Umweltschutz Umsetzung von Umweltqualitätsstandards. Monitoring von Umweltkennzahlen.
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Im Sinne der nachhaltigen Geschäftspolitik sind die Integration von Umweltqualitätsstandards und deren aktive Umsetzung in allen Konzernbereichen von strategischer Bedeutung für die TUI AG. Insbesondere der Klimaschutz, Biodiversität und der Schutz der Meere und Ozeane sind wesentliche Voraussetzungen für ein ökologisch verträgliches Wirtschaften in den Sparten Touristik und Schifffahrt des TUI Konzerns.
Kennzahlen zur Konzern-Umweltleistung
Umweltmonitoring
Im Zuge der Fusion der TUI Touristik-Sparte mit First Choice zur TUI Travel PLC wurde die Konzernberichterstattung unter Berücksichtigung internationaler Reportingstandards (u. a. die G3-Guidelines der Global Reporting Initiative) an die neue Struktur des Unternehmens angepasst. Um eine größtmögliche Kontinuität und Transparenz der dargestellten Umweltkennzahlen zu gewährleisten, erfolgt die Darstellung der wichtigsten Indikatoren wie im Vorjahr.
Energieeinsatz
Die Verwendung fossiler Brennstoffe im Flugbereich und in der Schifffahrt stellte auch in 2007 den höchsten Anteil am Gesamtenergieeinsatz im Konzern dar. Konzernweit wurden 2007 insgesamt 250 436 Tera Joule (TJ) an Energie eingesetzt (Vorjahr: 232 426 TJ). Durch die Konsolidierung von First Choice Airways und Island Cruises im Rahmen der TUI Travel PLC sowie die Flottenerweiterung bei Thomson Cruises ist der absolute Energieeinsatz mit dem des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar.
Die TUI Fluggesellschaften (ohne First Choice Airways) hatten in 2007 einen spezifischen Treibstoffverbrauch von 3,12 Litern Kerosin auf 100 Passagierkilometer (pkm) (Vorjahr: 3,08 Liter auf 100 pkm) und zählten damit im Vergleich erneut zu den effizientesten europäischen Fluggesellschaften. First Choice Airways berichtete für den konsolidierten Zeitraum September bis Dezember 2007 einen Treibstoffverbrauch von 3,11 Litern auf 100 pkm.
In der Containerschifffahrt lag der spezifische Energieaufwand pro Standardcontainer (TEU) und Seemeile (sm) in 2007 bei 2,31 Mega Joule (MJ) (2006: 2,41 MJ/TEU/sm). Der spezifische Verbrauch der gesamten Kreuzfahrtflotte lag bei 3,28 MJ pro Passagier und 100 sm (2006: 3,65 MJ/Passagier/100 sm).
Kohlendioxidemission
Eine der wichtigsten Umweltkennzahlen für den TUI Konzern ist die Kohlendioxidemission (CO2) aller Geschäftsbereiche. Im Geschäftsjahr 2007 betrug der CO2-Gesamtausstoß 17,19 Millionen Tonnen (2006: 15,99 Millionen Tonnen). Der CO2-Ausstoß pro pkm über alle TUI Fluggesellschaften (ohne First Choice Airways) lag bei 80 g (2006: 79 g/pkm). First Choice Airways berichtete für den konsolidierten Zeitraum September bis Dezember 2007 einen CO2-Ausstoß pro pkm von 78 g. Der CO2-Ausstoß der Containerschiffflotte lag im Geschäftsjahr 2007 bei 163 g/TEU/sm (2006: 174 g/TEU/sm). Für den Kreuzfahrtbereich ergab sich eine spezifische Emission von 231 g CO2 pro Passagier und 100 sm (2006: 283 g/Passagier/100 sm).
Kontinuierliche Qualitätsverbesserung durch Zertifizierung
Im Geschäftsjahr 2007 neu nach ISO 14001 zertifizierte Hotels:
Dorfhotel Sylt (ISO 14001)
Dorfhotel Schönleitn (ISO 14001)
Dorfhotel Seeleitn (ISO 14001)
Grecotel El Greco (ISO 14001)
Grecotel Club Marine Palace (ISO 14001)
MAGIC LIFE Bodrum Imperial (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Kemer Imperial (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Marmaris (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Sarigerme Imperial (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Seven Seas Imperial (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Sirene Imperial (ISO 14001/9001)
MAGIC LIFE Waterworld Imperial (ISO 14001/9001)
ROBINSON Club Cala Serena (EMAS)
Vollständige Liste siehe: www.tui-umwelt.com
Die Umweltmanagementsysteme in den einzelnen Konzerngesellschaften werden kontinuierlich an die Anforderungen internationaler Umweltnormen angepasst. Ein dauerhafter Schwerpunkt der systematischen Umweltverbesserungen liegt im Hotelbereich. Im Jahr 2007 wurden zwölf Häuser neu nach ISO 14001, sieben Häuser neu nach ISO 9001 und ein Robinson Club neu nach EMAS zertifiziert. Zum Jahresende waren damit die Umweltmanagementsysteme von insgesamt elf Robinson Clubs, neun Magic Life-Clubs, zwei Grecotels, sieben Iberotels, vier Nordotels, neun Grupotels, vier Dorfhotels, einem Jaz Hotel sowie drei Hotels der Sol y Mar Gruppe nach ISO 14001 zertifiziert.
In der Schifffahrt wurde das bestehende Umweltmanagementsystem der Hapag-Lloyd AG auf die nunmehr vollständig integrierten Geschäftsteile der ehemaligen CP Ships-Reederei ausgedehnt und durch Germanische Lloyd nach ISO 14001 und ISO 9001 zertifiziert.
Strategische Partnerschaften und Kooperationen
Anfang Februar 2007 präsentierte sich TUI gemeinsam mit der „Convention on Migratory Species“ und der EUROPARC Federation, der Dachorganisation der Großschutzgebiete in Europa, auf dem 17. Reisepavillon in Hannover. Diese internationale Messe beleuchtete mit rund 300 Ausstellern aus 30 Ländern und etwa 120 Veranstaltungen im Rahmenprogramm die verschiedenen Facetten des nachhaltigen Tourismus. TUI stellte unter anderem ihr Partnerschaftsabkommen zum Jahr des Delphins mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen vor und referierte über die Bedeutung der EUROPARC Charter für Schutzgebiete und ihre nachhaltige Nutzung für die TUI Umweltarbeit.
Das pro-aktive Engagement der TUI AG als Gründungsmitglied von
econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft – wurde auch in 2007 fortgesetzt.
Die Arbeit in der Tour Operators’ Initiative for Sustainable Tourism Development zur Umsetzung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung mit Unterstützung durch das United Nations Environment Programme der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) und der United Nations World Tourism Organization (UNWTO) wird seit Ende 2007 in der TUI Travel PLC weitergeführt, in der alle touristischen Aktivitäten des Konzerns gebündelt wurden.
In der Schifffahrt unterstützt Hapag-Lloyd im Bereich Umweltschutz insbesondere Forschungsprojekte, die die Reduzierung von Emissionen und eine Steigerung der Energieeffizienz in der Schifffahrt zum Ziel haben. Diese Projekte werden in Zusammenarbeit mit der staatlichen US-amerikanischen Environmental Protection Agency und der EU durchgeführt. Darüber hinaus ist die Containerlinie Mitglied der Container Owner Association, die im Dialog mit den Herstellern die Verwendung umweltfreundlicher Farben vorantreibt.
