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Das Geschäftsjahr 2007 war durch den Zusammenschluss der touristischen Aktivitäten der TUI mit der First Choice geprägt. Im Zuge dieser Fusion erhöhte sich die Bilanzsumme und damit insbesondere auch die Verschuldung des TUI Konzerns durch die Finanzschulden, die seitens First Choice in den Konzernabschluss einzubeziehen waren. Mittelaufnahmen von 694 Mio. € über eine Wandelanleihe sowie 150 Mio. € durch Privatplatzierungen stärkten die Liquiditätsvorsorge im Rahmen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung.
Finanzlage des Konzerns
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Grundsätze
Das Finanzmanagement im TUI Konzern erfolgt grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die TUI AG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken.
Im Zuge der Fusion der touristischen Aktivitäten der TUI mit First Choice zur TUI Travel PLC wurde eine Aufgabenteilung für das bisher allein bei der TUI AG geführte, zentrale Cash-Management sowie das finanzwirtschaftliche Risikomanagement umgesetzt. Die TUI Travel PLC übt diese Funktionen nun entsprechend der unveränderten Risikopolitik des Konzerns für den Geschäftsbereich Touristik aus, während für die anderen geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns diese Funktion weiterhin bei der TUI AG liegt.
Ziele
Das Finanzmanagement der TUI zielt darauf ab, die TUI AG und ihre Tochtergesellschaften jederzeit und nachhaltig mit ausreichender Liquidität und Kapital zu versorgen sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus Währungen, Zinsen und Rohstoffpreisen zu begrenzen. Alle Transaktionen
orientieren sich an dem Ziel, Finanzkennzahlen zu erlangen, die zu einer Verbesserung des derzeitigen Credit Ratings beitragen.
Liquiditätssicherung
Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:
- Im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt.
- Durch syndizierte Kreditfazilitäten und bilaterale Bankkreditlinien sowie den Bestand an flüssigen Mitteln sichert sich die TUI eine ausreichende Liquiditätsreserve. Grundlage für die Dispositionen mit den Banken ist ein monatliches, rollierendes Liquiditätsplanungssystem.
Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken
Die Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der TUI Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken im Wesentlichen durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Die Geschäfte der Konzerngesellschaften werden hauptsächlich in Euro, in US-Dollar sowie in Britischen Pfund abgewickelt; daneben sind Schweizer Franken und Schwedische Kronen von Bedeutung. Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen für die Grundgeschäfte werden Sicherungsgeschäfte in insgesamt über 20 Fremdwährungen getätigt. Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die durch die Liquiditätsbeschaffung an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten entstehen, werden im Rahmen des Zinsmanagements fallweise derivative Zinssicherungsinstrumente eingesetzt. Rohstoffpreisänderungen wirken sich im TUI Konzern insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen, wie Kerosin und Bunkeröl, aus. Sofern es nicht möglich ist, Preissteigerungen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen an Kunden weiterzugeben, werden Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen sowohl in der Touristik als auch in der Schifffahrt überwiegend durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.
Weitere Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten der „Risikobericht“ des Lageberichts und der Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Entwicklung der Kapitalstruktur des Konzerns
Kapitalstruktur des Konzerns
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 11 507,6 | 10 157,6 | + 13,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4 796,6 | 2 872,8 | + 67,0 |
| Aktiva | 16 304,2 | 13 030,4 | + 25,1 |
| Gezeichnetes Kapital | 642,3 | 641,7 | + 0,1 |
| Rücklagen inklusive Bilanzgewinn | 1 889,7 | 1 791,8 | + 5,5 |
| Hybrid-Kapital | 294,8 | 294,8 | + 0,0 |
| Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital | 297,4 | 279,1 | + 6,6 |
| Eigenkapital | 3 124,2 | 3 007,4 | + 3,9 |
| Langfristige Rückstellungen | 1 816,9 | 1 726,2 | + 5,3 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 625,6 | 714,5 | - 12,4 |
| Rückstellungen | 2 442,5 | 2 440,7 | + 0,1 |
| Langfristige Finanzschulden | 4 732,8 | 3 477,6 | + 36,1 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 807,4 | 422,0 | + 91,3 |
| Finanzschulden | 5 540,2 | 3 899,6 | + 42,1 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 256,8 | 55,3 | + 364,4 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 4 940,5 | 3 627,4 | + 36,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5 197,3 | 3 682,7 | + 41,1 |
| Passiva | 16 304,2 | 13 030,4 | + 25,1 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Kapitalstruktur
Die Entwicklung der Kapitalstruktur des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2007 wurde im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung der Vermögenswerte und Schulden der First Choice beeinflusst. Insgesamt nahm das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um 20,1 % auf 9 931 Mio. € zu, relativ zur Bilanzsumme nahm es um 2,5 Prozentpunkte auf 60,9 % ab. Die Eigenkapitalquote sank auf 19,2 % nach 23,1 % im Vorjahr. Eigenkapital und langfristige Finanzschulden machten am Bilanzstichtag, nach 49,8 % im Vorjahr, 48,2 % der Bilanzsumme aus.
Das Verhältnis der durchschnittlichen Netto-Finanzschulden zum durchschnittlichen Eigenkapital (Gearing) erhöhte sich auf 99,1 %; im Vorjahr betrug es 82,1 %.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital stieg durch die Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien im Dezember 2007 um rund 0,5 Mio. € auf 642 Mio. €. Die Kapitalrücklage, die nur Einstellungen aus Aufgeldern enthält, nahm im Wesentlichen auf Grund der emittierten Wandelanleihe um 77 Mio. € auf 2 472 Mio. € zu. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich um 22 Mio. € auf - 582 Mio. €. Im Eigenkapital ist die im Dezember 2005 begebene Hybrid-Anleihe in Höhe von 295 Mio. € enthalten. Andere Aktionäre hatten einen Anteil am Eigenkapital von 297 Mio. €.
Rückstellungen
Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, effektive und latente Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken, die je nach Eintrittserwartung als kurzfristig oder langfristig klassifiziert wurden. Sie ergaben am Bilanzstichtag insgesamt 2 443 Mio. € und lagen damit um 2 Mio. € bzw. 0,1 % über dem Wert des Vorjahres. Ursächlich hierfür war die erstmalige Einbeziehung der First Choice in den Konzernabschluss.
Finanzschulden
Die Finanzschulden erhöhten sich um insgesamt 1 641 Mio. € auf 5 540 Mio. €. Der Betrag setzte sich aus Anleihen in Höhe von 2 945 Mio. €, 2 160 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 256 Mio. € Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und 179 Mio. € übrigen Finanzschulden zusammen. Die Erhöhung resultierte aus den im Konzernabschluss einzubeziehenden Finanzschulden der First Choice sowie dem temporär zu finanzierenden, aus dem Zusammenschluss mit der First Choice bedingten erhöhten Finanzmittelbestand. Die Zuordnung zu kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt nach ihrer Fälligkeit. Die als kurzfristig ausgewiesenen Finanzschulden erhöhten sich auf 807 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere die nunmehr als kurzfristig klassifizierte Wandelanleihe über nominal 385 Mio. € mit Laufzeitende im Dezember 2008. Das Volumen der über die Konsolidierung der First Choice zusätzlichen Finanzverschuldung im TUI Konzern ist vornehmlich als langfristig klassifiziert. Darüber hinaus führten insbesondere die im Geschäftsjahr begebene Wandelanleihe über nominal 694 Mio. € sowie 150 Mio. € durch Privatplatzierungen aufgenommenen Fremdmittel zu einem Anstieg der langfristigen Finanzschulden auf 4 733 Mio. €. Weitere Informationen, insbesondere zu den Restlaufzeiten, enthält die Position „Finanzschulden“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 5 197 Mio. € um 1 515 Mio. € bzw. 41,1 % über dem Vorjahr. Bestimmend für die Erhöhung war auch hier die Einbeziehung von First Choice in den Konzernabschluss.
Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s
Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Credit Ratings der TUI AG durch die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s angepasst. Das Unternehmens-Rating bei Standard & Poor’s wurde auf „BB- (negative outlook)“ und bei Moody’s auf „B1 (negative outlook)“ geändert. Die in den Jahren 2004 und 2005 begebenen Anleihen (Senior Notes) über rund 2,0 Mrd. € sowie die im Jahr 2007 begebene Wandelanleihe über rund 0,7 Mrd. € wiesen seitens Standard & Poor’s ein Rating von „B“ und seitens Moody’s von „B3“ auf. Die im Dezember 2005 begebene Hybrid-Anleihe wird auf Grund ihrer Nachrangigkeit zu anderen Finanzschulden und ihrer im Grundsatz unbegrenzten Laufzeit partiell wie Eigenkapital behandelt und wurde daher von Standard & Poor’s mit „B-“ und von Moody’s mit „B3“ eingestuft.
Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen
Das Geschäftsjahr 2007 war geprägt durch die Umfinanzierung der Finanzschulden der First Choice auf Ebene der TUI Travel PLC sowie Fremdkapitalaufnahmen durch die Begebung einer Wandelanleihe und Privatplatzierungen, die zur Liquiditätsvorsorge im Rahmen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung dienen. Im Zuge einer langjährigen Investitionsfinanzierung wurde ein mehrjähriger Kreditvertrag abgeschlossen.
Emission einer Wandelanleihe
Im Juni 2007 emittierte die TUI AG eine fünfjährige Wandelanleihe mit einem Nominalvolumen von 694 Mio. €. Der jährliche Zinskupon beträgt 2,75 %. Die Anleihe kann in Aktien der TUI AG zum Wandelpreis von 27,68 € pro Aktie gewandelt werden. Etwaige Wandlungen sind durch ein bedingtes Kapital über bis zu 64,1 Mio. € unterlegt.
Privatplatzierungen
Im Oktober 2007 wurden Privatplatzierungen mit einer Laufzeit von rund drei Jahren über ein Gesamtvolumen von 150 Mio. € begeben. Die Schuldverschreibungen sind in mehreren Tranchen verbrieft und unterliegen einer Festverzinsvereinbarung.
Umfinanzierung seitens TUI Travel PLC
Im August 2007 hat die TUI Travel PLC eine syndizierte Kreditlinie über 770 Mio. Britische Pfund unterzeichnet. Diese Linie hat eine fünfjährige Laufzeit und ist variabel verzinslich. Unter dieser Linie können Barmittel gezogen oder auch Bankavale herausgelegt werden. Mit der Kreditlinie wurde eine Rückführung der Finanzverschuldung der First Choice in Höhe von ungefähr 506 Mio. Britische Pfund refinanziert. Die Ausnutzung durch Bankavale betrug zum Bilanzstichtag rund 79 Mio. Britische Pfund.
Bonding Facility
Im März 2005 unterzeichnete TUI Northern Europe eine syndizierte
Bonding Facility, unter der TUI Northern Europe oder ihre Tochtergesellschaften Bankavale zu Gunsten von Aufsichtsbehörden als Sicherheiten stellen konnten, die für das touristische Geschäft in Großbritannien, Irland und Skandinavien vorgeschrieben sind. Der Kreditrahmen betrug nach einer bedarfsgerechten Anpassung im Januar 2007 280 Mio. Britische Pfund. Im Oktober 2007 hat TUI Northern Europe diese Linie im Zuge einer Umfinanzierung gekündigt. Die TUI Travel PLC hat im August 2007 eine neue Bonding Facility unterzeichnet, unter der die Bonding Facility der TUI Northern Europe sowie der Anteil der Bankavale, die im Rahmen der ehemaligen über 310 Mio. Britische Pfund lautenden Revolving Credit Facility der First Choice herausgelegt waren, refinanziert wurden. Das am aktuellen Bedarf adjustierte Gesamtvolumen beträgt 430 Mio. Britische Pfund. Die neue Bonding Facility hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2008 und kann im Rahmen einer von der TUI Travel PLC ausnutzbaren Verlängerungsoption um ein Jahr bis zum 31. März 2009 angepasst werden. Die Ausnutzung der Bonding Facility zum 31. Dezember 2007 betrug rund 407 Mio. Britische Pfund.
Investitionsfinanzierung
Im Zuge eines Bestellvorgangs über die Fertigung und Lieferung von sechs 8 750 TEU-Containerschiffen hat Hapag-Lloyd im November 2007 einen Konsortialkreditvertrag über 660 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Die Kreditsumme deckt 80 % des Investitionsvolumens der in 2010 zur Auslieferung geplanten Schiffe ab. Die Laufzeit des Kredits beträgt 15 Jahre und umfasst nach der Bauzeitfinanzierung eine zwölfjährige amortisierende Kreditgewährung. Die Verzinsung ist variabel. Der Kredit ist mittels der zu finanzierenden Schiffe und von der Korea Export Insurance Corporation besichert.
Zinsen und Konditionen
Finanzierungsumfeld
Das Umfeld für Finanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt hat sich im Laufe des Jahres 2007 für den TUI Konzern auf Grund der niedrigeren Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s leicht verschlechtert. Einen deutlich stärkeren Effekt hatte die noch anhaltende Vertrauenskrise im Finanzmarkt, die in der zweiten Jahreshälfte einsetzte und branchenübergreifend zu einer deutlichen Ausweitung der Kreditmargen insbesondere im Non-Investmentgrade-Bereich führte.
Zinssätze
Die im Jahresvergleich erhöhte Finanzverschuldung sowie das gestiegene Zinsniveau in diesem Zeitraum mit seinen Auswirkungen auf die variabel zu verzinsenden Finanzierungsinstrumente führten zu einem erhöhten Zinsaufwand. Zinssätze und Laufzeiten der Finanzschulden sind im Einzelnen unter der Position „Verbindlichkeiten“ (Finanzschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Das durch die Fusion mit First Choice bedingte, temporäre Vorhalten eines erhöhten Bestandes an flüssigen Mitteln sowie das gestiegene Zinsniveau führten zu einem höheren Zinsertrag.
Börsennotierte Anleihen
| Kapitalmaßnahme | Fälligkeit | Volumen Mio € |
Verzinsung % |
|---|---|---|---|
| Wandelanleihe November 2003 |
Dezember 2008 | 384,55 | 4,000 |
| Senior Floating Rate Notes Juni 2004 |
August 2009 | 400,00 | 3-Monats- EURIBOR plus 2,10 |
| Senior Fixed Rate Notes Mai 2004 |
Mai 2011 | 625,00 | 6,625 |
| Senior Floating Rate Notes Dezember 2005 |
Dezember 2010 | 550,00 | 3-Monats- EURIBOR plus 1,55 |
| Senior Fixed Rate Notes Dezember 2005 |
Dezember 2012 | 450,00 | 5,125 |
| Hybrid-Anleihe Dezember 2005 |
Unbefristet | 300,00 | 8,625 |
| Wandelanleihe Juni 2007 |
September 2012 | 694,00 | 2,750 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Operating Leases
Zur weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur wurden im Geschäftsjahr 2007 außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente (sogenannte Operating Leases) in der Touristik-Sparte genutzt. Im Zusammenhang mit der laufenden Erneuerung der Flugzeugflotte in der Touristik sind in 2007 insgesamt 18 Flugzeuge zugegangen. Für alle Maschinen wurden Operating Lease-Verträge abgeschlossen, davon elf Flugzeuge im Rahmen sogenannter Sale-and-lease-back-Transaktionen. In der Schifffahrt wurden langfristige Charterverträge für zwei bestellte 8 750 TEU-Schiffe abgeschlossen, die im Dezember 2009 ausgeliefert werden. Zwei neu in Dienst gestellte 4 250 TEU-Schiffe wurden ebenfalls über langfristige Verträge eingechartert. Darüber hinaus wurden zur Erweiterung der Flotte mittelfristige Charterverträge für fünf Containerschiffe mit einer Kapazität zwischen 1 000 und 2 800 TEU abgeschlossen.
Die Entwicklung der operativen Miet-, Pacht- und Charterverträge ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt. Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen hieraus enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss. Haftungsverhältnisse gegenüber Zweckgesellschaften bestanden nicht.
Liquiditätsanalyse
Liquiditätsreserve
Die Zahlungsfähigkeit des TUI Konzerns war im Geschäftsjahr 2007 durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem laufendem Geschäft, Bestände an flüssigen Mitteln sowie bilaterale und syndizierte Kreditvereinbarungen mit Banken jederzeit gegeben.
Im Dezember 2005 schloss die TUI AG eine Vereinbarung über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 1,75 Mrd. € (Multicurrency Revolving
Credit Facility) ab, die nach Ausübung einer Verlängerungsoption eine Laufzeit bis Dezember 2009 aufwies. Im Januar 2007 konnte die Kreditlinie auf Grund erster umgesetzter Maßnahmen im Rahmen eines Programms zur Reduzierung des gebundenen Kapitals bedarfsgerecht auf
1,0 Mrd. € reduziert werden. Neben der syndizierten Kreditlinie bestand die Liquiditätsreserve der TUI aus nicht ausgenutzten bilateralen Kreditlinien mit Banken sowie dem Finanzmittelbestand. Die Liquiditätsreserve betrug zum Bilanzstichtag 2,6 Mrd. €.
Keine Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln
Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen auf Grund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag nicht.
Kontrollwechsel
Die börsennotierten Anleihen, die in 2006 und 2007 begebenen Privatplatzierungen sowie ein bilateraler Kreditrahmenvertrag der TUI AG enthalten Klauseln für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control). Ein Kontrollwechsel liegt insbesondere dann vor, wenn ein Dritter direkt oder indirekt die Kontrolle über je nach Vertrag mindestens 30 % oder die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien der TUI AG erwirbt.
Im Falle des Kontrollwechsels muss dem Anleihegläubiger der Rückkauf der entsprechenden Anleihe angeboten werden. Diese Regelung gilt für alle börsennotierten Anleihen mit Ausnahme der Hybrid- und Wandelanleihen. Für die Hybrid-Anleihe ist als Folgewirkung eines Kontrollwechsels ein Zinsaufschlag vereinbart, sofern eine Verschlechterung des Ratings eintritt. Im Falle der Wandelanleihen ist ein Kündigungsrecht oder die Minderung des Wandlungspreises vorgesehen.
Für die Privatplatzierungen sowie für einen bilateralen Kreditrahmenvertrag ist im Falle des Kontrollwechsels ein Kündigungsrecht seitens der Kreditgeber vorgesehen.
Das Gesamtvolumen von Finanzierungsinstrumenten und Kreditlinien mit entsprechenden Klauseln für den Fall des Kontrollwechsels beträgt derzeit rund 3,9 Mrd. €. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen in Garantien, Leasing-, Options- und anderen Finanzierungsverträgen, die umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen könnten, welche für die Liquidität des Konzerns von erheblicher Bedeutung wären.
Neben den vorgenannten Finanzierungsinstrumenten beinhaltet eine
Rahmenvereinbarung zwischen der Familie Riu und der TUI AG eine Klausel für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Im Falle des Kontrollwechsels hat die Familie Riu das Recht, von TUI mindestens 20 % und maximal sämtliche von TUI gehaltenen Anteile an der RIUSA II S.A. zu erwerben.
Eine entsprechende Vereinbarung hinsichtlich eines Kontrollwechsels bei der TUI AG besteht mit der El Chiaty Group. Ein Kontrollwechsel liegt auch hier vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Die El Chiaty Group hat in diesem Fall das Recht, von TUI jeweils mindestens 15 % und maximal alle von TUI gehaltenen Anteile an den gemeinsamen Hotelgesellschaften in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwerben.
In der Lizenzvereinbarung, die im Rahmen der Zusammenfassung des touristischen Geschäfts unter der TUI Travel PLC getroffen wurde, hat die TUI Travel PLC als Lizenznehmer im Falle eines Kontrollwechsels bei der TUI AG das Recht, das gesamte touristische Markenportfolio der TUI AG zu erwerben.
Im Zusammenhang mit der geplanten Gründung des Joint Ventures TUI Cruises zwischen Royal Caribbean Cruises Ltd. und der TUI AG wurde eine Vereinbarung im Falle eines Kontrollwechsels bei der TUI AG getroffen. Sie beinhaltet für den Partner das Recht, eine Auflösung des neu zu gründenden Joint Ventures zu verlangen und für den Erwerb des Anteils der TUI AG einen gegenüber dem Verkaufspreis für den eigenen Anteil reduzierten Kaufpreis zu dotieren.
Zusammengefasste Kapitalflussrechnung
| Mio € | 2007 | 2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | + 568,5 | + 466,5 | + 21,9 |
| Nettoab-/zufluss aus Investitionstätigkeit | - 711,6 | + 631,6 | n. a. |
| Nettozu-/abfluss aus Finanzierungstätigkeit | + 699,0 | - 1 045,7 | n. a. |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | + 555,9 | + 52,4 | + 960,9 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Der Nettozufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2007 in
Höhe von 569 Mio. € resultierte aus dem erzielten Konzernergebnis, das bereinigt um Abschreibungen, Zinsaufwendungen und Gewinne aus dem Verkauf des Anlagevermögens einen Wert von 1 116 Mio. € erreichte. Hierzu leisteten die operativen Ergebnisse in den Kerngeschäftsfeldern Touristik und Schifffahrt den wesentlichen Beitrag. Mindernd wirkte, bedingt durch den erstmaligen Einbezug der First Choice, eine Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens.
Nettoabfluss aus Investitionstätigkeit
Aus der Investitionstätigkeit sind im Jahr 2007 netto 712 Mio. € abgeflossen.
Mittelabflüsse in Höhe von 1 169 Mio. € resultierten vor allem aus den getätigten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen der Sparten Touristik und Schifffahrt. Mittelzuflüsse entstanden durch den Abgang von Sach- und Finanzanlagen in Höhe von 517 Mio. €. Ein wesentlicher Abgang war in diesem Zusammenhang der Verkauf der Montreal Gateway Terminals in der Sparte Schifffahrt.
Nettozufluss aus Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit flossen netto 699 Mio. € zu. Wesentliche
Posten waren dabei die Mittelzuflüsse aus der Begebung einer Wandelanleihe im Juni 2007, Zuflüsse aus einer neuen syndizierten Kreditlinie im Zuge der Umfinanzierung der TUI Travel PLC im August 2007 sowie begebener Privatplatzierungen im Oktober 2007 von in Summe 2 034 Mio. €. Durch Zinszahlungen flossen 298 Mio. € ab, eine Zunahme von 28,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Tilgung von Anleihen und Finanzschulden führt zu Auszahlungen von 988 Mio. €.
Entwicklung des Finanzmittelbestands
| Mio € | 2007 | 2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Bestand am Anfang der Periode | 688,7 | 607,5 | + 13,4 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen | + 441,7 | + 25,7 | n. a. |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | - 72,3 | + 3,1 | n. a. |
| Zahlungswirksame Veränderungen | + 555,9 | + 52,4 | + 960,9 |
| Bestand am Ende der Periode | + 1 614,0 | + 688,7 | + 134,4 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die detaillierte Kapitalflussrechnung und weitere Erläuterungen hierzu enthalten der Konzernabschluss sowie der Abschnitt „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Investitionsanalyse
Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt, weitere Erläuterungen hierzu enthält der Anhang zum Konzernabschluss.
Zugänge zum Anlagevermögen
| Mio € | 31.12.2007 | 31.12.2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 36,5 | 9,1 | + 301,1 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 64,0 | 45,9 | + 39,4 |
| Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien | 7,4 | 7,5 | - 1,3 |
| Sachanlagen | 1 008,4 | 692,4 | + 45,6 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 124,5 | 65,1 | + 91,2 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
12,1 | 35,4 | - 65,8 |
| Gesamt | 1 252,9 | 855,4 | + 46,5 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Zugänge zum Sachanlagevermögen nach Sparten
Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen hatte in 2007 mit 1 008 Mio. € einen Anteil von 80,5 % an den Zugängen zum Anlagevermögen. Mit 570 Mio. € bzw. 56,6 % hatte die Schifffahrt den wesentlichen Anteil. In der Touristik fielen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 433 Mio. € an, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 42,9 % entsprach. Auf den Zentralbereich entfiel mit 6 Mio. € ein Anteil von 0,6 %.
Investitionen in Sachanlagen nach Sparten
| Mio € | 2007 | 2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Touristik | 432,8 | 500,9 | - 13,6 |
| Schifffahrt | 570,1 | 185,9 | + 206,7 |
| Zentralbereich | 5,5 | 5,6 | - 1,8 |
| Fortzuführende Bereiche | 1 008,4 | 692,4 | + 45,6 |
| Einzustellende Bereiche | – | – | – |
| Gesamt | 1 008,4 | 692,4 | + 45,6 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Touristik
Der größte Teil der Investitionen in der Sparte Touristik floss mit 275 Mio. € in den Bereich TUI Hotels & Resorts. Davon entfielen rund 197 Mio. € auf laufende und neu begonnene Großprojekte in Jamaika, Mexiko, Italien und auf den Kapverden.
Schifffahrt
In der Sparte Schifffahrt betrug das Investitionsvolumen 570 Mio. €. Hierin enthalten waren im Wesentlichen Zugänge in Höhe von 232 Mio. € aus der Indienststellung von drei Containerschiffen sowie Anzahlungen für sechs Schiffsneubauten mit einer geplanten Auslieferung in 2009 und 2010. Darüber hinaus waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Containerequipment in Höhe von 75 Mio. € enthalten.
Investitionsverpflichtungen
Bestellobligen
Am Bilanzstichtag bestanden auf Grund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2007 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligen für Investitionen in Höhe von insgesamt 3 451 Mio. €, davon betrafen
577 Mio. € geplante Auslieferungen im Geschäftsjahr 2008. Weitere Erläuterungen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.
Touristik
In der Touristik betreffen die Bestellobligen für Investitionen hauptsächlich die Flottenerneuerungsprogramme der Fluggesellschaften. Aus dem Bestellobligo bei Boeing – aus Kaufverträgen und ausgeübten Optionen – wurden im Laufe des Jahres zehn Flugzeuge (Boeing 737) ausgeliefert. Durch die Fusion mit First Choice erhöhte sich das Bestellobligo um weitere zwölf Maschinen (Boeing 787), sodass sich die Gesamtorder am Ende des Jahres 2007 zur Auslieferung bis 2013 auf 67 Flugzeuge belief. Weitere zehn Auslieferungen sind für das Jahr 2008 vorgesehen.
Schifffahrt
In der Schifffahrt hatte die Hapag-Lloyd am Bilanzstichtag insgesamt zehn Containerschiffe mit einer Kapazität von je 8 750 TEU in Auftrag gegeben, die bis zum Jahre 2010 ausgeliefert werden sollen; zwei Schiffe davon bereits im Geschäftsjahr 2008. Acht Schiffe wurden direkt bestellt, für zwei Schiffe wurden langfristige Charterverträge abgeschlossen.
CP Ships hatte zur Erweiterung ihrer Flotte im Jahr 2003 langfristige Chartervereinbarungen über neun Containerschiffe mit einer Kapazität von je 4 250 TEU abgeschlossen. Davon wurden ein Schiff im Geschäftsjahr 2005, sechs in 2006 und zwei im Jahr 2007 ausgeliefert.
Finanzlage der TUI AG
Die TUI AG ist die Obergesellschaft und zentrale Finanzierungseinheit des TUI Konzerns. Dadurch ist auch ihre Finanzlage im Wesentlichen geprägt. Die beschriebenen Veränderungen des Eigenkapitals, insbesondere des Grundkapitals und der Rücklagen sowie der Anleihen für den TUI Konzern, spiegeln sich entsprechend in der Bilanz der TUI AG wider.
Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)
| Mio € | 2007 | 2006 | Veränd. % |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 8 123,6 | 9 888,4 | - 17,8 |
| Umlaufvermögen | 3 103,1 | 602,1 | + 415,4 |
| Rechnungsabgrenzungen | 44,7 | 49,0 | - 8,8 |
| Aktiva | 11 271,4 | 10 539,5 | + 6,9 |
| Eigenkapital | 3 706,3 | 3 616,5 | + 2,5 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 41,5 | 42,6 | - 2,6 |
| Rückstellungen | 1 054,3 | 730,3 | + 44,4 |
| Anleihen | 3 403,5 | 2 709,5 | + 25,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 883,6 | 641,4 | + 37,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2 171,0 | 2 786,6 | - 22,1 |
| Verbindlichkeiten | 6 458,1 | 6 137,5 | + 5,2 |
| Rechnungsabgrenzungen | 11,2 | 12,6 | - 11,1 |
| Passiva | 11 271,4 | 10 539,5 | + 6,9 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Entwicklung der Kapitalstruktur der TUI AG
Eigenkapital
Das Eigenkapital der TUI AG erhöhte sich leicht um 2,5 % auf 3 706 Mio. €. Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €. Die Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien im Dezember 2007 veränderte die Höhe des gezeichneten Kapitals kaum. Es blieb fast unverändert bei rund 642 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres setzte sich das gezeichnete Kapital damit aus 251 245 575 Aktien zusammen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich leicht, insbesondere in Folge der Ausgabe einer Wandelanleihe, um 23 Mio. € auf 2 420 Mio. €. Die Gewinnrücklagen stiegen, bedingt durch die Einstellungen aus dem Jahresüberschuss, an. Der Bilanzgewinn erhöhte sich um 33 Mio. € auf 88 Mio €. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht auf 32,9 % (Vorjahr 34,3 %).
Nahezu unverändert blieb der Sonderposten mit Rücklageanteil aus steuerlichen Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen nahmen um 44,4 % auf 1 054 Mio. € deutlich zu. Sie setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 198 Mio. € (Vorjahr 224 Mio. €) und übrigen Rückstellungen in Höhe von 856 Mio. € (Vorjahr 506 Mio. €) zusammen. Ursächlich für den Anstieg waren höhere Drohverlustrückstellungen für derivative Finanzinstrumente im Bereich der sonstigen Rückstellungen.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der TUI AG betrugen 6 458 Mio. € und stiegen um 321 Mio. € oder 5,2 %.
Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf und zur Ausgabe von Aktien
Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 hat den Vorstand der TUI AG ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben.
Die Ermächtigung ist befristet bis zum 15. November 2008 und tritt an die Stelle der in der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 erteilten Genehmigung. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 beschloss ein bedingtes Kapital in Höhe von 100 Mio. €; danach können bis zum 9. Mai 2011 Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechte und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von
1,0 Mrd. € ausgegeben werden. Mit der Begebung einer Wandelanleihe über ein Nominalvolumen von 694 Mio. € am 1. Juni 2007 wurde das bedingte Kapital mit 64,1 Mio. € ausgenutzt.
Weiterhin bestand ein noch nicht genutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 317 Mio. €. Hierin enthalten war ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe von Belegschaftsaktien in Höhe von 7 Mio. €. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses bis zum 17. Mai 2009 zu nutzen. Zusätzlich zu dem für die Ausgabe von Belegschaftsaktien vorgesehenen genehmigten Kapital wurden auf der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 Beschlüsse zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 310,0 Mio. € gefasst. Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen ist auf 128,0 Mio. € beschränkt. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses bis zum 9. Mai 2011 zu nutzen.
