TUI Aktiengesellschaft
http://www.tui-group.com/de/nachhaltigkeit/umwelt/kon_u_sys/gb_9798.html
Geschäftsbericht 1997/98 Umweltberichterstattung

Geschäftsbericht 1997/98 Umweltberichterstattung

Umweltentwicklung als Konzernaufgabe

Umweltschutz ist eine zukunftsentscheidende Aufgabe für alle Beteiligungsgesellschaften und Mitarbeiter des TUI Konzerns. Deshalb wurde der Bereich Umwelt im Zuge der Neuordnung der TUI Konzernstruktur zu Beginn des Geschäftsjahres 1997/98 dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. Als Folge dieser Entscheidung wurden im Berichtsjahr vom Bereich Umwelt die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, die in- und ausländischen Beteiligungsgesellschaften beim Aufbau ihrer eigenen Umweltprogramme zu unterstützen.

Produktökologie und Umwelt-Benchmarking

Im Mittelpunkt der Produktökologie standen weiterhin die Hotels und Clubs der TUI Hotelbeteiligungen. Durch internes Umwelt-Benchmarking als Handlungshilfe wurden die Fortschritte der verschiedenen Hotelketten sowie der einzelnen Hotels und Clubs deutlich gemacht. Aufgrund der TUI Gästebefragung wurde Grecotel als die führende Hotelgruppe hinsichtlich ihrer Maßnahmen zum Schutz der Umwelt als der TUI Umwelt Champion 1998 ausgezeichnet.

Nachhaltige Tourismusentwicklung

Auch die Veranstalter- und Agenturbeteiligungen der TUI haben ihre eigenen Umweltaktivitäten schrittweise weiterentwickelt. Bei TUI Nederland, dem größten niederländischen Reiseveranstalter, wurde zum 1. September 1998 ein eigenes Referat für "nachhaltige Tourismusentwicklung" eingerichtet. Als besonderes Beispiel für nachhaltiges Destinations-Management in TUI Urlaubsgebieten sind der Beginn einer langjährigen Artenschutz-Baumpflanzaktion mit lokalen Organisationen und Experten in der Dominikanischen Republik zu erwähnen sowie die Unterstützung der grenzüberschreitenden Arbeit der CIPRA, der internationalen Alpenschutzkommission. Die CIPRA erhielt für ihre erfolgreiche Arbeit die internationale Umweltauszeichnung 1998 der TUI.

Zusammenarbeit mit internationalen politischen Institutionen

Die TUI hat auch im Berichtsjahr die Zusammenarbeit mit den wichtigsten nationalen und internationalen Organen zum Schutz der Umwelt sowohl in den Quellmärkten als auch in den Zielgebieten fortgesetzt und erweitert. Dies hat dazu geführt, daß der TUI Konzern als die Nummer 1 auf dem europäischen Tourismusmarkt weltweit einer der wichtigsten Ansprechpartner für touristische Umweltthemen ist.

Dazu einige Beispiele:

  • Mitarbeit der TUI im Nationalkomitee "Der Mensch und die Biosphäre (MAB)" zur Beratung der Bundesregierung
  • Präsentation der TUI Umweltpolitik auf der 4. UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention zur biologischen Diversität in Bratislava/Slovakei auf Einladung der Bundesregierung
  • Präsentation der TUI Umweltaktivitäten auf der UNEP-Mediterranean Conference on Sustainable Development in Antalya/Türkei
  • Präsentation des TUI Umweltmanagementsystems auf tourismuspolitischen Kongressen der Bundestagsparteien
  • Kontinuierliche, enge Begleitung der tourismuspolitischen Programmatik des Bundesumweltministeriums
  • Mitarbeit innerhalb einer Expertengruppe, der "High Level Group on Tourism and Employment" bei der DG XXIII bei der Europäischen Kommission zur "Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung des Tourismus" in Europa und Verdeutlichung der beschäftigungsrelevanten Auswirkungen.

Information der Öffentlichkeit

Den steigenden Informationsbedürfnissen der internationalen Öffentlichkeit wurde zum wiederholten Male auf der internationalen Tourismusbörse, der ITB, durch das TUI Umwelt Forum Rechnung getragen. Das Thema des TUI Umwelt Forums auf der ITB 1998 lautete: "Agenda 21 und die nachhaltige Tourismusentwicklung der Destinationen". Ausführliche Informationen zu Systematik und Aktivitäten des Bereiches TUI Umwelt sind im Internet zu finden: www.tui-umwelt.com.

Betriebsökologie und Ausbildung

Innerhalb des betrieblichen Umweltschutzes (Betriebsökologie) wurde das neue Abfallwirtschaftskonzept seit November 1997 im TUI Konzern eingeführt und kontinuierlich umgesetzt. Dadurch reduzierte sich die Gesamtabfallmenge um mehr als 50 Tonnen. Infolge der Separierung der Wertstoffe können mehr als 80% der Abfälle verwertet werden. Bei der innerbetrieblichen Ausbildung (Thema Umweltschutz innerhalb der neuen Verordnung der Berufsausbildung zum Reiseverkehrskaufmann / -frau) und innerbetrieblichen Weiterbildung (Nachwuchsförderprogramm für den TUI Service) hat der Bereich Umwelt grundsätzliche Aufgaben übernommen.

Zielsetzung

Kernthemen für 1998/99 werden die Fortführung der Unterstützungsleistungen für die TUI Konzernbeteiligungen innerhalb der HTU und die Konsolidierung der bisherigen Umweltstandards innerhalb des TUI Qualitätsmanagementsystems sein. Inhaltlich soll der stärkeren Integration aller Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 in internationaler Zusammenarbeit zentrale Bedeutung zukommen.