Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2007 übt die TUI AG das Wahlrecht nach IAS 1 zur Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung nach dem Umsatzkostenverfahren aus. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
(1) Umsatzerlöse
Umsatz des Konzerns nach Geschäftstätigkeit
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Touristische Dienstleistungen | 15 681,4 | 14 147,3 |
| Transportdienstleistungen | 6 018,4 | 6 093,7 |
| Handel mit Waren | 33,9 | 25,4 |
| Vermietung und Verpachtung | 29,0 | 34,9 |
| Herstellung von Erzeugnissen und sonstige Umsätze | 102,9 | 213,3 |
| Gesamt | 21 865,6 | 20 514,6 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die Entwicklung der Umsatzerlöse der fortzuführenden Bereiche des Konzerns gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch Konsolidierungskreisveränderungen geprägt. Die im Geschäftsjahr 2007 zugegangene First Choice Holidays-Gruppe hat in den vier Monaten ihrer Konzernzugehörigkeit Umsatzerlöse in Höhe von 1 342,5 Mio. € zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen. Insbesondere auf Grund des schwächeren US-Dollar-Kurses liegen die Umsatzerlöse der Sparte Schifffahrt trotz gestiegener Transportmengen leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Rückgang der Umsatzerlöse aus der Herstellung von Erzeugnissen und sonstigen Umsätzen resultiert vor allem aus dem Abgang der Wolf GmbH im Geschäftsjahr 2006. Diese Gesellschaft hatte im vergangenen Geschäftsjahr mit 154,1 Mio. € zu den Umsatzerlösen beigetragen. Dieser Rückgang wurde teilweise kompensiert durch einen Anstieg der sonstigen Umsätze. Sonstige Umsätze beinhalten unter anderem weiterberechnete Kosten an Hotels und Reisebüros für Katalogwerbung und Werbematerialien, Kosten, die für die BKK TUI anfallen und betriebliche Nebenerträge wie z.B. Erträge aus der Vermietung von Fluggerät.
(2) Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen
In den Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen sind enthalten:
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Miet-, Pacht und Leasingaufwendungen aus langfristigen Verträgen | 1 211,6 | 1 156,1 |
| Miet-, Pacht und Leasingaufwendungen aus kurzfristigen Verträgen | 325,6 | 525,6 |
| Gesamt | 1 537,2 | 1 681,7 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Stehen die Miet- und Pachtaufwendungen aus operativen Leasingverträgen in unmittelbarem Zusammenhang mit den erzielten Umsatzerlösen, werden diese Aufwendungen unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Handelt es sich hingegen um Miet- und Pachtaufwendungen für Verwaltungsgebäude, werden diese entsprechend unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Die Abnahme der Miet- und Leasingaufwendungen insgesamt ist hauptsächlich durch die Containerschifffahrt begründet, bei der insbesondere in Folge der Integration der CP Ships-Gruppe in die Hapag-Lloyd und auf Grund der US-Dollar-Schwäche diese Kosten aus kurz- und langfristigen Verträgen zurückgingen. Für die TUI Travel PLC war insgesamt ein Anstieg dieser Aufwendungen zu verzeichnen, der in einem erheblichen Umfang aus den neu hinzugetretenen langfristigen Leasingverpflichtungen für Flugzeuge bei der First Choice Airways herrührt.
Personalaufwand
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1 898,6 | 1 968,4 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 446,5 | 467,0 |
| Gesamt | 2 345,1 | 2 435,4 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten unter anderem den Aufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Der Zinsanteil aus der Bewertung der
Pensionsverpflichtungen wird dem Finanzierungscharakter entsprechend als Finanzaufwand erfasst. Die erwarteten Erträge aus dem zugehörigen Fondsvermögen
werden als Finanzerträge ausgewiesen. Die Darstellung der Pensionszusagen wird detailliert unter der Ziffer 31 erläutert.
Der gesamte Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 90,3 Mio. € verringert. Ursächlich hierfür sind gegenläufige Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Erhöhend hat sich die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe ausgewirkt, die durch den Abgang der TUI InfoTec-Gruppe und der TQ3-Gruppe im Vorjahr teilweise kompensiert wurde. Weitere Senkungen ergeben sich im Schifffahrtsbereich durch die abgeschlossene Integration von CP Ships und im Bereich TUI Northern Europe durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung der einzustellenden Geschäftsbereiche des Vorjahres erhöhte sich um 2 525 Mitarbeiter auf nunmehr 62 731 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). In der Schifffahrt verringerte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl geringfügig von 8 545 auf 8 241 im Geschäftsjahr 2007. In der Sparte Touristik erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der
Mitarbeiter im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe von 49 499 auf 53 733.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 1 137 | 1 454 |
| Angestellte | 61 594 | 58 752 |
| Gesamt | 62 731 | 60 206 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen enthalten sowohl Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als auch planmäßige Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrundegelegten konzerneinheitlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern sowie die Grundsätze für außerplanmäßige Wertminderungen sind in den Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung dargestellt.
Abschreibungen
| Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibung | 700,4 | 667,8 |
| Außerplanmäßige Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 53,0 | 54,3 |
| Gesamt | 753,4 | 722,1 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um
32,6 Mio. € auf 700,4 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe zurückzuführen, wobei dieser Anstieg teilweise durch Rückgänge im Bereich der Schifffahrt kompensiert wurde.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren insgesamt 53,0 Mio. € außerplanmäßige Wertminderungen von Sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorzunehmen, davon allein 37,3 Mio. € auf Hotelgebäude. Dabei handelt es sich um drei türkische Hotelanlagen, für die Wertminderungen infolge der verschlechterten Buchungslage zu erfassen waren. Darüber hinaus wurden Wertminderungen in Höhe von 5,9 Mio. € auf Grund eines niedrigeren Marktwerts einer Büroimmobilie vorgenommen und 3,5 Mio. € für ein schadhaftes Flugzeugtriebwerk. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Wertminderungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von 54,3 Mio. € zu erfassen, die vor allem auf die Touristik entfielen.
(3) Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen
Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| angepasst | ||
| Sonstige Erträge | 352,7 | 341,9 |
| Andere Aufwendungen | 16,7 | 118,8 |
| Gesamt | 336,0 | 223,1 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres resultieren im Schifffahrtsbereich im Wesentlichen aus dem unter „Akquisitionen – Desinvestitionen“ erläuterten Verkauf der Montreal Gateway Terminals (185,4 Mio. €) und aus dem Verkauf der Anteile am Germanischer Lloyd (15,1 Mio. €). Darüber hinaus sind Abgangserträge aus dem Flugbereich (31,1 Mio. €), dem Hotelbereich aus dem Verkauf von Immobilien der Riu-Gruppe (12,1 Mio. €) sowie dem Immobilienbereich (13,5 Mio. €) enthalten. Im Zusammenhang mit in Vorperioden eingestellten Geschäftsbereichen ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt 32,0 Mio. €.
Die im Geschäftsjahr 2006 ausgewiesenen Erträge stammen überwiegend aus dem Verkauf der TQ3-Gruppe (149,2 Mio. €), der Realisierung eines Ertrages aus der Veräußerung der Schachtanlage Konrad (40,8 Mio. €), Sale-and-Leaseback-Verträgen für Flugzeuge und Schiffscontainer (27,0 Mio. €) sowie aus dem Verkauf der 80%igen Beteiligung an der Wolf GmbH (35,0 Mio. €).
Hingegen stammen die im Geschäftsjahr 2006 ausgewiesenen anderen Aufwendungen im Wesentlichen aus der einmaligen ergebniswirksamen Realisierung von bis dahin erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Reduzierung von Investments in ausländische Tochtergesellschaften in Höhe von 65,0 Mio. €. Außerdem werden unter dieser Position vor allem währungsbedingte
Buchverluste aus Sale-and-Leaseback-Verträgen der Schifffahrt (16,6 Mio. €) und Verluste aus dem anteiligen Verkauf der TUI InfoTec-Gruppe (10,6 Mio. €) ausgewiesen.
(4) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Durchführung der Werthaltigkeitstests führte im Geschäftsjahr 2007 im Geschäftsbereich Touristik wie auch im Vorjahr zu Wertminderungen von Geschäfts- oder
Firmenwerten. Die Wertminderungen sind insbesondere eine Folge des irischen Marktes sowie der verhaltenen Planung der Magic Life-Gruppe. Im Einzelnen entfielen die Wertminderungen auf die folgenden Bereiche:
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
| Mio € |
Erfasste Wertminderung |
Um 0,50 % p.a. geminderte Wachstumsrate |
Um 0,50 % p.a. erhöhter Zinssatz |
|---|---|---|---|
| TUI Travel PLC | |||
| Budget Travel-Gruppe | 33,7 | – | – |
| TUI Hotels & Resorts | |||
| Magic Life-Gruppe | 20,0 | – | – |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden der im Geschäftsjahr 2007 verkauften irischen Budget Travel-Gruppe waren unterjährig nach IFRS 5 in einem separaten Bilanzposten auszuweisen.
Auf Grund der Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Budget Travel- und der Magic Life-Guppe in Höhe des gesamten Buchwerts ergeben sich aus der Minderung der Wachstumsrate und aus der Erhöhung des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes selbst keine Auswirkungen auf weitere vorzunehmende Wertberichtigungen. Die Wertminderungen auf die Magic Life eigenen Hotelanlagen erhöhen sich jeweils bei ansonsten unveränderten übrigen Parametern im Falle einer Absenkung der Wachstumsrate um 0,50 % p.a. um weitere 7,1 Mio. € und im Falle eines Anstiegs des Kapitalkostensatzes um 0,50 % p.a. um zusätzliche 8,1 Mio. €. Darüber hinaus führt weder eine Verminderung der Wachstumsrate noch eine
Erhöhung des Kapitalkostensatzes zu weiteren Wertminderungen.
(5) Finanzerträge
Finanzerträge
| Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 1,4 | 2,0 |
| Erträge aus sonstigen Beteiligungsunternehmen | 2,9 | 2,1 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 3,3 | 3,7 |
| Beteiligungserträge | 7,6 | 7,8 |
| Übrige Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 6,9 | 7,1 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 0,5 | 0,6 |
| Zinserträge aus Fondsvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen | 93,6 | 86,9 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 85,1 | 69,3 |
| Zinserträge | 186,1 | 163,9 |
| Erträge aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten | - 0,9 | 0,3 |
| Erträge aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten | 17,0 | 7,3 |
| Gesamt | 209,8 | 179,3 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die Erträge und Aufwendungen aus der Wertentwicklung derivativer Finanzinstrumente enthalten Bewertungsergebnisse von Sicherungsinstrumenten, die nicht den strengen Kriterien des IAS 39 genügen und die nicht auf Grund der zugrundeliegenden Geschäfte anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet werden können.
Im Zusammenhang mit der Begebung der Wandelanleihe 2003/08 hat die TUI AG derivative Finanzinstrumente erworben (Call Spreads), welche es der TUI AG ermöglichen, an einem Kursverlauf der TUI Aktie bei einem Kursniveau oberhalb des Wandlungspreises mittels einer Ausgleichszahlung zu partizipieren. Aus der Bewertung dieser Instrumente ergab sich im Geschäftsjahr 2007 ein Ertrag von 10,5 Mio. €.
Am 3. April 2006 verzichtete die TUI AG unwiderruflich auf ihr Recht, im Fall einer Wandlung der Wandelanleihe 2003/2008 einen Ausgleich durch Zahlungsmittel vornehmen zu können. Daher wurden diese Wandelrechte bereits im Vorjahr als Eigenkapitalinstrumente eingestuft. Bis zum Verzicht ergab sich im Geschäftsjahr 2006 ein Bewertungsertrag unter Berücksichtigung des Call Spreads in Höhe von 7,3 Mio. €.
(6) Finanzaufwendungen
Finanzaufwendungen
| Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen | 1,6 | 2,8 |
| Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen | 24,5 | 14,9 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene nicht konsolidierte Unternehmen | 3,0 | 1,4 |
| Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen | 121,4 | 119,4 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 318,3 | 262,6 |
| Zinsaufwendungen | 442,7 | 383,4 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten | – | – |
| Gesamt | 468,8 | 401,1 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
In den ausgewiesenen Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen sind 24,5 Mio. € außerplanmäßige Wertminderungen enthalten (Vorjahr 14,9 Mio. €).
(7) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | 27,6 | 10,2 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 37,1 | 40,3 |
| Gesamt | 64,7 | 50,5 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Das Equity-Ergebnis enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Wertminderungen von Equity-Gesellschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Equity-Ergebnis keine Wertminderungen zu erfassen (Vorjahr: 3,3 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden anteilige Verluste von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nicht realisiert, da diese den Wert des Beteiligungsanteils übersteigen. Kumuliert betragen die im Rahmen der Equity-Bewertung noch nicht realisierten Verluste 3,6 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €).
Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei Gemeinschaftsunternehmen
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Betriebliche Erträge | 384,0 | 315,8 |
| Betriebliche Aufwendungen | 331,5 | 254,7 |
| Betriebsergebnis | 52,5 | 61,1 |
| Finanzergebnis | - 5,4 | - 6,8 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 47,1 | 54,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,0 | 10,7 |
| Jahresüberschuss | 37,1 | 43,6 |
| Wertminderungen von Equity-Gesellschaften | – | 3,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen | 37,1 | 40,3 |
Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei assoziierten Unternehmen
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Betriebliche Erträge | 128,3 | 173,8 |
| Betriebliche Aufwendungen | 85,9 | 153,6 |
| Betriebsergebnis | 42,4 | 20,2 |
| Finanzergebnis | - 2,3 | - 1,7 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 40,1 | 18,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 12,5 | 8,3 |
| Jahresüberschuss | 27,6 | 10,2 |
| Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen | – | – |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen | 27,6 | 10,2 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
(8) Bereinigungen
Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum bereinigten Ergebnis übergeleitet. Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Endkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokationen sämtliche Effekte auf das EBITA. Ein weiterer Bestandteil dieser Überleitung sind die im Folgenden dargestellten Einzelsachverhalte.
Einzelsachverhalte
| Mio € | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Touristik | 120,4 | 59,5 |
| Schifffahrt | - 26,0 | 47,4 |
| Zentralbereich | - 32,0 | 65,0 |
| Gesamt | 62,4 | 171,9 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Im Geschäftsjahr 2007 angefallene Sonderbelastungen im Bereich Touristik resultieren unter anderem in Höhe von 55,9 Mio. € aus einmaligen Integrationsaufwendungen vor allem im Zusammenhang mit der Fusion der First Choice Holidays PLC mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Der Flugbereich der Sparte Touristik wird des weiteren durch Sonderaufwendungen für das Re-Branding der neuen Marke TUIfly.com (13,0 Mio. €), nicht überwälzbaren Einmalaufwendungen aus einer Umstellung der Besteuerung von Flugpassagieren in Großbritannien (Air Passenger Duty, 10,1 Mio. €) belastet. Im Bereich TUI Hotels & Resorts fallen Sonderbelastungen auf Grund der außerplanmäßigen Wertminderung von türkischen Hotelanlagen (37,3 Mio. €) an.
Der im Bereich Schifffahrt entstandene Einmalertrag resultiert im Wesentlichen aus der Neubewertung einer zum Erwerbszeitpunkt der CP Ships-Gruppe gebildeten Risikoposition, der nur geringe nachlaufende Aufwendungen aus der Integration von CP Ships gegenüberstanden.
(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Im Zentralbereich entstanden Einmalerträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.
Zusammensetzung des Ertragsteueraufwandes
| Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Effektive Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| Inland | 24,9 | 49,9 |
| Ausland | 78,5 | 64,2 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | - 102,6 | 15,3 |
| Gesamt | 0,8 | 129,4 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark gesunkene Steueraufwand resultiert weitestgehend aus der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation der deutschen, in die
TUI Travel PLC eingebrachten Gesellschaften sowie den Auswirkungen der neu begebenen Wandelanleihe. Dies führt zu einer höheren Aktivierung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen innerhalb der inländischen Organkreise. Der Rückgang der effektiven Steuern im Inland resultiert im Wesentlichen aus einer im Vorjahr vorgenommenen Neubewertung von steuerlichen Risiken.
Der gesamte Ertragsteueraufwand im Berichtsjahr in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 129,4 Mio. €) leitet sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes der TUI AG als Mutterunternehmen (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:
Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand
| Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern der fortzuführenden Geschäftsbereiche | 237,1 | - 731,1 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 40,0 %, Vorjahr 40,0 %) | 94,8 | - 292,4 |
| Unterschied aus der Differenz der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif | 4,5 | 73,6 |
| Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen | - 5,0 | - 11,1 |
| Steuerfrei wirksame Erträge | - 129,9 | - 96,2 |
| Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen | 89,7 | 370,9 |
| Effekte aus Verlustvorträgen | - 48,1 | 9,6 |
| Temporäre Differenzen, für die keine latente Steuer erfasst wurde | - 2,2 | 37,2 |
| Effektive periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge | - 6,2 | 35,8 |
| Sonstige Abweichungen | 3,2 | 2,0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 0,8 | 129,4 |
|
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
(10) Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen
Steuereffekte aus der Anpassung von Verlustvorträgen enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Aktivierung von Verlustvorträgen, die bisher als nicht werthaltig erachtet wurden.
Mit dem Verkauf der US-Stahlservice-Gesellschaften der Preussag North America Inc. im Mai 2006 an den Finanzinvestor Platinum Equity sowie dem im Oktober 2006 erfolgten Verkauf der mehrheitlichen Beteiligung an der Wolf GmbH, einem Unternehmen der Heiz- und Klimatechnikbranche, an die Centrotec Sustainable AG hat sich der TUI Konzern von seinen letzten Industriebeteiligungen getrennt.
Der TUI Konzern umfasst damit heute die beiden Kerngeschäftsfelder Touristik und Schifffahrt.
Aktuell bestehen keine einzustellenden Geschäftsbereiche. Die nachfolgenden Übersichten geben einen Überblick über die Entwicklung der einzustellenden Geschäftsbereiche des Vorjahres.
Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen
|
Mio € |
Ergebnis vor Ertragsteuern aus laufender Geschäftstätigkeit |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufender Geschäftstätigkeit |
Ergebnis vor Ertragsteuern aus der Veräußerung sowie vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderungen |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus der Veräußerung sowie vorgenommenen Wertminderung |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Speziallogistik | – | – | 5,3 | 0,1 | 5,2 |
| Handel | 28,8 | 9,0 | - 12,7 | 1,1 | 6,0 |
| Sonstige Desinvestitionen | – | – | 7,2 | 1,3 | 5,9 |
| Gesamt 2006 | 28,8 | 9,0 | - 0,2 | 2,5 | 17,1 |
|
|
© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Das Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen des Vorjahres enthält sowohl das von den Gesellschaften erwirtschaftete Ergebnis nach Ertragsteuern als auch vorgenommene Wertminderungen infolge der Bewertung der Veräußerungsgruppen zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Darüber hinaus werden Erträge und Aufwendungen aus dem Verkauf sowie die hierauf entfallenden Ertragsteuereffekte im Ergebnis aus einzustellenden Bereichen ausgewiesen und dem Segment des einzustellenden Geschäftsbereichs zugeordnet.
Detaillierte Angaben zu den einzustellenden Geschäftsbereichen des Vorjahres sind im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 erläutert.
Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der einzustellenden Bereiche
|
Mio € |
2007 |
Handel 2006 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | – | 401,0 |
| Umsatzkosten | – | 357,8 |
| Verwaltungsaufwendungen | – | 14,0 |
| Finanzerträge | – | 0,4 |
| Finanzaufwendungen | – | 1,4 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | – | 0,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – | 28,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – | 9,0 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | – | 19,8 |
|
|
© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 bestanden keine Vermögenswerte und Schulden aus einzustellenden Bereichen.
Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
|
Mio € |
2007 |
Handel 2006 |
|---|---|---|
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | – | 0,1 |
| Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | – | - 17,4 |
| Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit | – | - 2,0 |
| Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit | – | 18,4 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | – | - 0,9 |
|
|
© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
(11) Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis
Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzernergebnis erhöhte sich von - 890,3 Mio. € im Vorjahr auf ein positives Ergebnis in Höhe von 175,1 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr.
(12) Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis
Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis
|
Mio € |
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn | 61,2 | 47,9 |
| Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust | 0,0 | 1,0 |
| Gesamt | 61,2 | 46,9 |
|
|
© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Die anderen Gesellschaftern zustehenden Jahresergebnisse entfallen vornehmlich auf einbezogene Tochterunternehmen in der Sparte Touristik, hier insbesondere auf die Gesellschaften der TUI Travel PLC-Gruppe und der RIUSA II-Gruppe.
(13) Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der TUI AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Namensaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl ergibt sich aus den Aktien zu Anfang des Geschäftsjahres (251 019 855 Aktien) und der zeitanteiligen Berücksichtigung der ausgegebenen Belegschaftsaktien (225 720 Aktien, 17 Tage).
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten erhöht wird. Verwässerungseffekte ergeben sich sowohl aus der im Oktober 2003 als auch aus der im Juni 2007 begebenen Wandelschuldverschreibung. Die Wandelrechte beider Anleihen sind jederzeit ausübbar. Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses wird eine vollständige Wandlung und entsprechende Ausgabe der Aktien zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres unterstellt. Ein Verwässerungseffekt ergibt sich jedoch nicht im Falle eines negativen unverwässerten Ergebnisses je Aktie.
Die Dividende auf das Hybridkapital wird analog IAS 33.12 mit ihrem Betrag nach Steuern von dem Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital darstellt, aber keinen Anteil der
Aktionäre der TUI AG verkörpert. Für das Hybridkapital sind zum Bilanzstichtag
25,9 Mio. € aufgelaufene Dividendenverpflichtungen in den Finanzschulden enthalten, die im Januar 2008 ausgezahlt wurden.
Ergebnis je Aktie
|
|
2007 |
2006 angepasst |
|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) | 175,1 | - 890,3 |
| Effekt der Dividende auf das Hybridkapital nach Ertragsteuern (in Mio €) | - 23,2 | - 25,2 |
| Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) | 151,9 | - 915,5 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl | 251 030 397 | 250 742 835 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,61 | - 3,65 |
| Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) | 151,9 | - 915,5 |
| Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandelschuldverschreibungen(nach Ertragsteuern) (in Mio €) | 27,8 | 15,6 |
| Verwässerter und bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) | 179,7 | - 899,9 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl | 251 030 397 | 250 742 835 |
| Verwässerungseffekt aus unterstellter Ausübung von Wandelrechten | 34 011 266 | 19 385 785 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) | 285 041 663 | 270 128 620 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,61 | - 3,65 |
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© TUI AG Geschäftsbericht 2007 |
Da beide Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2007 keine verwässernde Wirkung erzeugen, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
