TUI Aktiengesellschaft
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Touristik Fusion mit First Choice Holidays PLC und Börsengang der neuen TUI Travel PLC umgesetzt. Ergebnisanstieg um 14 %.

Touristik Fusion mit First Choice Holidays PLC und Börsengang der neuen TUI Travel PLC umgesetzt. Ergebnisanstieg um 14 %.

Die Sparte Touristik umfasst die TUI Travel PLC und den Bereich TUI Hotels & Resorts. In der TUI Travel PLC wurden im Geschäftsjahr 2007 die Vetriebs-, Veranstalter- und Flugaktivitäten sowie die Zielgebietsagenturen des TUI Konzerns mit den Aktivitäten der ehemaligen First Choice Holidays PLC zusammengeführt. Das Geschäft der TUI Travel PLC entwickelte sich nach einem durch schwierige Markbedingungen gekennzeichneten ersten Halbjahr im weiteren Jahresverlauf deutlich positiv. Dadurch konnte das bereinigte Ergebnis, vor Berücksichtigung des Ergebnisbeitrages der ab September einzubeziehenden Geschäfte der ehemaligen First Choice, in 2007 gesteigert werden. Der Bereich TUI Hotels & Resorts profitierte in 2007 wiederum von dem weiteren Wachstum der Riu-Gruppe.

Umsatz und Ertrag in der Touristik

Kennzahlen Touristik

Mio € 2007 2006 Veränd. %
Umsatz 15 638,5 14 085,1 + 11,0
       
Segmentumsatz 15 664,5 14 121,7 + 10,9
Umsatzkosten 14 444,8 13 104,2 + 10,2
Bruttogewinn 1 219,7 1 017,5 + 19,9
Verwaltungsaufwendungen 1 088,3 876,9 + 24,1
Sonstige Erträge/Aufwendungen 40,1 204,3 - 80,4
Equity-Ergebnis 39,0 43,0 - 9,3
Sparten-EBITA 210,5 387,9 - 45,7
Abgangsergebnisse + 6,8 - 153,3  
Restrukturierung + 62,4 + 100,6  
Kaufpreisallokation + 48,8  
Einzelsachverhalte + 120,4 + 59,5  
Bereinigtes Sparten-EBITA 448,9 394,7 + 13,7
       
Investitionen 531,1 547,7 - 3,0
Mitarbeiter (31.12.) 59 832 44 409 + 34,7
       
 
 
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Im Berichtsjahr 2007 stieg der touristische Umsatz mit 15,6 Mrd. € um 11,0 % gegenüber dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahresvergleich führte die erstmalige Einbeziehung der First Choice zu einem deutlichen Umsatz­anstieg. Um diesen Sondereffekt bereinigt sowie in 2006 noch anteilig enthaltener Umsätze aus den desinvestierten Geschäftsreiseaktivitäten, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 %.

Den Umsatzerlösen wurden die Umsatzkosten gegenübergestellt. Sie betrugen 14,4 Mrd. €, ein Plus von 10,2 %. Im Jahr 2007 betrug der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten 1 220 Mio. € (Vorjahr 1 018 Mio. €), ein Plus von 19,9 %.

Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten Aufwendungen, welche nicht direkt durch die Erzielung der Umsatzleistung verursacht sind wie Aufwendungen für allgemeine Managementfunktionen. Der Anstieg in 2007 war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch die erstmalige Einbeziehung von First Choice bedingt.

Sonstige Erträge und andere Aufwendungen umfassen in erster Linie Gewinne bzw. Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens. Der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen reduzierte sich um 164 Mio. € auf 40 Mio. €. Ursächlich für den Rückgang war der noch im Vorjahresergebnis enthaltene Abgangsgewinn aus dem Verkauf der Geschäftsreiseaktivitäten.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Mit 39 Mio. € in 2007 verringerte es sich um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisbeiträge resultierten im Wesentlichen aus den Equity-Gesellschaften in den Bereichen TUI Hotels Resorts und Online Destination Services bei TUI Travel PLC.

Das Ergebnis der Touristik-Sparte erreichte insgesamt 211 Mio. € (Vorjahr 388 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist zum einen auf den im Vorjahr enthaltenen Einmalertrag aus der Desinvestition der Geschäftsreiseaktivitäten zurückzuführen. Zum anderen wurde das Ergebnis in 2007 durch Restrukturierungskosten und durch die planmäßige Amortisation von Vermögens­werten aus den Kaufpreiszuordnungen im Zuge des Erwerbs der First Choice belastet. Bereinigt um Sondereinflüsse belief sich das operative Ergebnis der Sparte Touristik auf 449 Mio. €, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 13,7 %. Die TUI Travel PLC trug zu diesem Ergebnis 304 Mio. € bei, der Anteil des Bereichs TUI Hotels & Resorts betrug 146 Mio. €. In dem bereinigten Ergebnis der TUI Travel PLC ist ein Ergebnisbeitrag der erstmals ab September 2007 einzubeziehenden Bereiche von First Choice in Höhe von 3 Mio. € enthalten.

TUI Travel PLC

Kennzahlen TUI Travel PLC

Mio € 2007 2006 Veränd. %
Umsatz 15 258,7 13 676,0 + 11,6
Sparten-EBITA 103,3 150,6 - 31,4
Abgangsergebnisse + 6,8 - 12,8  
Restrukturierung + 62,4 + 97,9  
Kaufpreisallokation + 48,8  
Einzelsachverhalte + 83,1 + 22,9  
Bereinigtes Sparten-EBITA 304,4 258,6 + 17,7
       
Investitionen 220,9 361,8 - 38,9
Mitarbeiter (31.12.) 47 705 33 696 + 41,6
       
 
 
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Umsatz und Ergebnis

Die Umsatzerlöse der TUI Travel PLC erhöhten sich in 2007 um 1,6 Mrd. € auf 15,3 Mrd. €, was wesentlich auf die erstmalige Einbeziehung der First Choice-Aktivitäten zurückzuführen ist. Der um diesen Sondereffekt bereinigte Umsatz erhöhte sich um 1,8 %.

Das Ergebnis der TUI Travel PLC verringerte sich 2007 gegenüber dem Vorjahr um 31,4 % auf 103 Mio. €. Der Ergebnisrückgang ist zum einen auf den im Vorjahr enthaltenen Einmalertrag aus der Desinvestition der Geschäftsreiseaktivitäten zurückzuführen. Zum anderen enthielt das Ergebnis 2007 Belastungen, insbesondere aus der Fusion mit First Choice.

In dem Ergebnis 2007 enthalten sind Sondereinflüsse aus:

  • laufenden Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 28 Mio. €.
  • Einmalaufwendungen aus Einzelsachverhalten in Höhe von 27 Mio. €, davon unter anderem einmalige Belastungen aus dem Re-Branding der neuen Marke TUIfly.com in Höhe von 13 Mio. € und Einmalbelas­tungen aus nicht überwälzbaren Aufwendungen aus der Umstellung der Besteuerung von Flugpassagieren in Großbritannien (Air Passenger Duty) in Höhe von 10 Mio. €.
  • Belastungen im Zuge der Fusion zwischen First Choice und den touris­tischen Einheiten der TUI in Höhe von insgesamt 146 Mio. €, davon Abgangsergebnisse von 7 Mio. €, Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 34 Mio. €, Kaufpreisallokationen in Höhe von 49 Mio. € und Einmalkosten der Integration in Höhe von 56 Mio. €.
Nach Bereinigung dieser Sondereffekte ergab sich ein Ergebnis von 304 Mio. € für die TUI Travel PLC, was einem Ergebnisanstieg von 46 Mio. € gegenüber dem vergleichbaren Vorjahr entspricht. Hierin ist ein Ergebnisbeitrag der erstmals ab September 2007 einzubeziehenden Bereiche von First Choice von 3 Mio € enthalten. Der Anstieg des um die erstmalige Einbeziehung von First Choice und Sondereffekte bereinigten Ergebnisses ist wesentlich auf die erfolgreichen Restrukturierungsprogramme in Groß­britannien und Frankreich sowie auf eine Erholung des französischen Reisemarktes zurückzuführen. Im deutschen Markt wirkte sich das Abschneiden der Flugaktivitäten belastend aus.

Mainstream

Mainstream Holidays ist der größte Bereich innerhalb der TUI Travel PLC und umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Quellmärkten Europa Mitte, Europa Nord und Europa West.

Gästezahlen TUI Travel PLC Mainstream

Tsd 2007 2006 Veränd. %
Europa Mitte 11 590 10 542 + 9,9
Europa Nord 7 742 6 999 + 10,6
davon First Choice Holidays1) (764)
Europa West 4 632 4 389 + 5,5
Gesamt 23 963 21 930 + 9,3
       
 

1) Ab 3. September 2007

 
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Europa Mitte
Im Quellmarkt Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz sowie die Fluggesellschaft TUIfly.com) stieg die Anzahl der Gäste im Geschäftsjahr 2007 um 9,9 %. Daran waren vor allem die Veranstalter der TUI Deutschland, aber auch das Einzelplatzgeschäft von TUIfly.com beteiligt. Das gestiegene Geschäftsvolumen in Deutschland führte auch zu einem gestiegenen Umsatz im Quellmarkt Europa Mitte.

Insgesamt konnte der Quellmarkt Europa Mitte trotz einer insgesamt positiven Buchungsentwicklung in der Sommersaison 2007 auf Grund der schwierigen Bedingungen im deutschen Flugmarkt nicht an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen. Der wesentliche Grund für den Ergebnisrückgang lag in der leicht gesunkenen Auslastung im Flugbereich.

Europa Nord
Im Quellmarkt Europa Nord (Großbritannien, Irland, Nordische Länder sowie die Fluggesellschaften Thomsonfly, TUIfly Nordic und First Choice Airways) stiegen in einem schwierigen Marktumfeld die Gästezahlen auch durch das in 2007 erstmalig seit September einbezogene Mainstream­geschäft von First Choice in Großbritannien an. Um diesen Sondereffekt bereinigt bewegte sich die Gästezahl auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei stand dem wachsenden Einzelplatzgeschäft von Thomsonfly sowie der positiven Entwicklung in den Nordischen Ländern ein Rückgang im briti­schen Veranstaltungsgeschäft gegenüber. Bereinigt um die viermonatige Einbeziehung des UK Mainstreamgeschäfts der First Choice in 2007 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Im Oktober 2007 wurde der irische Reise­­veranstalter Budget Travel auf Grund kartellrechtlicher Auflagen im Zusammenhang mit der Fusion der touristischen Einheiten der TUI und First Choice Holidays PLC an die isländische Gesellschaft Primera Travel Group verkauft und ist daher nur anteilig bis zum Zeitpunkt der Veräußer­ung im Quellmarkt enthalten.

Der Quellmarkt Europa Nord konnte auf Grund der Erfolge der in den Vor­­jahren und in 2007 durchgeführten Restrukturierungsprogramme trotz eines schwierigen Marktumfeldes in Großbritannien an das Vorjahr anknüpfen. Das britische Pauschalreisegeschäft litt im Geschäftsjahr 2007 unter einem preisagressiven Marktumfeld und Kostendruck, insbesondere nach der Erhöhung der Air Passenger Duty (APD). Im vierten Quartal waren im britischen Reisemarkt erste Erholungstendenzen zu beobachten. Die Nordischen Länder verzeichneten einen erfreulichen Geschäftsverlauf in einem weiterhin positiven Marktumfeld.

Europa West
Im Quellmarkt Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien sowie die Fluggesellschaften Corsair, Arkefly und Jetairfly) führten höhere Gästezahlen in den Niederlanden und Belgien in 2007 zu einem Umsatzanstieg.

Die Restrukturierungsmaßnahmen der touristischen Einheiten in Frankreich und die im Jahresverlauf zu verzeichnende deutliche Erholung des französischen Reisemarktes trugen zusammen mit einem weiterhin erfreulichen Geschäftsverlauf im belgischen Markt zu einer deutlich positiven Entwicklung im Quellmarkt Europa West bei.

Specialist Holidays

Der Bereich Specialist Holidays ist in die drei Unterbereiche Länderspezial­isten, Premiumreisen und Lifestages unterteilt. Während sich die Länderspezialisten bei ihrem Produktangebot auf bestimmte Zielgebiete konzentrieren, umfasst der Premiumbereich fünf Marken, die sich auf das gehobene Urlaubserlebnis in Europa, Asien und in der Karibik spezialisiert haben. Im Unterbereich Lifestages werden speziell zugeschnittene Reisen für unterschiedliche Altersgruppen angeboten. Der Bereich wurde in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und knüpfte in diesem Zeitraum an den vergleichbaren Vorjahreszeitraum an. Die hier gebündelten Veranstalter steigerten die Zahl der in diesem Zeitraum beförderten Gäste gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 % auf 678 000.

Activity

Der Activity-Bereich umfasst eine große Anzahl an Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Yacht-, Abenteuer- und Erlebnisurlaub. Im Unterbereich für Yachtreisen werden Anbieter für Charter-Yachten vereint, während der Unterbereich Abenteuer- und Erlebnisurlaub unter anderem geführte Kultur- und Luxusreisen beinhaltet. Der Bereich Activity wurde in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und verzeichnete in diesem Zeitraum eine deutlich positive Entwicklung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Online Destination Services

Der Bereich Online Destination Services besteht aus den Online-Services und klassischen Zielgebietsleistungen. Zu den Online-Services gehören Datenbanken mit Hotels und Appartements, die sowohl an Reisebüros und Reiseveranstalter als auch an Endkunden vermittelt werden. Zu den klassischen Zielgebietsleistungen gehören Dienste am Zielort, wie der Transfer und die Betreuung von Urlaubsgästen, sowie andere Dienstleis­tungen für Reise­veranstalter und die Kreuzfahrtindustrie. Diese werden von den regional tätigen Zielgebietsagenturen durchgeführt.

Die Online-Dienstleis­tungen wurden in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und verzeichneten in diesem Zeitraum, insbesondere durch den Erwerb von Laterooms im Jahr 2007, eine deutlich positive Entwicklung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zielgebietsagenturen knüpften an das erfolgreiche Vorjahr an und leisteten in 2007 den wesentlichen Beitrag zum Ergebnis des Bereichs Online Destination Services.

TUI Hotels & Resorts

Der Hotelbereich des Konzerns ist unter TUI Hotels & Resorts zusammengefasst. Hierzu zählen Hotelgesellschaften, an denen eine Mehrheitsbe­teiligung besteht, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen finanzielle Beteiligungen gehalten werden, und Hotels, mit denen Managementverträge bestehen. Sie betrieben zum Ende des Jahres 2007 insgesamt 237 Hotels mit einer Kapazität von rund 144 000 Betten, wobei der Großteil der Anlagen der 4-Sterne-Kategorie angehört. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war im Wesentlichen durch den Übergang der Gesellschaften Nordotel, Atlantica und Gran Resort mit ihren Hotelanlagen auf die TUI Travel PLC zum 3. September 2007 bedingt.

Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels von TUI Hotels & Resorts lag bei insgesamt 32,7 Mio. Die Bettenauslastung erreichte 81,2 % und lag damit um 3,1 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäft entwickelte sich dabei in den einzelnen Hotelgruppen und regional unterschiedlich.

Umsatz und Ertragslage


Kennzahlen TUI Hotels & Resorts

Mio € 2007 2006 Veränd. %
Umsatz 379,8 346,7 + 9,5
Sparten-EBITA 108,8 86,6 + 25,6
Abgangsergebnisse  
Restrukturierung  
Kaufpreisallokation  
Einzelsachverhalte + 37,3 + 36,6  
Bereinigtes Sparten-EBITA 146,1 123,2 + 18,6
       
Investitionen 310,2 185,9 + 66,9
Mitarbeiter (31.12.) 12 127 10 713 + 13,2
       
 
 
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Im Bereich TUI Hotels & Resorts erreichte der konsolidierte Umsatz 0,4 Mrd. € und nahm damit um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Ursächlich für den Anstieg war ein Plus an verkauften Hotelübernachtungen bei verbesserten durchschnittlichen Erlösen pro Bett, wobei zu diesem Umsatzwachstum die Hotelgesellschaften nicht in gleichem Maße beitrugen. Das Ergebnis lag mit 109 Mio. € um 25,6 % über dem Vorjahreswert. Im Ergebnis waren einmalige Aufwendungen aus einer außerplanmäßigen Wertminderung auf Hotelanlagen der Magic Life-Gruppe in Höhe von 37 Mio. € enthalten. Be­reinigt um die Sondereinflüsse lag das Ergebnis im Jahr 2007 mit 146 Mio. € um 18,6 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Der operative Ergebnisanstieg wurde im Wesentlichen von der größten Hotelgruppe im Bereich TUI Hotels & Resorts, der Riu Hotels, getragen, die sowohl von ergebniswirksamen Neueröffnungen als auch von höheren Auslastungen und Erlösen pro Bett profitierte. Belastend auf die Ertragslage wirkte der relativ schwache Kurs des US-Dollar im Vergleich zum Euro. Dieser Effekt betraf in erster Linie die Riu-Gruppe mit ihren Aktivitäten in den Zielgebieten Mexiko, Jamaika, Dominikanische Republik, Bahamas und USA, wurde aber von den Verbesserungen bei Auslastungen und Raten mehr als ausgeglichen. Positiv wirkte sich darüber hinaus die operative Ergebniserholung im Clubgeschäft der Magic Life-Gruppe aus.

Geschäftsentwicklung TUI Hotels & Resorts


TUI Hotels & Resorts


Hotelmarke


2007


2006
Kapazität (in Tsd.)1)

Veränd. %


2007


2006
Auslast-
ung (%)2)

Veränd.
%-Punkte


2007


2006
Durch-
schnittl.
Erlös pro
Bett (€)3)

Veränd. %
Riu 15 071 14 086 + 7,0 85,6 83,4 + 2,2 45,96 43,30 + 6,1
Magic Life 2 835 3 170 - 10,6 80,2 75,2 + 5,0 36,75 38,33 - 4,1
Grupotel 834 819 + 1,8 83,5 83,3 + 0,2 41,19 38,43 + 7,2
Iberotel 2 719 2 722 - 0,1 61,6 56,0 + 5,6 30,24 31,50 - 4,0
Robinson 2 220 2 153 + 3,1 77,1 73,1 + 4,0 73,75 72,54 + 1,7
Grecotel 730 737 - 1,0 83,1 84,3 - 1,2 65,62 59,73 + 9,9
Dorfhotel 200 194 + 3,3 61,0 64,1 - 3,1 30,67 29,02 + 5,7
Gesamt 24 609 23 881 + 3,0 81,2 78,1 + 3,1 46,25 44,37 + 4,2
                   
 

1) Anzahl der Betten in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels, multipliziert mit Öffnungstagen pro Jahr
2) Belegte Betten, dividiert durch Kapazität
3) Arrangement-Umsatz, dividiert durch belegte Betten

 
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Riu

Riu, eine der führenden spanischen Hotelgruppen, setzte die positive Entwicklung der Vorjahre im Jahr 2007 erneut fort. Die Anzahl der Häuser betrug 103 bei einer Bettenanzahl von 73 437. Durch Veränderungen im Portfolio nahm damit bei einer leicht verringerten Anzahl von Häusern die Bettenanzahl zu. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier neue Riu Hotels eröffnet. Die Kapazitäten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 7,0 % auf 15,1 Mio. verfügbare Hotelbetten. Diese stark erweiterten Kapazitäten konnten besser als im Vorjahr ausgelastet werden, der Zuwachs betrug 2,2 Prozentpunkte. Ursächlich hierfür war die in allen Zielgebieten günstige Entwicklung der Nachfrage. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett legte um 6,1 % zu. Trotz Belastungen der Geschäftsentwicklung, die durch negative Wechselkurseffekte in den Zielgebieten im US-Dollar-Währungsraum bedingt waren, trug Riu maßgeblich zur positiven Ertragslage des Bereichs bei.

Magic Life

Magic Life, die All Inclusive-Clubmarke, betrieb im Berichtszeitraum ihre 17 Anlagen mit einer Gesamtbettenanzahl von 14 405 vorwiegend in der Türkei, in Ägypten und Tunesien. Durch eine deutliche Reduzierung der Kapazitäten um 10,6 % auf 2,8 Mio. verfügbare Hotelbetten gelang es Magic Life, die Auslastungsrate im Vergleich zum Vorjahr auf 80,2 % zu verbessern; der Anstieg betrug 5,0 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Erlös pro Bett ging um 4,1 % zurück. Die Magic Life-Gruppe konnte im Jahresverlauf ihre Ergebnissituation weiter stabilisieren, erzielte jedoch noch keinen positiven Ergebnisbeitrag.

Grupotel

Die in Spanien tätige Grupotel-Kette mit ihren 34 Häusern auf Mallorca, Menorca und Ibiza verfügte im Geschäftsjahr 2007 über 13 468 Betten. Die Gesellschaft profitierte von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Urlaub auf den Balearen und erzielte eine auf Vorjahresniveau liegende Auslastung ihrer um 1,8 % ausgeweiteten Kapazitäten. Der durchschnittliche Erlös pro Bett stieg deutlich um 7,2 %. Diese Verbesser­ung spiegelte sich auch im gestiegenen Ergebnisbeitrag der Gruppe wider.

Iberotel

Im Geschäftsjahr 2007 verfügte Iberotel über 21 Hotels, wobei der weit überwiegende Teil der Häuser in Ägypten und der Türkei liegt. Die Anzahl der Hotelbetten betrug insgesamt 12 086. Die Auslastung lag mit 61,6 % um 5,6 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. In Ägypten führte die gestiegene Nachfrage zu einer verbesserten Auslas­tung der Kapazitäten, die insgesamt 2,7 Mio. verfügbare Hotelbetten betrug. Ergebnisseitig lag die Gruppe bei leicht rückläufigen Durchschnitts­erlösen pro Bett auf Vorjahresniveau.

Robinson

Robinson, Markt- und Qualitätsführer im Premiumsegment für Cluburlaub, betrieb im Jahr 2007 insgesamt 20 Clubanlagen mit 11 114 Betten in acht Ländern. Insgesamt wurden die Anlagen in allen Destinationen im Geschäfts­­jahr 2007 besser ausgelastet als im Vorjahr, besonders profitierten die Clubs in der Türkei von einer gestiegenen Nachfrage. In Summe betrug das Plus 4,0 Prozentpunkte. Robinson verfügte über eine Kapazität von 2,2 Mio. Betten. Dies entsprach einem Zuwachs von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr, wobei eine zeitweilige, renovierungsbedingte Schließung eines Clubs durch eine Neueröffnung mehr als kompensiert werden konnte. Der durchschnittliche Erlös pro Bett lag um 1,7 % über dem Vorjahreswert.

Grecotel

Grecotel als führende Hotelgesellschaft in Griechenland bot im Berichtszeitraum 2007 Hotelaufenthalte in 19 griechischen Ferienanlagen mit insgesamt 9 129 Betten an. Die Auslastung verfehlte mit einem Minus von 1,2 Prozentpunkten nur leicht das hohe Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür war eine Beeinträchtigung des Geschäfts durch einen Nachfragerückgang angesichts der Waldbrände in Griechenland, dieser konnte jedoch durch eine Ausweitung des lokalen Geschäfts annähernd kompensiert werden. Die Kapazität wurde im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % reduziert und betrug 0,7 Mio. Betten. Insgesamt konnte Grecotel die Durchschnitts­erlöse pro Bett deutlich um 9,9 % steigern.

Dorfhotel

Die zwei im Eigentum befindlichen Dorfhotels liegen in Österreich. Die Auswirkungen der dort rückläufigen Auslastungen konnten durch gestiegene Raten kompensiert werden. Das Dorfhotel-Konzept entwickelte sich im Geschäftsjahr positiv. Weitere im Management betriebene Anlagen bestanden in Fleesensee und – seit der Neueröffnung in 2007 – auf Sylt.

Da die Dorfhotels im Wesentlichen Familienzimmer bzw. Appartements mit entsprechend höherer Bettenanzahl anbieten, liegen die durchschnittlichen Erlöse unter denen der anderen Hotelmarken, die überwiegend Zweibettzimmer offerieren.