TUI Aktiengesellschaft
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Vermögenslage Bilanzsumme erhöht. Langfristige Anlagendeckung auf 72 % gesteigert.

Vermögenslage Bilanzsumme erhöht. Langfristige Anlagendeckung auf 72 % gesteigert.

Im Geschäftsjahr 2007 führte die erstmalige Einbeziehung der Aktivitäten von First Choice in den TUI Konzernabschluss zu einer deutlichen Erhöhung der Vermögenswerte und Finanzschulden. Diese Veränderungen wirkten sich als strukturelle Veränderungen des Konzerns sowohl auf die Bilanzsumme als auch auf die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns und der TUI AG aus.

Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Vergleich zum Jahresende 2006 um 25,1 % auf 16 304 Mio. € an. Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis im Zuge der Gründung der TUI Travel PLC.

Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach der Fusion mit First Choice und die erstmalige Anwendung der Vorschriften des IAS 23 („Borrowing Costs“) ergaben sich unwesentliche Auswirkungen auf Bilanzpositionen des Konzerns. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Werte für das Geschäftsjahr 2006 entsprechend angepasst. Eine Erläuterung und Überleitung ist im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt „Grundlagen der Rechnungslegung“ dargestellt.

Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Anlagevermögen 10 877,7 9 522,5 + 14,2
Langfristige Forderungen 629,9 635,1 - 0,8
Langfristige Vermögenswerte 11 507,6 10 157,6 + 13,3
Vorräte 208,7 129,3 + 61,4
Kurzfristige Forderungen 2 965,2 1 883,4 + 57,4
Finanzmittel 1 614,0 688,7 + 134,4
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 8,8 171,4 - 94,9
Kurzfristige Vermögenswerte 4 796,6 2 872,8 + 67,0
Aktiva 16 304,2 13 030,4 + 25,1
Eigenkapital 3 124,2 3 007,4 + 3,9
Fremdkapital 13 180,0 10 023,0 + 31,5
Passiva 16 304,2 13 030,4 + 25,1
       
 
 
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Strukturkennzahlen

Vertikale Strukturen
Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 70,6 % am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 78,0 %. Das Anlagevermögen machte 94,5 % der langfristigen Vermögenswerte aus; es stieg im Wesentlichen auf Grund einer Zunahme der sonstigen immateriellen Vermögenswerte sowie der sonstigen Sachanlagen auf Grund der erstmaligen Einbeziehung von First Choice um 14,2 % auf 10 878 Mio. €. Die Anlagen­intensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) ging von 73,1 % auf 66,7 % zurück.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 29,4 % nach 22,0 % im Vorjahr. Der deutliche Anstieg der Forderungen resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung von First Choice. Die liquiden Mittel des Konzerns stiegen mit 1 614 Mio. € am Bilanzstichtag ebenfalls durch den Zusammenschluss mit First Choice gegenüber dem Vorjahr temporär um 134,4 % an. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 9,9 % nach 5,3 % im Vorjahr.

Horizontale Strukturen
Die langfristigen Vermögenswerte waren am Bilanzstichtag zu 27,1 %, im Vorjahr zu 29,6 %, durch Eigenkapital gedeckt. Für das Anlagevermögen betrug die Deckung durch Eigenkapital 28,7 % nach 31,6 % im Vorjahr. Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das Anlagevermögen zu 72,2 %, im Vorjahr waren es 68,1 %.

Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Geschäfts- oder Firmenwerte 3 058,3 3 134,8 - 2,4
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 373,8 604,9 + 127,1
Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien 90,5 95,7 - 5,4
Sachanlagen 5 706,2 5 162,1 + 10,5
Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen 540,7 407,7 + 32,6
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
108,2 117,3 - 7,8
Anlagevermögen 10 877,7 9 522,5 + 14,2
Forderungen und Vermögenswerte 437,6 359,5 + 21,7
Latente Ertragsteueransprüche 192,3 275,6 - 30,2
Langfristige Forderungen 629,9 635,1 - 0,8
Langfristige Vermögenswerte 11 507,6 10 157,6 + 13,3
       
 
 
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Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte reduzierten sich geringfügig um 2,4 % auf 3 058 Mio. €. Ursächlich waren die im Zuge der jährlichen Überprüfung ihrer Werthaltigkeit (Impairment-Test) vorzunehmenden Wertminderungen in Höhe von 54 Mio. €.

Die Wertminderungen entfielen auf TUI Travel PLC mit 34 Mio. € und standen dort im Zusammenhang mit dem Verkauf der irischen Budget Travel sowie auf die Magic Life-Gruppe im Bereich TUI Hotels & Resorts mit 20 Mio. €.

Mit 2 957 Mio. € betraf der überwiegende Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte Gesellschaften in der Touristik: TUI Travel PLC hatte insgesamt mit 82,5 % den größten Anteil, TUI Hotels & Resorts hatte einen Anteil von 14,2 %. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die Gesellschaften der Schifffahrt-Sparte zuzuordnen waren, betrugen 101 Mio. €. Aus der Fusion mit First Choice entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1 228 Mio. €, nachdem der gezahlte Kaufpreis nach den Vorschriften des IFRS 3 den erworbenen Vermögenswerten und Schulden im Zuge der Kaufpreisallokation ihrem Marktwert entsprechend zugeordnet wurde. Auf die übrigen Bereiche des Konzerns entfielen keine Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 18,8 % des Gesamtver­mögens sowie 97,9 % des Eigenkapitals.

Sachanlagen
Mit 5 706 Mio. € waren die Sachanlagen der größte Posten der Bilanz. Sie erhöhten sich um 10,5 %, wobei die Zugänge mit 374 Mio. € aus der erstmaligen Einbeziehung von First Choice resultierten und mit 294 Mio. € auf Schiffe und Container entfielen. Im Sachanlagevermögen sind auch gemietete Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum verfügten. Diese sogenannten Financial Leases hatten am Bilanzstichtag einen Buchwert von 322 Mio. €, der sich um - 6,3 % gegenüber dem Vorjahr verändert hat.

Entwicklung der Sachanlagen

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Grundstücke mit Hotels 921,1 869,4 + 5,9
Sonstige Grundstücke 436,1 364,6 + 19,6
Flugzeuge 1 217,2 1 344,1 - 9,4
Schiffe 1 805,6 1 523,4 + 18,5
Container 407,3 395,9 + 2,9
Maschinen und Anlagen 485,8 454,5 + 6,9
Anlagen im Bau, Anzahlungen 433,1 210,1 + 106,1
Gesamt 5 706,2 5 162,0 + 10,5
       
 
 
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Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen
Nach der Equity-Methode wurden insgesamt 50 Unternehmen bewertet. Davon waren 17 assoziierte Unternehmen und 33 Gemeinschaftsunternehmen. Mit 541 Mio. € war ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 32,6 % höher.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte gingen um 7,8 % auf 108 Mio. € zurück. Sie beinhalten die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen sowie weitere Wertpapiere.

Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Vorräte 208,7 129,3 + 61,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen1) 2 923,1 1 860,0 + 57,2
Effektive Ertragsteueransprüche 42,0 23,4 + 79,5
Kurzfristige Forderungen 2 965,1 1 883,4 + 57,4
Finanzmittel 1 614,0 688,7 + 134,4
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 8,8 171,4 - 94,9
Kurzfristige Vermögenswerte 4 796,6 2 872,8 + 67,0
       
 

1) inkl. Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten

 
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Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns

Vorräte
Mit 209 Mio. € nahmen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 61,4 % zu. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere die erstmalige Einbeziehung von First Choice.

Kurzfristige Forderungen
Die kurzfristigen Forderungen umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, effektive Ertragsteueransprüche sowie Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten. Mit 2 965 Mio. € stiegen die kurzfristigen Forderungen um 57,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch hier war die Einbeziehung von First Choice in den Konzernabschluss ausschlaggebend für die Erhöhung.

Finanzmittel
Der Bestand an Finanzmitteln war mit 1 614 Mio. € um 134,4 % höher als im Vorjahr. Der Anstieg steht in Verbindung mit einer vorübergehend erhöhten Kassenhaltung der TUI Travel PLC nach der Gewährung eines Gesellschafterdarlehens durch die TUI AG.

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte reduzierten sich deutlich durch den im Berichtsjahr erfolgten Verkauf des Container-Terminal in Montreal um 95 Prozentpunkte.

Nicht zu bilanzierendes Vermögen

Für ihren Geschäftsbetrieb setzten die Konzerngesellschaften Vermögenswerte ein, bei denen sie nach Vorschriften des IASB nicht der wirtschaftliche Eigentümer sind. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Flugzeuge, Hotelanlagen oder Schiffe, für die branchenübliche Miet-, Pacht- oder Charterverträge abgeschlossen wurden, sogenannte Operating Leases.

Operative Miet-, Pacht- und Charterverträge

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Hotelanlagen 553,2 433,6 + 27,6
Reisebüros 583,1 418,6 + 39,3
Flugzeuge 1 134,9 882,4 + 28,6
Schiffe und Container 2 326,1 2 219,2 + 4,8
Verwaltungsgebäude 389,6 350,9 + 11,0
Sonstiges 265,1 153,8 + 72,4
Gesamt 5 252,0 4 458,5 + 17,8
Beizulegender Zeitwert 4 316,2 3 827,1 + 12,8
       
 
 
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Die finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen nahmen um 17,8 % auf 5 252 Mio. € zu. Mit 44,3 % machten Schiffe und Container den größten Anteil aus, auf Flugzeuge entfielen 21,6 % und auf Hotelanlagen 10,5 %. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus der Einbeziehung der finanziellen Verpflichtungen der First Choice zum Bilanzstichtag.

Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finan­ziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.

Vermögenslage der TUI AG

Die Vermögenslage der TUI AG und ihre Bilanzstrukturen sind durch ihre Funktion als Obergesellschaft des TUI Konzerns geprägt. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht um 6,9 % auf 11,3 Mrd. €.

Entwicklung des Anlagevermögens
Das Anlagevermögen hatte am Bilanzstichtag einen Anteil von 72,1 % am Gesamtvermögen und war zu 93,9 % durch Eigenkapital und langfristige Finanzmittel gedeckt. Das Anlagevermögen der TUI AG bestand zu 79,8 % aus Finanzanlagen. Der Rückgang der Finanzanlagen im Vergleich zum Vorjahr von 1 168 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Neuordnung der Beteiligungsstruktur im Bereich Touristik. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen war der Rückgang im Wesentlichen auf die konzerninterne Übertragung von Flug­zeugen, Ersatzteilen und für den Erwerb von Fluggerät geleisteten Anzahlungen auf die TUI Travel PLC zurückzuführen.

Entwicklung des Umlaufvermögens
Der Anstieg der Forderungen resultiert im Wesentlichen aus der Gewährung eines verzinslichen Gesellschafterdarlehens an die TUI Travel PLC.

Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss)

Mio € 31.12.2007 31.12.2006 Veränd. %
Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen 1 640,4 2 236,8 - 26,7
Finanzanlagen 6 483,2 7 651,6 - 15,3
Anlagevermögen 8 123,6 9 888,4 - 17,8
Forderungen 2 796,6 594,5 + 370,4
Finanzmittel 306,5 7,6 n. a.
Umlaufvermögen 3 103,1 602,1 + 415,4
Rechnungsabgrenzungen 44,7 49,0 - 8,8
Aktiva 11 271,4 10 539,5 + 6,9
Eigenkapital 3 706,3 3 616,5 + 2,5
Sonderposten mit Rücklageanteil 41,5 42,6 - 2,6
Rückstellungen 1 054,3 730,2 + 44,4
Verbindlichkeiten 6 458,1 6 137,6 + 5,2
Rechnungsabgrenzungen 11,2 12,6 - 11,1
Passiva 11 271,4 10 539,5 + 6,9
       
 
 
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