Umweltschutz Monitoring von Umweltkennzahlen. Implementierung von Umweltmanagementsystemen.
Umweltschutz Monitoring von Umweltkennzahlen. Implementierung von Umweltmanagementsystemen.
| Service |
Im Rahmen der nachhaltigen Unternehmenspolitik sind die stetige Weiterentwicklung der Umweltqualitätsstandards und ihre Umsetzung in allen Konzernbereichen von strategischer Bedeutung für die TUI AG. Insbesondere die Bereiche Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt sind zentrale Handlungsfelder für ein nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften im TUI Konzern.
Kennzahlen zur Konzernumweltleistung
Umweltmonitoring
Mit Gründung der TUI Travel wurden die Prozesse zur internen Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie das Monitoring relevanter Kennzahlen angepasst und ausgeweitet. Bei der verstärkten Orientierung an internationalen Standards wie den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI G3 Guidelines) wurde die Vergleichbarkeit der Kennzahlen weitestgehend berücksichtigt. Auf Grund bestimmter Spezifizierungen unterliegen einige Kennzahlen sowie deren Vorjahreswerte neuen Berechnungsmethoden.
Energieeinsatz
Den größten Anteil am Gesamtenergieeinsatz im Konzern verzeichnen der Flugbereich und die Schifffahrt mit der Nutzung fossiler Brennstoffe. Konzernweit belief sich der gesamte Energieeinsatz auf 239 914 Tera Joule (TJ) (Vorjahr: 248 991 TJ). Auf Grund der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der First Choice Airways und Island Cruises sowie Veränderungen des Flottenportfolios der TUI Fluggesellschaften ist eine Vergleichbarkeit des Energieeinsatzes mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt möglich.
In 2008 erreichten die TUI Fluggesellschaften einen durchschnittlichen spezifischen Treibstoffverbrauch von 3,01 Litern Kerosin pro 100 Passagierkilometer (pkm)
(Vorjahr: 3,06 L/100 pkm). Dieser Rückgang ist auf Veränderungen des Flottenportfolios und des Flugplans zurückzuführen. Mit diesem spezifischen Verbrauch zählen die TUI Airlines im Vergleich weiterhin zu den effizientesten europäischen Fluggesellschaften.
In der Containerschifffahrt lag der spezifische Energieaufwand pro Standardcontainer (TEU) und Seemeile (sm) in 2008 bei 2,26 Mega Joule (MJ) (Vorjahr: 2,31 MJ/TEU/sm). Die Kreuzschifffahrtsflotte hat einen Anteil von weniger als 3 % am Gesamtenergieeinsatz.
Kohlendioxidemissionen
Der Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche und globale Herausforderung, mit der sich TUI seit Jahren aktiv auseinandersetzt. Die Relevanz der das Klima beeinflussenden Kohlendioxidemissionen (CO2) als entscheidende Umweltkennzahl und Steuerungsgröße wird als sehr hoch eingeschätzt. Der CO2-Gesamtausstoß betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 16,50 Mio. Tonnen (Vorjahr: 17,14 Mio. Tonnen). Bei den TUI Fluggesellschaften lag der spezifische CO2-Ausstoß bei 78 g pro Passagierkilometer (Vorjahr: 79 g/pkm [ohne First Choice Airways]).
Die Kreuzschifffahrtsflotte hat am CO2-Gesamtausstoß einen Anteil von unter 3 %. Änderungen bei der Flottenzusammenstellung sowie die Reduzierung der Fahrtgeschwindigkeit führten zu einer Verringerung des Treibstoffeinsatzes und somit zu einem Rückgang der CO2-Emissionen. In der Containerschifffahrt lag der CO2-Ausstoß im Berichtszeitraum bei 159 g/TEU/sm (2007: 163 g/TEU/sm).
Im Bereich TUI Hotels & Resorts lagen die CO2-Emissionen bei durchschnittlich 14,09 kg CO2 pro Gast und Übernachtung (Vorjahr: 14,58 kg/Gast/Nacht).
Maßnahmen zur Reduzierung der CO2- Emissionen im Kapitel Nachhaltige Entwicklung
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Kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung
Die Einführung und die Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen in den einzelnen Konzerngesellschaften führten zur weiteren Verbesserung der Umweltleistungen, insbesondere im Hotelbereich.
So wurden die drei Schweizer Robinson Clubs Arosa, Piz Buin und Schweizerhof in 2008 erfolgreich nach ISO 14001 zertifiziert. Insgesamt haben damit 55 Anlagen aus dem Portfolio von TUI Hotels & Resorts ihr implementiertes Umweltmanagementsystem nach internationalen Standards durch unabhängige Experten zertifizieren lassen. Zum Jahresende 2008 waren die Umweltmanagementsysteme von insgesamt 15 Robinson Clubs, elf Magic Life-Clubs, drei Grecotels, acht Iberotels, neun Grupotels, vier Dorfhotels, zwei Jaz Hotel sowie drei Hotels der Sol y Mar Gruppe zertifiziert (www.tui-umwelt.com).
Darüber hinaus wurden die bestehenden Umweltmanagementsysteme am Hauptsitz der TUI AG und des Reiseveranstalters TUI Deutschland GmbH erweitert und erfolgreich geprüft. Auch der Hapag-Lloyd AG wurde ihr Engagement durch eine Zertifizierung weltweiter Aktivitäten nach ISO 14001 und der Qualitätsnorm ISO 9001 bestätigt.
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Strategische Partnerschaften und Kooperationen
TUI Multi-Stakeholder-Dialog
In 2008 führte TUI ihr Partnerschaftsabkommen „Year of the Dolphin“ zum Schutz von Walen und Delphinen mit der Bonner Konvention (Convention on Migratory Species, CMS) im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen fort. Weitere Kooperationspartner des „Year of the Dolphin“ waren die Whale and Dolphin Conservation Society sowie die Artenschutz-Abkommen ACCOBAMS und ASCOBANS.
Als Mitglied des Evaluierungskomitees der „Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ (EUROPARC) beteiligte sich TUI in 2008 aktiv an der Implementierung von Standards zur nachhaltigen touristischen Nutzung von europäischen Schutzgebieten.
Auf Einladung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit trat die TUI AG im Mai 2008 der neu gegründeten Business & Biodiversity Initiative bei. Ziel dieser durch die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GTZ koordinierten Initiative ist die stärkere Integration des Privatsektors in die Zielerreichung der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) zum weltweiten Artenschutz.
Das Engagement der TUI AG als Gründungsmitglied von econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft – wurde auch in 2008 fortgesetzt. TUI beteiligte sich an der Erstellung des econsense Klimatechnologie-Atlas zur Darstellung von innovativen Lösungsansätzen aus der Wirtschaft. Das entsprechende Internet-Portal wurde Ende 2008 gestartet.
Durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Gremien und die Bereitstellung von Spendengeldern in Höhe von bisher über 1 Mio. Euro förderte TUI Travel die Arbeit der Travel Foundation. Die Stiftung, die 2003 aus einer Zusammenarbeit der britischen Regierung mit der Tourismusbranche entstand, trägt durch Gästeaufklärung, Entwicklung entsprechender Geschäftsmodelle und Durchführung konkreter Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in den Destinationen bei.
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