank entsprechende Verträge geschlossen.
Im Rahmen der Finanzierung hat TUI AG Aktien im Umfang von 10,7 % des TUI Travel PLC-Aktienkapitals an Deutsche Bank verkauft, die dieses Aktienpaket an Nero Finance Limited, einer von TUI unabhängigen Gesellschaft mit Sitz in Jersey, übertragen hat. Nero Finance hat eine Umtauschanleihe mit Barausgleichsoption in TUI Travel PLC-Aktien begeben. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 4,50 % p. a. ausgestattet. Sofern die Inhaber einer Umtauschanleihe ihr Umtauschrecht nicht ausüben, hat TUI die Verpflichtung, nach Ablauf der fünfjährigen Laufzeit die TUI Travel PLC-Aktien zurück zu erwerben. Bei Ausübung des Umtauschrechts hingegen hat TUI das Recht, über eine Barausgleichsoption die TUI Travel PLC-Aktien zurück zu kaufen.
Unabhängig vom temporären Verkauf des Aktienpakets hat TUI AG das Recht, mittels eines Stimmbindungsvertrags den Erwerber der TUI Travel PLC-Aktien zu instruieren, das Stimmrecht nach Weisung der TUI AG auszuüben. Dementsprechend resultieren keine Führungsveränderungen der TUI AG hinsichtlich der Beteiligung an der TUI Travel PLC. Demgemäß wird TUI Travel PLC weiterhin vollständig im Konzernabschluss der TUI konsolidiert. Den Erlös aus der Finanzierung setzt TUI AG zur Verbesserung ihres Finanzprofils sowie für allgemeine Unternehmenszwecke ein.
Im Zusammenhang mit dieser Finanzierung hat TUI eine ungenutzte Kreditfazilität über 1,0 Mrd. € gekündigt.
Rückzahlung einer Wandelanleihe
Die im Dezember 2008 endfällige Wandelanleihe aus dem Jahr 2003 über 385 Mio. € wurde aus flüssigen Mitteln zurückbezahlt.
Bonding Facility
Im August 2007 hat TUI Travel PLC eine Bonding Facility über 430 Mio. Britische Pfund unterzeichnet, unter der sie oder ihre Tochtergesellschaften Bankavale zugunsten von Aufsichtsbehörden als Sicherheiten stellen konnten, die für das touristische Geschäft in Großbritannien vorgeschrieben sind. Die Bonding Facility hatte eine Laufzeit bis zum 31. März 2008 und konnte im Rahmen einer von TUI Travel PLC ausnutzbaren Verlängerungsoption um ein Jahr bis zum 31. März 2009 angepasst werden. Auf Grund geänderter regulatorischer Vorschriften wurde diese Fazilität nicht weiter benötigt, so dass die Verlängerungsoption nicht ausgenutzt wurde.
Innerhalb des aufgegebenen Geschäftsbereichs wurden im Berichtsjahr die folgenden wesentlichen Kreditaufnahmen getätigt:
Bilaterale Schiffsfinanzierungen
Im April 2008 hat TUI AG ein Containerschiff mit 8 750 TEU erworben und mittels einer besicherten Bankenfinanzierung über 70 Mio. € refinanziert. Die Finanzierung hat eine zwölfjährige Laufzeit und ist in vierteljährlichen Raten zu tilgen. Im Zuge der Übertragung von Containerschiffen der TUI AG auf Hapag-Lloyd AG trat Hapag-Lloyd im Oktober 2008 im Sinne eines Schuldnerwechsels in diesen Kreditvertrag ein. Der Kredit wird variabel auf Basis des EURIBOR zuzüglich eines Margenaufschlags verzinst.
Darüber hinaus ist Hapag-Lloyd AG im Sinne eines Schuldnerwechsels in fünf weitere bilaterale, auf Schiffsfinanzierungen bezogene Kreditverträge, die TUI AG in den vergangenen Geschäftsjahren mit Banken abgeschlossen hat, eingetreten. Die
Kreditverträge beliefen sich zu den Übertragungszeitpunkten im vierten Quartal
2008 auf ein aggregiertes Volumen von umgerechnet 262 Mio. €. Für alle fünf Kreditverträge ist ein fester Zinssatz vereinbart.
Hapag-Lloyd AG hat im Mai 2008 zwei Bankkredite zur Refinanzierung von zuvor von der TUI AG erworbenen Containerschiffen mit jeweils 8 750 TEU aufgenommen. Das Kreditvolumen beläuft sich auf zusammen 191 Mio. US-Dollar und ist über die jeweils zwölfjährige Laufzeit in vierteljährlichen Raten zu tilgen. Beide Kredite werden variabel auf Basis des LIBOR zuzüglich eines Margenaufschlags verzinst.
Syndizierte Schiffsfinanzierung
Im September 2008 hat Hapag-Lloyd AG eine syndizierte Bankenfinanzierung über 750 Mio. US-Dollar aufgenommen. Die Finanzierung hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Den Banken dient als Sicherheit ein Portfolio von 29 Schiffen, die Hapag-Lloyd zuvor von TUI AG erworben hat. Der Kredit ist in vierteljährlichen Raten bis auf einen endfälligen Betrag von 171 Mio. US-Dollar zu tilgen. Die Verzinsung erfolgt variabel auf Basis des LIBOR zuzüglich eines Margenaufschlags.
Finance Lease von Containern
Im vierten Quartal 2008 hat Hapag-Lloyd AG eine Finanzierungsleasing-Vereinbarung über 263 Mio. US-Dollar unterzeichnet. Die Laufzeit dieser Finanzierung beträgt fünf Jahre. Den Banken dient als Sicherheit ein Portfolio von Containerboxen, das sich aus zuvor von der TUI AG erworbenen Containern zusammensetzt. Die Tilgung erfolgt in vierteljährlichen Raten. Die Verzinsung bemisst sich variabel auf LIBOR-Basis zuzüglich eines Margenaufschlags.
Investitionsfinanzierung
Im Zuge eines Bestellvorgangs über die Fertigung und Lieferung von sechs 8 750 TEU-Containerschiffen hat Hapag-Lloyd AG im November 2007 einen Konsortialkreditvertrag über 660 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Die Kreditsumme deckt 80 % des Investitionsvolumens der in 2010 zur Auslieferung geplanten Schiffe ab. Die Laufzeit des Kredits beträgt 15 Jahre und umfasst nach der Bauzeitfinanzierung eine zwölfjährige amortisierende Kreditgewährung. Die Verzinsung ist variabel. Der Kredit ist mittels der zu finanzierenden Schiffe und von der Korea Export Insurance Corporation besichert. Die Ausnutzung dieses Kredits betrug zum Bilanzstichtag 169 Mio. US-Dollar.
Zinsen und Konditionen
Finanzierungsumfeld
Das Umfeld für Finanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt hat sich im Laufe des Jahrs 2008 für den TUI Konzern auf Grund der niedrigeren Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s sowie insbesondere als Folge der globalen Finanzkrise verschlechtert. Dies führte branchenübergreifend zu einer deutlichen Ausweitung der Kreditmargen insbesondere im Non-Investmentgrade-Bereich sowie zu einer zurückhaltenden Kreditvergabebereitschaft von Fremdkapitalinvestoren.
Zinsen
Die Finanzverschuldung der fortzuführenden Geschäftsbereiche hatte im Januar 2008 auf Grund der neuen Finanzierung im Zusammenhang mit der Emission einer Umtauschanleihe über 450 Mio. € einen Anstieg zu verzeichnen, wohingegen die zurückgezahlte Wandelanleihe über 385 Mio. € erst gegen Ende des Geschäftsjahrs verschuldungsreduzierend wirkte. Beide Finanzierungen führten für fast das komplette Geschäftsjahr zu Zinsaufwendungen. Des Weiteren war das Geschäftsjahr 2008 zum größten Teil durch ein leicht gestiegenes Zinsniveau mit seinen Auswirkungen auf die variabel zu verzinsenden Finanzierungsinstrumente geprägt. Diese Effekte waren ursächlich für den erhöhten Zinsaufwand der fortzuführenden Geschäftsbereiche. Zinssätze und Laufzeiten der Finanzschulden sind im Einzelnen unter der Position „Verbindlichkeiten“ (Finanzschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Hapag-Lloyd AG hat die zugeflossenen Mittel aus der Aufnahme ihrer neuen Bankenverschuldungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber TUI AG eingesetzt, so dass TUI AG hierüber über einen deutlich gestiegenen Bestand an flüssigen Mitteln im Vergleich zum Vorjahr verfügte. In Verbindung mit dem über dem Vorjahr liegenden Zinsniveau führte dieses zu einem höheren Zinsertrag.
Börsennotierte Anleihen
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Kapitalmaßnahme |
Begebung |
Fälligkeit |
Volumen Mio € |
Verzinsung % |
|---|---|---|---|---|
| Senior Floating Rate Notes | Juni 2004 | August 2009 | 400,00 | 3-Monats-EURIBOR plus 2,10 |
| Senior Fixed Rate Notes | Mai 2004 | Mai 2011 | 625,00 | 6,625 |
| Senior Floating Rate Notes | Dezember 2005 | Dezember 2010 | 550,00 | 3-Monats-EURIBOR plus 1,55 |
| Senior Fixed Rate Notes | Dezember 2005 | Dezember 2012 | 450,00 | 5,125 |
| Hybridanleihe | Dezember 2005 | Unbefristet | 300,00 | 8,625 |
| Wandelanleihe | Juni 2007 | September 2012 | 694,00 | 2,750 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Operating Leases
Zur weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur wurden im Geschäftsjahr 2008 außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente (sogenannte Operating Leases) in der Touristik-Sparte genutzt. Im Zusammenhang mit der laufenden Erneuerung der Flugzeugflotte in der Touristik sind in 2008 insgesamt zwölf Flugzeuge zugegangen. Für alle Maschinen wurden Operating Lease-Verträge abgeschlossen, davon bei acht Flugzeugen durch vorherigen Erwerb und anschließende Einbringung in sogenannte Sale-and-lease-back-Transaktionen.
Darüber hinaus wurden in 2008 für 19 weitere Flugzeuge, die sich bisher im Eigentum befanden, entsprechende Sale-and-lease-back-Verträge abgeschlossen. In der Schifffahrt wurden mittelfristige Charterverträge für zwei 2 400 TEU-Schiffe sowie ein 1 900 TEU-Schiff neu abgeschlossen.
Die Entwicklung der operativen Miet-, Pacht- und Charterverträge ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt. Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen hieraus enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss. Haftungsverhältnisse gegenüber Zweckgesellschaften bestanden nicht.
Liquiditätsanalyse
Liquiditätsreserve
Die Zahlungsfähigkeit des TUI Konzerns war im Geschäftsjahr 2008 durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem laufendem Geschäft und Neukreditaufnahmen, Bestände an flüssigen Mitteln sowie bilaterale und syndizierte Kreditvereinbarungen mit Banken jederzeit gegeben.
Im Januar 2008 hat TUI AG eine Vereinbarung über eine bis dahin auf eine Höhe von 1,0 Mrd. € angepasste und zu dem Zeitpunkt nicht in Anspruch genommene syndizierte Kreditlinie gekündigt. Diese Kündigung fand im Zuge einer mit Aktien der TUI Travel PLC unterlegten Finanzierung über 450 Mio. € statt. Zum Bilanzstichtag bestand die Liquiditätsreserve der TUI AG aus nicht ausgenutzten bilateralen Kreditlinien mit Banken sowie dem Finanzmittelbestand. Die Liquiditätsreserve der TUI AG als Obergesellschaft des TUI Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 1,4 Mrd. €.
Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln
Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen auf Grund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag mit 0,1 Mrd. €.
Kontrollwechsel
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, befinden sich im Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben“.
Zusammengefasste Kapitalflussrechnung
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | + 945,8 | + 568,5 | + 66,4 |
| Nettoab-/zufluss aus Investitionstätigkeit | - 461,4 | - 711,6 | + 35,2 |
| Nettozu-/abfluss aus Finanzierungstätigkeit | + 199,1 | + 699,0 | - 71,5 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | + 683,5 | + 555,9 | + 23,0 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Nettozufluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
Der Nettozufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2008 auf 946 Mio. €. Hauptsächlich ist die Zunahme gegenüber dem Vorjahr auf die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der Aktivitäten der First Choice Holidays-Gruppe zurückzuführen, die sich in 2007 wegen des saisonbedingt schwachen letzten Jahresdrittels noch deutlich negativ ausgewirkt hatte.
Nettoabfluss aus
Investitionstätigkeit
Aus der Investitionstätigkeit sind im Jahr 2008 netto 461 Mio. € abgeflossen. Mittelabflüsse in Höhe von 897 Mio. € resultierten vor allem aus den getätigten Investitionen in Containerschiffe und Hotelanlagen. Mittelzuflüsse entstanden durch den Abgang von Sach- und Finanzanlagen in Höhe von 484 Mio. €. Ein wesentlicher Abgang war in diesem Zusammenhang der Verkauf von Flugzeugen an die AerCap Holdings NV.
Nettozufluss aus
Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit flossen netto 199 Mio. € zu. Wesentliche Posten waren dabei die Mittelzuflüsse aus der Aufnahme mehrerer langfristiger Bankdarlehen, darunter hauptsächlich ein Kredit auf Basis einer Umtauschanleihe in Höhe von 450 Mio. € durch TUI AG und ein Darlehen zur Finanzierung von Schiffen und Containern in Höhe von 750 Mio. US-Dollar durch Hapag-Lloyd. Diesen wiederum stand die Rückzahlung der Wandelanleihe in Höhe von 385 Mio. € durch TUI AG und die Tilgung kurzfristiger Bankkredite durch die TUI Travel gegenüber. Durch Zinszahlungen flossen 321 Mio. € ab, eine Zunahme von 23 % gegenüber dem Vorjahr.
Entwicklung des Finanzmittelbestands
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Bestand am Anfang der Periode | 1 614,0 | 688,7 | + 134,4 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen | + 0,8 | + 441,7 | - 99,8 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | - 128,9 | - 72,3 | - 78,3 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | + 683,5 | + 555,9 | + 23,0 |
| Bestand am Ende der Periode1) | + 2 169,4 | + 1 614,0 | + 34,4 |
1) Zum 31.12.2008 werden Finanzmittelbestände im Höhe von 123,9 Mio. € in der Bilanzposition Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen (Vorjahr 0,0 Mio. €).
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Die detaillierte Kapitalflussrechnung und weitere Erläuterungen hierzu enthalten der Konzernabschluss sowie der Abschnitt „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Investitionsanalyse
Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt, weitere Erläuterungen hierzu enthält der Anhang zum Konzernabschluss.
Zugänge zum Anlagevermögen
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1,4 | 36,5 | - 96,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 153,7 | 64,0 | + 140,2 |
| Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien | 4,2 | 7,4 | - 43,2 |
| Sachanlagen | 407,0 | 1 008,4 | - 59,6 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 72,4 | 124,5 | - 41,8 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 5,1 | 12,1 | - 57,9 |
| Gesamt | 643,8 | 1 252,9 | - 48,6 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Zugänge zum Sachanlagevermögen nach Sparten
Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen hatte in 2008 mit 407 Mio. € einen Anteil von 63 % an den Zugängen zum Anlagevermögen. In der Touristik fielen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 405 Mio. € an, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 52 % entsprach. Auf die Containerschifffahrt entfielen 386 Mio. € bzw. 48 % und auf den Zentralbereich 6 Mio. €.
Investitionen in Sachanlagen nach Sparten
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 404,9 | 432,8 | - 6,4 |
| Zentralbereich | 6,3 | 5,5 | + 14,5 |
| Fortzuführende Geschäftsbereiche | 411,2 | 438,3 | - 6,2 |
| Containerschifffahrt | 386,1 | 570,1 | - 32,3 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | 386,1 | 570,1 | – |
| Gesamt | 797,3 | 1 008,4 | - 20,9 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Touristik
Der größte Teil der Investitionen in der Touristik floss mit 166 Mio. € in den Bereich TUI Hotels & Resorts. Davon entfielen rund 115 Mio. € auf laufende begonnene Großprojekte in Portugal, Jamaika, Marokko und auf den Kapverden.
Containerschifffahrt
In der Containerschifffahrt betrug das Investitionsvolumen 386 Mio. €. Hierin enthalten waren im Wesentlichen Zugänge in Höhe von 135 Mio. € aus der Indienststellung von zwei Containerschiffen sowie Anzahlungen für Schiffsneubauten mit einer geplanten Auslieferung in 2011. Darüber hinaus waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Containerequipment in Höhe von 81 Mio. € enthalten.
Investitionsverpflichtungen
Bestellobligen
Am Bilanzstichtag bestanden auf Grund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2008 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligen für Investitionen in Höhe von insgesamt 3 614 Mio. €, davon betrafen 555 Mio. € geplante Auslieferungen im Geschäftsjahr 2009. Weitere Erläuterungen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Touristik
In der Touristik betreffen die Bestellobligen für Investitionen hauptsächlich die Flottenerneuerungsprogramme der Fluggesellschaften. Aus dem Bestellobligo bei Boeing – aus Kaufverträgen und ausgeübten Optionen – wurden im Laufe des Jahrs acht Flugzeuge (Boeing 737) ausgeliefert. Die Gesamtorder belief sich am Ende des Jahrs 2008 zur Auslieferung bis 2015 auf 59 Flugzeuge. Weitere sechs Auslieferungen sind für das Jahr 2009 vorgesehen.
Containerschifffahrt
In der Schifffahrt hatte die Hapag-Lloyd am Bilanzstichtag insgesamt 14 Containerschiffe mit einer Kapazität von je 8 750 TEU in Auftrag gegeben, die bis zum Jahre 2011 ausgeliefert werden sollen. Zwölf Schiffe wurden direkt bestellt, für zwei, die in 2009 zur Auslieferung kommen, wurden langfristige Charterverträge abgeschlossen.
Finanzlage der TUI AG
Die TUI AG ist die Obergesellschaft und zentrale Finanzierungseinheit des TUI
Konzerns. Dadurch ist auch ihre Finanzlage im Wesentlichen geprägt. Die beschriebenen Veränderungen des Eigenkapitals, insbesondere des Grundkapitals und der Rücklagen sowie der Anleihen für den TUI Konzern, spiegeln sich entsprechend in der Bilanz der TUI AG wider.
Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)
| Mio € | 2008 | 2007 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 3 028,7 | 8 123,6 | - 62,7 |
| Umlaufvermögen | 5 740,7 | 3 103,1 | + 85,0 |
| Rechnungsabgrenzungen | 24,4 | 44,7 | - 45,4 |
| Aktiva | 8 793,8 | 11 271,4 | - 22,0 |
| Eigenkapital | 2 116,1 | 3 706,3 | - 42,9 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 40,3 | 41,5 | - 2,9 |
| Rückstellungen | 1 154,6 | 1 054,3 | + 9,5 |
| Anleihen | 3 019,0 | 3 403,5 | - 11,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1 055,1 | 883,6 | + 19,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1 393,5 | 2 171,0 | - 35,8 |
| Verbindlichkeiten | 5 467,6 | 6 458,1 | - 15,3 |
| Rechnungsabgrenzungen | 15,2 | 11,2 | + 35,7 |
| Passiva | 8 793,8 | 11 271,4 | - 22,0 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2008 |
Entwicklung der Kapitalstruktur der TUI AG
Eigenkapital
Das Eigenkapital der TUI AG verminderte sich deutlich um 43 % auf 2 116 Mio. €. Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €. Die Ausgabe von 198 730 Belegschaftsaktien im Dezember 2008 erhöhte das gezeichnete Kapital um rund 0,5 Mio. € auf knapp 643 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahrs setzte sich das gezeichnete Kapital damit aus 251 444 305 Aktien zusammen.
Der Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr ein Betrag in Höhe von 1 504 Mio. €
entnommen und zum Ausgleich des eingetretenen Jahresfehlbetrags, vermindert um den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr, verwendet. Die Gewinnrücklagen blieben unverändert. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags sowie der Entnahme aus der Kapitalrücklage ist das Bilanzergebnis ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht auf 24,1 % (Vorjahr 32,9 %).
Nahezu unverändert blieb der Sonderposten mit Rücklageanteil aus steuerlichen Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen nahmen um 10 % auf 1 155 Mio. € zu. Sie setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 230 Mio. € (Vorjahr 198 Mio. €) und übrigen Rückstellungen in Höhe von 925 Mio. € (Vorjahr 856 Mio. €) zusammen. Ursächlich für den Anstieg waren höhere Rückstellungen für Beteiligungsrisiken.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der TUI AG betrugen 5 468 Mio. € und nahmen um 991 Mio. € oder
15 % ab. Der deutliche Rückgang ist auf die Rückzahlung kurzfristiger Anlagen der TUI Travel PLC zurückzuführen.
Kapitalbevorratungsbeschlüsse der Hauptversammlungen
Angaben zu neuen bzw. bestehenden Kapitalbevorratungsbeschlüssen der Hauptversammlungen sind im folgenden Kapitel „Übernahmerechtliche Angaben“ zu finden.
