TUI Aktiengesellschaft
http://www.tui-group.com/de/nachhaltigkeit/umwelt/klimaschutz/Klima_BAUM/Antwort_4.html
4. Sind Produktoptimierungen mit CO2-Reduktionspotentialen geplant?

4. Sind Produktoptimierungen mit CO2-Reduktionspotentialen geplant?

TUI als der größte integrierte Touristikkonzern prüft kontinuierlich alle angebotenen touristischen Dienstleistungen, um deren Umweltauswirkung zu verringern.

Bei den Produkten der Gasttransferleistungen hat die TUI in der Vergangenheit bereits die CO2-Reduktionspotentiale in Angriff genommen und die Auslastung der Flugzeuge soweit verbessert, dass ein durchschnittlicher Flottenverbrauch von etwa 3 Litern Kerosin pro 100 Passagierkilometer erreicht worden ist. Diese Optimierung der Auslastung soll weiter vorangetrieben werden, um den internen Benchmark von 2,2 Litern zu erreichen.

Der Energieeinsatz pro Urlauber und Strandtag, respektive CO2-Ausstoß, kann durch eine Verlängerung des Urlauberaufenthaltes verbessert werden. Durch gezielte Verbraucherinformationen können die Kunden über CO2-Reduktionspotentiale (im Urlaubsverhalten) aufgeklärt werden und ebenso durch Information zu Angeboten zu freiwilligen Formen der Klimakompensation (Carbon Offsetting) der Urlaubsreise.

Weitere Reduktionspotentiale liegen in der Verstärkung des Gasttransfers zum Startflughafen durch den Ausbau unseres „Zug-zum-Flug“ Angebot, die durch eine Konzentrierung und Bündelung des Flugverkehrs mit sich bringen. Beim Gasttransfer vom Zielflughafen zum Hotel sollen verstärkt Busse mit Biokraftstoffen eingesetzt werden, während der Einsatz von regenerativen Energiequellen in den Hotels zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz bei der Übernachtungsleistung führen wird.

Im Schifffahrtsegment werden CO2-Reduktionspotentiale bei der logistischen Dienstleistung durch Senkung der spezifischen Emission pro TEU erreicht werden (siehe oben). Dazu soll besonders der technologische Fortschritt der Containerschifftechnologie genutzt werden. Auch durch Optimierung des modalen Splits in der logistischen Dienstleistung ‚Door-to-Door’ können Reduktionspotentiale weiter ausgebaut werden.

In der Schifffahrt kooperiert die Hapag-Lloyd mit europäischen Maschinenbauern und Universitäten, um die Emissionen im weltweiten Schiffsbetrieb weiter zu senken und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Bei den Containerschiffen mit einer Größe von 8.400 und 8.750 TEU (TEU = Twenty Foot Equivalent Unit – 20-Fuß-Container) hat die Hapag-Lloyd sich für den Einbau von Hauptmotoren mit elektronischer Einspritzung und Ventilsteuerung entschieden und war dabei die erste Reederei, die Motoren dieser Größe mit dieser fortschrittlichen Technologie betreibt. Diese Motoren verbrennen durch einen ökonomischen Brennstoffeinsatz noch sauberer als die bisherigen Maschinen und reduzieren den Ausstoß von Stickoxiden. Damit erfüllt Hapag-Lloyd die Umweltauflagen der Weltschifffahrtsorganisation IMO in Bezug auf Emissionen wesentlich früher als gefordert.

Im Rahmen des von der Europäischen Union unterstützten Forschungsprojektes „Hercules“ (High-Efficiency Engine R&D on Combustion with Ultra-Low Emissions for Ships) kooperiert Hapag-Lloyd mit europäischen Anlagenbauern und Universitäten. Ziel des Projektes ist es, die Emissionen im weltweiten Schiffsbetrieb weiter zu senken und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Effizienz der Motoren zu erhöhen.