TUI Aktiengesellschaft
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Vermögenslage Bilanzsumme gesteigert. Containerschifffahrt wird aufgegebener Geschäftsbereich.

Vermögenslage Bilanzsumme gesteigert. Containerschifffahrt wird aufgegebener Geschäftsbereich.

Im Geschäftsjahr 2008 führten die nach IFRS 5 vorgenommenen Umgliederungen der Aktivitäten der Containerschifffahrt in die „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte“ und die damit in Verbindung stehenden Schuldpositionen zu Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns.

Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Vergleich zum Jahresende 2007 um 3 % auf 16 705 Mio. € an. Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis im Zuge von im Berichtsjahr durchgeführten Akquisitionen von TUI Travel.

Die Vorjahreswerte wurden nach abschließender Berechnung der Kaufpreisallokation der First Choice-Gruppe angepasst. Eine Erläuterung und Überleitung ist im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt Grundlagen der Rechnungslegung dargestellt.

Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Anlagevermögen 6 599,7 10 886,3 - 39,4
Langfristige Forderungen 739,8 641,4 + 15,3
Langfristige Vermögenswerte 7 339,5 11 527,7 - 36,3
Vorräte 97,0 208,7 - 53,5
Kurzfristige Forderungen 3 078,9 2 925,7 + 5,2
Finanzmittel 2 045,5 1 614,0 + 26,7
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 4 144,5 8,8 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 9 365,9 4 757,2 + 96,9
Aktiva 16 705,4 16 284,9 + 2,6
Eigenkapital 2 243,3 3 092,4 - 27,5
Fremdkapital 14 462,1 13 192,5 + 9,6
Passiva 16 705,4 16 284,9 + 2,6
       
 
 
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Strukturkennzahlen


Vertikale Strukturen
Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 44 % am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 71 %. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung der zur Veräußerung bestimmten Aktiva der Containerschifffahrt in die kurzfristigen Vermögenswerte. Das Anlagevermögen machte 90 % der langfristigen Vermögenswerte aus; es nahm im Wesentlichen auf Grund der Umgliederung der zur Veräußerung bestimmten Aktiva um 39 % auf 6 600 Mio. € ab. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) ging von 67 % auf 40 % zurück.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 56 % nach 29 % im Vorjahr. Der deutliche Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung der zur Veräußerung bestimmten Aktiva der Containerschifffahrt in die kurzfristigen Vermögenswerte. Die Finanzmittel des Konzerns nahmen gegen­über dem Vorjahreswert nochmals um 27 % auf 2 046 Mio. € zu. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 12 % nach 10 % im Vorjahr.

Horizontale Strukturen
Die langfristigen Vermögenswerte waren am Bilanzstichtag zu 31 % durch Eigen­kapital gedeckt, nach 27 % im Vorjahr. Für das Anlagevermögen betrug die Deckung durch Eigenkapital 34 % (Vorjahr 29 %). Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das Anlagevermögen zu 94 %, im Vorjahr waren es 72 %.

Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 514,1 3 063,0 - 17,9
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 805,9 1 385,4 - 41,8
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 90,1 90,5 - 0,4
Sachanlagen 2 699,2 5 698,5 - 52,6
Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen 406,4 540,7 - 24,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 84,0 108,2 - 22,4
Anlagevermögen 6 599,7 10 886,3 - 39,4
Forderungen und Vermögenswerte 520,9 437,6 + 19,0
Latente Ertragsteueransprüche 218,9 203,8 + 7,4
Langfristige Forderungen 739,8 641,4 + 15,3
Langfristige Vermögenswerte 7 339,5 11 527,7 - 36,3
       
 
 
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Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns


Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte reduzierten sich um 18 % auf 2 514 Mio. €. Zum einen wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 97 Mio. €, die Gesellschaften der Schifffahrt-Sparte zuzuordnen waren, in die „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte“ umgegliedert. Daneben waren im Zuge der Überprüfung der Werthaltigkeit (Impairment-Test) der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen in Höhe von 107 Mio. € vorzunehmen.

Die Wertminderungen entfielen mit 73 Mio. € auf TUI Travel und mit 34 Mio. € auf den Bereich TUI Hotels & Resorts.

Mit 2 115 Mio. € oder 84 % betraf der überwiegende Teil der Geschäfts- oder Firmen­werte TUI Travel. Auf TUI Hotels & Resorts entfiel ein Anteil von 16 %.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 15 % des Gesamtvermögens sowie 112 % des Eigenkapitals.

Sachanlagen
Mit 2 699 Mio. € waren die Sachanlagen der größte Posten der Bilanz. Sie verminderten sich insbesondere durch die Umgliederungen der Aktivitäten der Containerschifffahrt in die „Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte“ sowie durch Flugzeugverkäufe im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung der Flugaktivitäten von TUI Travel um 53 %. Die Zugänge entfielen mit 233 Mio. € auf TUI Travel und mit 166 Mio. € auf TUI Hotels & Resorts. Im Sachanlagevermögen sind auch gemietete Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum verfügten. Diese so genannten Financial Leases hatten am Bilanzstichtag einen Buchwert von 260 Mio. €, der sich um 19 % gegenüber dem Vorjahr verringert hat.

Entwicklung der Sachanlagen

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Grundstücke mit Hotels 1 014,5 911,7 + 11,3
Sonstige Grundstücke 251,5 443,4 - 43,3
Flugzeuge 561,9 1 213,4 - 53,7
Schiffe 303,3 1 805,6 - 83,2
Container 0,0 407,3 n. a.
Maschinen und Anlagen 428,6 484,0 - 11,4
Anlagen im Bau, Anzahlungen 139,4 433,1 - 67,8
Gesamt 2 699,2 5 698,5 - 52,6
       
 
 
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Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen
Nach der Equity-Methode wurden insgesamt 49 Unternehmen bewertet. Davon waren 15 assoziierte Unternehmen und 34 Gemeinschaftsunternehmen. Mit 406 Mio. € war ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 25 % geringer.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte gingen um 22 % auf 84 Mio. € zurück. Sie beinhalten die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen sowie weitere Wertpapiere.

Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Vorräte 97,0 208,7 - 53,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen1) 3 033,3 2 883,7 + 5,2
Effektive Ertragsteueransprüche 45,6 42,0 + 8,6
Kurzfristige Forderungen 3 078,9 2 925,7 + 5,2
Finanzmittel 2 045,5 1 614,0 + 26,7
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 4 144,5 8,8 n. a.
Kurzfristige Vermögenswerte 9 365,9 4 757,2 + 96,9
       
 

1) inkl. Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten

 
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Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns


Vorräte
Mit 97 Mio. € nahmen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 54 % ab. Ursächlich für den Rückgang war insbesondere die Umgliederung der Containerschifffahrt in den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Kurzfristige Forderungen
Die kurzfristigen Forderungen umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, effektive Ertragsteueransprüche sowie Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten. Mit 3 033 Mio. € stiegen die kurzfristigen Forderungen um 5 % gegenüber dem Vorjahr.

Finanzmittel
Der Bestand an Finanzmitteln war mit 2 046 Mio. € um 27 % höher als im Vorjahr.

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte erhöhten sich deutlich durch die im Berichtsjahr erfolgte Umgliederung der Aktivitäten der Containerschifffahrt.

Nicht zu bilanzierendes Vermögen

Für ihren Geschäftsbetrieb setzten die Konzerngesellschaften Vermögenswerte ein, bei denen sie nach Vorschriften des IASB nicht der wirtschaftliche Eigentümer sind. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Flugzeuge, Hotelanlagen oder Schiffe, für die branchenübliche Miet-, Pacht- oder Charterverträge abgeschlossen wurden, so genannte Operating Leases.

Operative Miet-, Pacht- und Charterverträge

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Schiffe und Container 2 252,0 2 326,1 - 3,2
Flugzeuge 1 408,1 1 134,9 + 24,1
Hotelanlagen 686,5 553,2 + 24,1
Verwaltungsgebäude 300,5 389,6 - 22,9
Reisebüros 436,7 583,1 - 25,1
Sonstiges 224,9 265,1 - 15,2
Gesamt 5 308,7 5 252,0 + 1,1
Beizulegender Zeitwert 4 318,5 4 316,2 + 0,1
       
 
 
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Die finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen nahmen um 1 % auf 5 309 Mio. € ab. Mit 42 % machten Schiffe und Container den größten Anteil aus, auf Flugzeuge entfielen 27 % und auf Hotelanlagen 13 %.

Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.

Vermögenslage der TUI AG

Die Vermögenslage der TUI AG und ihre Bilanzstrukturen sind durch ihre Funktion als Obergesellschaft des TUI Konzerns geprägt. Die Bilanzsumme verminderte sich um 22 % auf 8,8 Mrd. €.

Entwicklung des Anlagevermögens
Das Anlagevermögen hatte am Bilanzstichtag einen Anteil von 34 % am Gesamtvermögen und war zu 187 % durch Eigenkapital und langfristige Finanzmittel gedeckt. Das Anlagevermögen der TUI AG bestand zu 98 % aus Finanzanlagen. Die wesentlichen Veränderungen im Anlagevermögen sind auf die strukturellen Maßnahmen zur Umsetzung der Trennung von der Containerschifffahrt zurückzuführen, zu denen im Wesentlichen die Übertragung des maritimen Vermögens auf Hapag-Lloyd AG und Kapitalmaßnahmen bei der Gesellschaft gehören.

Bei den Sachanlagen führte im Wesentlichen die konzerninterne Übertragung des maritimen Vermögens von TUI AG auf Hapag-Lloyd AG zu einem Rückgang. Die Veränderungen bei den Finanzanlagen sind geprägt durch die Veräußerungsabsicht hinsichtlich der Containerschifffahrtssparte sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis der Hapag-Lloyd AG als Erwerberin des maritimen Vermögens durch eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 687 Mio. €. Anschließend war der Beteiligungsbuchwert der Gesellschaft auf den vertraglich vereinbarten, nach Abzug der Hapag-Lloyd Finanzschulden bestimmten Veräußerungspreis für die Anteile in Höhe von rund 2,5 Mrd. € nach Berücksichtigung noch anfallender Nebenkosten abzuschreiben. Vor dem Hintergrund der Veräußerungsabsicht sind die Anteile in den Posten „Wertpapiere“ im Umlaufvermögen umgegliedert worden. Bei den Beteiligungen betreffen die Zugänge hauptsächlich Kapitaleinzahlungen in das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises.

Entwicklung des Umlaufvermögens
Der Rückgang bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen auf der Teilrückzahlung des der TUI Travel PLC gewährten verzinslichen Darlehens.

Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)

Mio € 31.12.2008 31.12.2007 Veränd. %
Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen 63,7 1 640,4 - 96,1
Finanzanlagen 2 965,0 6 483,2 - 54,3
Anlagevermögen 3 028,7 8 123,6 - 62,7
Forderungen 2 009,5 2 796,6 - 28,1
Finanzmittel 3 731,2 306,5 n. a.
Umlaufvermögen 5 740,7 3 103,1 + 85,0
Rechnungsabgrenzungen 24,4 44,7 - 45,4
Aktiva 8 793,8 11 271,4 - 22,0
Eigenkapital 2 116,1 3 706,3 - 42,9
Sonderposten mit Rücklageanteil 40,3 41,5 - 2,9
Rückstellungen 1 154,6 1 054,3 + 9,5
Verbindlichkeiten 5 467,6 6 458,1 - 15,3
Rechnungsabgrenzungen 15,2 11,2 + 35,7
Passiva 8 793,8 11 271,4 - 22,0
       
 
 
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